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Die Legende von Beowulf  
» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 27.11.2007
» Gesamtwertung:
/5
2/5: Für Fans des Genres
bietet nichts Besonderes.
Wie wir bewerten
Magere Lizenzversoftung, die nur optisch überzeugen kann.

Filmversoftung die Dreitausendste
Kein Blockbuster ohne passendes Videospiel. Dieser Weisheit folgt auch Die Legende von Beowulf von Ubisoft – der Versoftung zum gleichnamigen CGI-Spektakel. Im Game
» Die Wikinger kommen!
übernimmt man natürlich die Rolle des Wikinger-Hühnen und kämpft sich sowohl durch die Filmstory als auch neue Schauplätze. Auf seinem blutigen Streifzug erwarten den Helden unter anderem finstere Barbaren, der Troll Grendel, seine Mutter und schlussendlich sogar ein riesiger Drache. Die Geschichte wird in mäßigen Ingame-Sequenzen erzählt, die sich wirklich bemühen an das Filmvorbild heran zu kommen, dabei aber kläglich scheitern.

Das Gameplay präsentiert sich dabei als linear und actionfokusiert. Mittels einer solide funktionierenden Bedienung lenkt man die Geschicke von Beowulf und metzelt mit einfachen Kombos zahlreiche Widersacher blutig nieder. Hier regiert pures Buttonmashing über taktisches Vorgehen. Unterstützung erhält der Held dabei in einigen Levels von seiner getreuen Mannschaft, der mittels Shortcuts einfache Befehle erteilt werden können. Außerdem ist diese wichtig, um Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Hier kommt ein Minispiel zum Einsatz, in welchen man im richtigen Rhythmus bestimmte Tasten drücken muss. Wirkt aufgesetzt und ist auch wenig spaßig.

Mageres Dauergemetzel
Während die Fights gegen die Standardgegner keinerlei Tiefgang bieten und über ein typisches 08/15-Metzelspiel nicht hinaus kommen, hat man sich bei den Bossfights ein wenig mehr ins Zeug gelegt. Zwar befinden sich
» Die Grafik ist das überzeugenste am Spiel.
diese auch nur auf solidem Niveau, sie sind dank der mittlerweile obligatorischen Trigger-Events und der durchaus gelungenen Grafik aber immerhin nett anzuschauen. Hat man einem Bossgegner eine gewisse Anzahl Schaden zuteil kommen lassen, kann ihm wie in God of War 2 mittels Drücken vorgegebener Tasten der Rest gegeben werden.

Neben dem durchschnittlichen Standardrepertoire an blutigen Kämpfen und Bossgegner bietet das Spiel noch ein Gut/Böse-System. Lässt man sich von Machtgier verleiten, kann in einen Berserkermodus gewechselt werden, der einem übermenschliche Kräfte verleiht. Widersteht man diesem kommt das den eigenen Heldenpunkten zu Gute, welches wiederum zum Stärken der Verbündeten genutzt wird. Allerdings wirkt auch dieses System nicht wirklich durchdacht und aufgesetzt, so dass dieses Feature beim Spielen mehr oder weniger irrelevant ist. Auf der technischen Seite überzeugt Die Legende von Beowulf mehr: Solide Grafik und ebenso brauchbarer Sound präsentieren sich auf überdurchschnittlichem Niveau.
Pro
Nette Grafik
Solide Bossfights
Contra
Schwaches Dauergemetzel
Magere Inszenierung
Aufgesetztes Rhythmus-Minispiel
Gut-/Böse-System irrelevant
Fazit
Die Legende von Beowulf ist eines dieser obligatorischen Videospiele zu einem Hollywood-Film, der es zu keiner Weise schafft aus der Durchschnittlichkeit herauszutreten. Lediglich die Grafik ist in diesem blutigen Action-Adventure leicht über dem allgemein gebotenen Standard und erfreut das Auge durch schicke Charaktermodelle und solide Effekte. Schade also, dass man diese Engine nicht genutzt hat, um ordentliche Zwischensequenzen zu inszenieren. Beim Gameplay wird allerdings nur Stangenware geboten, die teils unterdurchschnittlich wirkt. Vor allem das aufgesetzte Rhythmusspiel nervt schon nach kurzer Zeit und sorgt weder für Abwechslung noch Spielspaß. Die Gemetzel sind zu simpel ausgefallen und auch kleinere Wettlauf- und Kletterpassagen retten den Titel nicht vor der Unterdurchschnittlichkeit. Somit ist dieses Spiel höchstens für beinharte Fans des Wikinger-Hühnen einen Blick wert.