Magere Lizenzversoftung, die nur optisch überzeugen kann.
Filmversoftung die DreitausendsteKein Blockbuster ohne passendes Videospiel. Dieser Weisheit folgt auch
Die Legende von Beowulf von Ubisoft – der Versoftung zum gleichnamigen CGI-Spektakel. Im Game
übernimmt man natürlich die Rolle des Wikinger-Hühnen und kämpft sich sowohl durch die Filmstory als auch neue Schauplätze. Auf seinem
blutigen Streifzug erwarten den Helden unter anderem finstere Barbaren, der Troll
Grendel, seine Mutter und schlussendlich sogar ein riesiger Drache. Die Geschichte wird in mäßigen Ingame-Sequenzen erzählt, die sich wirklich bemühen an das Filmvorbild heran zu kommen, dabei aber kläglich scheitern.
Das Gameplay präsentiert sich dabei als linear und actionfokusiert. Mittels einer solide funktionierenden Bedienung lenkt man die Geschicke von
Beowulf und metzelt mit einfachen Kombos zahlreiche Widersacher blutig nieder. Hier regiert
pures Buttonmashing über taktisches Vorgehen. Unterstützung erhält der Held dabei in einigen Levels von seiner getreuen Mannschaft, der mittels Shortcuts einfache Befehle erteilt werden können. Außerdem ist diese wichtig, um Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Hier kommt ein Minispiel zum Einsatz, in welchen man im richtigen Rhythmus bestimmte Tasten drücken muss. Wirkt aufgesetzt und ist auch wenig spaßig.
Mageres DauergemetzelWährend die Fights gegen die Standardgegner keinerlei Tiefgang bieten und über ein typisches 08/15-Metzelspiel nicht hinaus kommen, hat man sich bei den Bossfights ein wenig mehr ins Zeug gelegt. Zwar befinden sich
» Die Grafik ist das überzeugenste am Spiel. |
diese auch nur auf solidem Niveau, sie sind dank der mittlerweile obligatorischen Trigger-Events und der
durchaus gelungenen Grafik aber immerhin nett anzuschauen. Hat man einem Bossgegner eine gewisse Anzahl Schaden zuteil kommen lassen, kann ihm wie in God of War 2 mittels Drücken vorgegebener Tasten der Rest gegeben werden.
Neben dem durchschnittlichen Standardrepertoire an blutigen Kämpfen und Bossgegner bietet das Spiel noch ein
Gut/Böse-System. Lässt man sich von Machtgier verleiten, kann in einen Berserkermodus gewechselt werden, der einem übermenschliche Kräfte verleiht. Widersteht man diesem kommt das den eigenen Heldenpunkten zu Gute, welches wiederum zum Stärken der Verbündeten genutzt wird. Allerdings wirkt auch dieses System nicht wirklich durchdacht und aufgesetzt, so dass dieses Feature beim Spielen mehr oder weniger irrelevant ist. Auf der technischen Seite überzeugt
Die Legende von Beowulf mehr: Solide Grafik und ebenso brauchbarer Sound präsentieren sich auf überdurchschnittlichem Niveau.