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Master-Review:   » drucken    » versenden

Warriors Orochi

» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 06.10.2007
» Gesamtwertung:
/5
3/5: Unterhaltsam
mit diversen Glanzpunkten.
Wie wir bewerten
Gewohnt spaßiges Dauergemetzel; dieses Mal mit Samurai und Dynasty Warriors.

Auf der PlayStation 2 gibt es wohl keine längere Serie als die von Dynasty Warriors. Mit all seinen Ablegern und Add-Ons gibt es rund 15 Spiele um die chinesischen und japanischen Mittealter-Krieger. Nun ist ein weiterer Titel in der ewig langen Franchise erschienen, in dem sich die Samurais und die Dynasty Warriors in einem Spiel zusammentun, um gemeinsam die Schlachtfelder unsicher zu machen. Was das Game taugt, deckt unser Master-Review auf.

Samurai Dynasty Warriors
Während sich die Geschichten der vergangenen Dynasty und Samurai Warriors-Spiele zumindest grob an geschichtlichen Ereignissen orientierten, fährt Warriors Orochi ganz auf der Fantasy-Schiene.
» Samurai und Dynasty Warriors in einem Spiel.
Um das chinesische und japanische Mittelalter zusammenzuführen, bedient man sich einfach eines mächtigen Oberbösewichts namens Orochi. Dieser grausame Dämon verzerrt Raum und Zeit und schmeißt die Krieger beider Nationen in einer Parallelwelt zusammen. So hat der Spieler fortan auch die Möglichkeit, aus vier statt drei Parteien zu wählen, nämlich den bekannten Dynasty Warriors-Häusern Wu, Shu und Wei sowie den Samurai Warriors.

Jede Seite bekommt einen eigenen Story-Strang mit entsprechenden Kämpfern spendiert. Die Geschichten über den Krieg gegen den Dämonen-Lord Orochi werden wie aus den Vorgängern bekannt in zahlreichen, langweiligen Text-Briefings, einigen Ingame- sowie wenigen gelungenen Render-Sequenzen fortgesponnen. Auf eine Neuheit des Spiels stößt man bereits bei der Auswahl seines Charakters. Statt einem Krieger dürfen gleich drei mit in die Schlacht genommen werden. Während die Anzahl anfangs noch sehr beschränkt ist, spielt man im Verlauf der vier Storylines insgesamt 77 spielbare Recken mit individuellen Waffen und Kombos frei.

Klassisches Spielprinzip
Ansonsten präsentiert sich Warriors Orochi - wen wunderts – allerdings äußerst klassisch für einen Dynasty Warriors-Ableger. Nach wie vor prügelt man sich durch Heerscharen von
» Ob er abhebt, wenn er schnell genug läuft?
Feinden und erfüllt bestimmte Missionsziele wie das Erobern von Burgen oder Beschützen von Verbündeten. Dabei darf man auf eine vielzahl Kombos zurückgreifen, welche die feindlichen Reihen ordentlich lichten. Die sogenannten Musou-Attacken bilden hier wieder die stärksten möglichen Angriffe, erfordern allerdings Spezialenergie.

Diese lädt sich im Vergleich zu den Vorgängern allerdings nicht durch das Töten von Feinden auf. Statt dessen kann man jederzeit zwischen seinen drei vor der Mission ausgewählten Charakteren wechseln. Die beiden nicht aktiven Krieger regenieren stets Lebensenergie und Musou-Kraft. Um das Spiel an dieser Stelle nicht zu einfach werden zu lassen, haben die Entwickler deutlich mehr der stärkeren Gegner-Offiziere auf den Karten platziert, was ein weises Wechsel-Management vom Spieler abverlangt. Auch teilen diese bereits auf dem normalen Schwierigkeitsgrad gut aus, so dass Vorsicht geboten ist. Segnet nämlich ein eigener Charakter das Zeitliche, ist das Spiel vorbei. Frust vermeidt hier die Möglichkeit jederzeit speichern zu dürfen. Außerdem werden vier Schwierigkeitsgrade angeboten.

Koop-Modus und altbackene Technik
Ebenfalls aus den Vorgängern übernommen wurden das Auflevel- und Ausrüstungs-System. So erhält man durch das Besiegen von Feinden neue Waffen, Erfahrungspunkte und Skills. Während
» Gewohnt deftige Action vor trister Kulisse.
Erfahrungspunkte zu Levelanstiegen führen, die sich direkt auf die Stärke der jeweiligen Figure auswirken, müssen neue Waffen und Skills vor jeder Mission zugewiesen werden. Kriegsgerät lässt sich zwischen Missionen neuerdings auch miteinander verbinden, um es zu stärken. Abseits der umfangreichen Kampagnen-Pfade bietet der Titel noch einen Free Mode, in dem bereits geschlagene Schlachten auf einen erneuten Anlauf warten.

Darüber hinaus bietet Warriors Orochi auch einen Kooperativ-Modus. Ein zweiter Spieler darf in den Missionsvorbereitungen einsteigen, um seinen Partner im Split-Screen zu unterstützen. Grafisch gibt es gewohnte Kost: Gute Effekte, Massenszenen und detaillierte Charaktere beißen sich mit extrem kargen Levels und einer sehr geringen Sichtweite. Akustisch werden mäßige englische Sprecher, treibende Techno- und Metal-Musikstücke sowie gute Soundeffekte geboten.
Pro
Unverwüstlich spaßiges Dauergemetzel
Über 75 spielbare Charaktere
Umfangreiche Kampagnen
Motivierendes Auflevel-System
Koop-Modus
Contra
Altbackene Grafik
Kaum Neuheiten gegenüber den etlichen Vorgängern
Fazit
Wenn sich die Dynasty und Samurai Warriors zusammentun, um die Schlachtfelder unsicher zu machen, dann kann dies nur in einem brachialen Riesengemetzel enden. Und genau das ist Warriors Orochi auch geworden. Dank etlicher Charaktere beider Reihen, vier umfangreichen Kampagnen, einem motivierenden Auflevel-System und zahlreichen sammelbaren Items bietet Warriors Orochi sehr viel Spiel zum Vorzugspreis. Vor allem das neue Auswechsel-Feature bringt zumindest etwas frischen Wind in das arg angestaubte Spieldesign und erfreut Fans wie Neulinge gleichermaßen. Dennoch bietet auch Warriors Orochi letztendlich kaum mehr, als die zahllosen zuvor erschienenen Spiele der Franchise. Nach wie vor liegt das Hauptaugenmerk auf spaßigen Schlachten gegen etliche Feinde. Echte Neuerungen sucht man somit abermals vergebens. Wer also bereits einen oder mehrere Games der Serie besitzt, sollte sich gut überlegen, ob er ein weiteres benötigt. Neueinsteiger hingegen sind mit Warriors Orochi gleich doppelt gut bedient, bietet es doch sowohl Charaktere aus Samurai Warriors als auch Dynasty Warriors.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
Publisher
Koei
Entwickler
Omega Force
Website
koei.com/games/...
Release
21. September 2007
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User-Bewertung
55
4 Bewertungen
1 Review
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