Gewohnt spaßiges Dauergemetzel; dieses Mal mit Samurai und Dynasty Warriors.Auf der PlayStation 2 gibt es wohl keine längere Serie als die von
Dynasty Warriors. Mit all seinen Ablegern und Add-Ons gibt es rund 15 Spiele um die chinesischen und japanischen Mittealter-Krieger. Nun ist ein weiterer Titel in der ewig langen Franchise erschienen, in dem sich die
Samurais und die
Dynasty Warriors in einem Spiel zusammentun, um gemeinsam die Schlachtfelder unsicher zu machen. Was das Game taugt, deckt unser
Master-Review auf.
Samurai Dynasty WarriorsWährend sich die Geschichten der vergangenen
Dynasty und
Samurai Warriors-Spiele zumindest grob an geschichtlichen Ereignissen orientierten, fährt
Warriors Orochi ganz auf der Fantasy-Schiene.
» Samurai und Dynasty Warriors in einem Spiel. |
Um das
chinesische und japanische Mittelalter zusammenzuführen, bedient man sich einfach eines mächtigen Oberbösewichts namens
Orochi. Dieser grausame Dämon verzerrt Raum und Zeit und schmeißt die Krieger beider Nationen in einer Parallelwelt zusammen. So hat der Spieler fortan auch die Möglichkeit, aus vier statt drei Parteien zu wählen, nämlich den bekannten
Dynasty Warriors-Häusern Wu, Shu und Wei sowie den
Samurai Warriors.
Jede Seite bekommt einen
eigenen Story-Strang mit entsprechenden Kämpfern spendiert. Die Geschichten über den Krieg gegen den Dämonen-Lord Orochi werden wie aus den Vorgängern bekannt in zahlreichen, langweiligen Text-Briefings, einigen Ingame- sowie wenigen gelungenen Render-Sequenzen fortgesponnen. Auf eine Neuheit des Spiels stößt man bereits bei der Auswahl seines Charakters. Statt einem Krieger
dürfen gleich drei mit in die Schlacht genommen werden. Während die Anzahl anfangs noch sehr beschränkt ist, spielt man im Verlauf der vier Storylines insgesamt
77 spielbare Recken mit individuellen Waffen und Kombos frei.
Klassisches SpielprinzipAnsonsten präsentiert sich
Warriors Orochi - wen wunderts – allerdings
äußerst klassisch für einen
Dynasty Warriors-Ableger. Nach wie vor prügelt man sich durch Heerscharen von
» Ob er abhebt, wenn er schnell genug läuft? |
Feinden und erfüllt
bestimmte Missionsziele wie das Erobern von Burgen oder Beschützen von Verbündeten. Dabei darf man auf eine vielzahl Kombos zurückgreifen, welche die feindlichen Reihen ordentlich lichten. Die sogenannten Musou-Attacken bilden hier wieder die stärksten möglichen Angriffe, erfordern allerdings Spezialenergie.
Diese lädt sich im Vergleich zu den Vorgängern allerdings nicht durch das Töten von Feinden auf. Statt dessen kann man jederzeit zwischen seinen drei vor der Mission ausgewählten Charakteren wechseln. Die beiden
nicht aktiven Krieger regenieren stets Lebensenergie und Musou-Kraft. Um das Spiel an dieser Stelle nicht zu einfach werden zu lassen, haben die Entwickler deutlich mehr der stärkeren Gegner-Offiziere auf den Karten platziert, was ein weises Wechsel-Management vom Spieler abverlangt. Auch teilen diese bereits auf dem normalen Schwierigkeitsgrad gut aus, so dass Vorsicht geboten ist. Segnet nämlich ein eigener Charakter das Zeitliche, ist das Spiel vorbei. Frust vermeidt hier die Möglichkeit jederzeit speichern zu dürfen. Außerdem werden vier Schwierigkeitsgrade angeboten.
Koop-Modus und altbackene TechnikEbenfalls aus den Vorgängern übernommen wurden das
Auflevel- und Ausrüstungs-System. So erhält man durch das Besiegen von Feinden neue Waffen, Erfahrungspunkte und Skills. Während
» Gewohnt deftige Action vor trister Kulisse. |
Erfahrungspunkte zu Levelanstiegen führen, die sich direkt auf die Stärke der jeweiligen Figure auswirken, müssen neue Waffen und Skills vor jeder Mission zugewiesen werden. Kriegsgerät lässt sich zwischen Missionen neuerdings auch miteinander verbinden, um es zu stärken. Abseits der umfangreichen Kampagnen-Pfade bietet der Titel noch einen Free Mode, in dem bereits geschlagene Schlachten auf einen erneuten Anlauf warten.
Darüber hinaus bietet
Warriors Orochi auch einen
Kooperativ-Modus. Ein zweiter Spieler darf in den Missionsvorbereitungen einsteigen, um seinen Partner im Split-Screen zu unterstützen.
Grafisch gibt es gewohnte Kost: Gute Effekte, Massenszenen und detaillierte Charaktere beißen sich mit extrem kargen Levels und einer sehr geringen Sichtweite. Akustisch werden mäßige englische Sprecher, treibende
Techno- und Metal-Musikstücke sowie gute Soundeffekte geboten.