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Heroes of Mana

» Autor: Amir-Oliver Tabba
» Datum: 22.10.2007
» Gesamtwertung:
/5
2/5: Für Fans des Genres
bietet nichts Besonderes.
Wie wir bewerten
Episches, wunderschön präsentiertes Echtzeit-Strategiespiel, das unter einer miserablen KI leidet.

Die ewige Dunkelheit
Bisher zeichnete sich die Mana-Reihe durch leicht zugängliche Action-Adventure-Kost aus und zog so Millionen Videospieler in ihren Bann. Doch Square Enix bricht mit dieser Tradition
» Mittels schöner 2D-Artworks wird die Story des Spiels erzählt.
und veröffentlichte mit Heroes of Mana ein Echtzeit-Stratiegespiel für den DS. Von nun an stehen das Abbauen von Rohstoffen, Hochziehen von Gebäuden, die Einheiten-Produktion und Massenschlachten im Anime-Look auf dem Programm. Dabei übernimmt der Spieler die Kontrolle von Roget und seinen Kameraden. Diese befinden sich auf einer Aufklärungsmission und geraten unerwartet unter Beschuss, weshalb sie im feindlichen Territorium notlanden. Nach einigen Scharmützeln stellen sie fest, dass sie nur Bauernopfer in einem Schachspiel waren und ihr Königreich die Welt in Dunkelheit hüllen will. Wer dahinter steckt und warum als dies geschieht, soll in 27 episch präsentierten Kapiteln geklärt werden.

Während der Missionen wird der Spieler schrittweise mit dem Gameplay vertraut gemacht. Als Aufbaubasis dient das verankerte Transportschiff der Helden. Dort hin bringen die Arbeiter die eingesammelten Rohstoffe, Gaia und Treat, die zur Produktion von Gebäuden und Einheiten benötigt werden. Sollten diese Quellen erschöpft sein, gilt es mit dem Fluggerät zum nächsten Ankerplatz zu ziehen und dort weitere Ressourcen abzubauen. Im Schiff können bis zu acht Gebäude errichtet werden, aus denen dann die jeweiligen Einheiten hervorgehen.

Wo geht es lang?
Die Stärken der jeweiligen Soldaten ergeben sich aus einem Stein-Schere-Papier-Prinzip. Jeder Einheitentyp hat einen Gegenspieler, z.B. sind Bodentruppen den Schützen im direkten Kampf
» Auf dem Screen regiert das Chaos.
überlegen, während die Flugmonster keine Chance gegen Ferngeschosse haben. Dieses System gilt es zu verinnerlichen, um erfolgreich aus den Scharmützeln hervorzugehen. Die Helden verfügen zudem über Battle Skills, die ihren verbündeten Einheiten helfen, indem sie diese stärken. Außerdem können sie mit Anhängern und Ringen ausgerüstet werden, wodurch ihre Statuswerte steigen.

Gesteuert wird das Game per Touchpen, wobei sich die Kontrolle anfangs sehr intuitiv gestaltet. Um eine Einheit auszuwählen, gilt es diese einfach anzutippen und eine Destination auf dem Touchscreen anzuklicken. Hat man als Ziel einen Feind ausgesucht, so greift die eigene Einheit selbstständig den Gegner an. Obwohl die Steuerung sehr instinktiv wirkt, offenbart sie im weiteren Spielverlauf vehemente Schwächen. In den chaotischen Missionen verliert man schnell den Überblick und Fehlklicks stehen somit an der Tagesordnung. Auch die katastrophale Wegfindung trägt viel zur Verwirrung am Bildschirm bei. Anstatt direkt zum Ziel zu laufen, wandern die Figuren planlos umher. Dadurch lösen sich größere Truppenverbände binnen Sekunden auf und von der vorhandenen Überlegenheit ist nur noch ein Häufchen Elend übrig.

Ein wahres Kunstwerk
Ebenso offenbart die KI deutliche Schwächen. Weder die eigenen Soldaten noch die der CPU sehen sich veranlasst, Feinde in Sichtweite anzugreifen oder Kameraden zu Hilfe zu eilen. Wer trotz aller
» Die Umgebungen und Figuren strotzen nur so vor Details.
Widrigkeiten die Kampagne meistert, kann seine Fähigkeiten auch im Online-Modus unter Beweis stellen. Dieser offeriert zahlreiche Einstellungsoptionen und die Möglichkeit, gegen andere Spieler aus aller Welt anzutreten. Zudem führt Square Enix eine Rangliste über die besten Zocker, wodurch das Game durchaus an Reiz gewinnt.

Die Präsentation ist – typisch für Square Enix - bombastisch ausgefallen. Wunderschöne Anime-Videosequenzen, detailreiche 2D-Artworks und putzig animierte Figuren sowie abwechselungsreiche 3D-Schauplätze verwöhnen das Auge. Auch das übersichtliche Menü wurde edel designt und passt perfekt zum Stil des Games. Genauso beeindruckend wie die Grafik ist auch der epische Soundtrack. Die traurig bis düster angehauchten Melodien ziehen den Spieler sofort in das Geschehen und lassen die spannende Geschichte noch imposanter erscheinen. Die kräftigen Schlachtgeräusche fügen sich ebenfalls positiv ins Gesamtbild ein und lassen so eine richtig gute Stimmung aufkommen.
Pro
Tolle grafische Präsentation
Epischer Soundtrack
Spannende Geschichte
Online-Modus
Intuitive Steuerung …
Contra
… die nicht immer genau funktioniert
Miserable KI
Katastrophale Wegfindung
Chaotisches Spielgeschehen
Fazit
Es ist wirklich schade, dass Square Enix das ungeheure Potential des Titels ungenützt ließ, verfügt doch Heroes of Mana über eine atemberaubende Präsentation. Die beeindruckenden Anime-Sequenzen, die detailreichen 2D-Artworks und 3D-Umgebungen wissen vollkommen zu überzeugen. Außerdem unterstreicht der epische und düster klingende Soundtrack perfekt die Atmosphäre des Spiels und lässt die spannende Story noch eindrucksvoller erscheinen. Allerdings trüben schwerwiegende Fehler das Gesamtbild. Die Wegfindung der Charaktere ist gelinde gesagt eine Katastrophe. Die Figuren nehmen riesige Umwege in Kauf und rennen ziellos in der Gegend herum. Außerdem lässt die KI sehr zu wünschen übrig. Es bleibt einfach unverständlich, warum die Einheiten Gegner in Sichtweite nicht angreifen oder Kameraden zu Hilfe eilen. Dadurch herrscht ständig Chaos auf dem Bildschirm, wodurch auch Fehlklicks keine Seltenheit sind. Diese Schwächen kann selbst der gute Online-Modus nur mehr bedingt ausgleichen. Nur geduldige Spieler werden an Heroes of Mana Spaß haben, alle anderen sollten zu Advance Wars: Dual Strike oder Age of Empires: The Age of Kings greifen.
Infos
Erhältlich für
Genre
Strategie
Publisher
Koch Media
Entwickler
Brownie Brown
Website
www.heroesofman...
Release
14. September 2007
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