Innovativer Ego-Puzzler mit abgefahrener Spielidee - leider etwas kurz.
Portale, Portale, Portale!Ursprünglich als kostenlose Modifikation geplant, war Valve selbst so beeindruckt vom Fanprojekt
Portal, dass man dessen Erfinder flugs unter Vertrag nahm. Heraus kam wohl eines der innovativsten First-Person-Erlebnisse
» Viele Wege zum Ausgang. |
der letzten Jahre. Wo es in den anderen Titeln der
Orange Box vornehmlich ums Ballern geht, ist in Portal Köpfchen gefragt. Die einzige "Waffe", die man hier in die Hand bekommt, ist die
Portal Gun. Mit dieser können Portale in den meistens recht kleinen, aber äußerst verzwickten Levels generiert werden, um ansonsten unzugängliche Orte zu gelangen. Maximal zwei Portale können hierbei geöffnet werden.
Läuft man durch eines, kommt man beim anderen wieder raus. Eine wichtige Rolle spielt hier auch die
Gravitation, welche für Supersprünge genutzt werden kann. Fällt man beispielsweise mit einer hohen Geschwindigkeit durch ein Portal im Boden, wird man mit einer entsprechenden Wucht aus dem anderen Portal herausgeschleudert. So können ansonsten unzugängliche Orte erreicht werden, was für knifflige Rätsel sorgt.
Denken über 3D hinausDoch nicht nur die Spielfigur will an bestimmte Orte gebracht werden. In vielen Levels ist es von Nöten, Geschütztürme umzuplatzieren oder Energiekugeln in Generatoren zu befördern. Als Storyhintergrund dient eine
» Komplexe Levels warten. |
mysteriöse Firma, welche auch am Ende von
Half-Life²: Episode 2 eine tragende Rolle spielt und die Protagonistin als Versuchskaninchen einsetzt.
Wissenschaftlich steril gestaltet sich somit auch das Leveldesign, welches durch und durch karg wirkt, dadurch aber eine gute Atmosphäre aufbaut. Die meisten Soundeffekte sind aus
Half-Life bekannt. Genial ist hierbei eine
morbide-verrückt klingende Computerstimme, welche dem Spieler Anweisungen durch einen Lautsprecher zu Teil werden lässt. Das größte Problem von Portal ist sein geringer Umfang – viel länger als vier Stunden wird man mit dem Spiel nicht beschäftigt sein.