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MotoGP 07

» Autor: Amir-Oliver Tabba
» Datum: 10.11.2007
» Gesamtwertung:
/5
2/5: Für Fans des Genres
bietet nichts Besonderes.
Wie wir bewerten
Technisch schwache Motorrad-Simulation, die nur für erfahrene Videospieler geeignet ist.

Road to 07
Viele Menschen giert es im Sommer, wenn die Sonne strahlt, nach einem PS-Rausch mit dem Motorrad in der freien Natur. Doch nicht jeder besitzt die notwendige Fahrerlaubnis oder gar das nötige Kleingeld für
» Die Strecken wirken detailarm.
eine Maschine. Als Alternative bietet Capcom MotoGP 07 an, um sich auf den bekanntesten Rennstrecken der Welt mit den stärksten Maschinen dem Geschwindigkeitsrausch hinzugeben und die besten Fahrer der Welt das Fürchten zu lehren.

Der Spieler erhält die Möglichkeit, eine ganze WM zu bestreiten und dabei jedes Rennwochenende in vollen Zügen – Freies Training, Qualifikation und Rennen – zu genießen. Doch bevor man sich ins Abenteuer stürzt gilt es zuerst das Lernprogramm zu bestreiten. Denn MotoGP 07 bietet eine ausgefeilte Fahrphysik, die einiger Übung bedarf. Damit aber auch Anfänger ihren Spaß am Spiel haben, integrierten die Entwickler drei verschiedene Fahrstile. Im Arcade-Modus sind alle Fahrhilfen aktiviert und die CPU unterstützt einen tatkräftig, wodurch erste Erfolgerlebnisse nicht lange auf sich warten lassen. Anders sieht es im schwierigsten Stil – der Simulation – aus. In diesem teuflisch schwierigen Modus werden sich selbst die besten Spieler ihre Zähne ausbeißen und Tage brauchen, um nur halbwegs unfallfrei ein Rennen zu absolvieren.

Teuflisch schwer
Neben den drei verschiedenen Fahrstilen haben auch die vier unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen extremen Einfluss auf das Spielvergnügen. Auf „Leicht“ sind die CPU-Fahrer äußerst gnädig
» Das Fahrstil entscheidet über Sieg oder Niederlage.
und geben niemals Vollgas. Selbst mehrmalige Ausflüge ins Kiesbett können einen Podestplatz nicht gefährden. Bei „Mittel“ werden Fortgeschrittene allerdings richtig gefordert und müssen ihre Maschine geschickt in die Kurven legen, um eine Chance gegen die Gegner zu haben. Dank der Gummiband-KI sind nach einiger Übung jedoch Erfolge möglich. Auf den beiden höchsten Schwierigkeitsgraden besteht selbst für wahre Joypad-Jongleure nur eine geringe Aussicht auf Erfolg.

Der Umfang von MotoGP 07 ist leider sehr gering ausgefallen. Das Hauptaugenmerk der Entwickler lag eindeutig auf dem WM-Modus, in dem es 18 Rennen auf bekannten Kursen zu absolvieren gilt. Natürlich beinhaltet jedes Rennwochenende alle dazu gehörigen Events wie Freies Trainig und Qualifikation, wobei sich diese auf Wunsch überspringen lassen. Nach Bewältigung der Weltmeisterschaft lockt die Challenge gelegentlich vor den Bildschirm. In diesem Modus steht das Erfüllen verschiedenster Aufgaben an der Tagesordnung. Um alle Missionen erfolgreich abzuschließen bedarf es jedoch einer Engelsgeduld, da auch hier der hohe Schwierigkeitsgrad deutlich zur Geltung kommt.

Trostloses flimmern
Fans ausgiebiger Mehrspielerduelle werden von MotoGP 07 enttäuscht sein. So offeriert das Game lediglich einen Splitscreen-Modus, der nur kurzweilig für Vergnügen sorgt. Online-Gefechte
» Auch bei Regen gilt es Vollgas zu geben.
werden Anhänger des Sports vergeblich suchen, dadurch verliert das Spiel enorm an Motivation. Aber nicht nur der magere Mehrspielermodus trübt den Spaß merklich, sondern auch das Fehlen der 125cc- und 250cc-Maschinen. Im Vorgänger waren diese noch vorhanden, warum diese ersatzlos gestrichen wurden bleibt leider unklar.

Dafür kann MotoGP 07 mit seiner ausgefeilten Fahrphysik und einem guten Geschwindigkeitsgefühl punkten. Auch die Fahrer und Bikes wissen mit ihrer detailgetreuen Darstellung zu überzeugen. Bis auf gelegentliche Slow-Downs läuft das Spiel selbst bei allen 21 Fahrern auf dem Bildschirm völlig flüssig. Allerdings wurde dies durch extremes Kantenflimmern und unglaublich detailarme Streckenumgebungen erkauft. Aufgrund der sehr kargen Schauplätze kommt, trotz des Geschwindigkeitsrausches, nie Rennatmosphäre auf. Außerdem taucht bei jedem Auswahlbildschirm ein Ladescreen auf, der sich jedes Mal zehn bis zwanzig Sekunden hinzieht und das Spiel jeglicher Dynamik beraubt. Auch beim Sound haben die Entwickler sich nicht mit Ruhm bekleckert. Die Motorengeräusche sind zwar solide gelungen, hätten aber kräftiger ausfallen können, wodurch weiteres Flair verloren geht.
Pro
Drei Fahrstile
Vier Schwierigkeitsstufen
MotoGP-Lizenz
Gutes Geschwindigkeitsgefühl
Ausgereifte Fahrphysik
Contra
Gelegentliche Slow-Downs
Extremes Kantenflimmern
Detailarme Strecken
Lange sowie nervige Ladezeiten
Kein Online-Modus
Simulationsmodus nur für Profis
Keine 125cc- und 250cc-Maschinen
Fazit
Auf den ersten Blick deutet MotoGP 07 sein großes Potential an, offeriert es doch mehrere Fahrstile und Schwierigkeitsstufen. Allerdings trüben zahlreiche Mängel im Gameplay den ersten positiven Eindruck. Nur mit aktivierten Fahrhilfen und auf den beiden niedrigsten Schwierigkeitsgraden bleibt es für Anfänger und Gelegenheitsspieler halbwegs spielbar. Am Simulationsmodus werden sich selbst Profis die Zähne ausbeißen und nur nach stundenlangem Üben eine Chance auf einen Podestplatz haben. Trotz eines guten Geschwindigkeitsgefühls und einer ordentlichen Fahrphysik will aber nur selten Spielspaß aufkommen. Dies liegt neben dem Fehlen eines Online-Modus und den mageren Einzelspieler-Modi vor allem an der schwachen Grafik. Gelegentliche Slow-Downs, extremes Kantenflimmern und detailarme Umgebungen vermitteln nie Rennatmosphäre. Auch die schwachbrüstig wirkenden Klangeffekte tragen zu diesem negativen Eindruck bei. Bedenkt man die schwache Präsentation, so bleibt es unerklärlich, weshalb bei jedem Bildschirmwechsel ein Ladescreen von bis zu zwanzig Sekunden erscheint. Aufgrund dieser Mängel werden nur hartgesottene Bike-Fans ihren Spaß an dem Game haben, alle anderen sollten ihr Geld besser sparen.
Infos
Erhältlich für
Genre
Racing • Motorrad
Publisher
Capcom
Entwickler
Milestone
Website
capcom-europe.c...
Release
26. Oktober 2007
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User-Bewertung
31
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