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Guitar Hero III: Legends of Rock

» Autor: Georg Gruber
» Datum: 11.01.2008
» Gesamtwertung:
/5
4/5: Empfehlenswert
mit zahlreichen Stärken.
Wie wir bewerten
Teil 3 punktet mit noch mehr Umfang und neuen Modi, bleibt jedoch auf der PS2 offline.

If it ain't broke don't fix it
Neversoft, bestens durch die Tony Hawk-Reihe bekannt, hat kein leichtes Erbe angetreten und das Skateboard mit der Gitarre getauscht, als sie das Franchise in der Entwickler-Rolle übernahmen.
» Nur wer bühnenreife Shows abliefert, gewinnt.
Guitar Hero III: Legends of Rock vereint die Stärken der Vorgänger und soll mehr als nur ein Add-On sein. Einerseits blieb das essenzielle Gameplay erhalten, andererseits wurden jedoch notwendige Veränderungen mutig angegangen. Neben der Karriere stehen Modi für Training und Schnelles Spiel (Einzelsongs) zur Verfügung. Neu mit von der Partie sind Koop-Karriere sowie mehr Vielfalt bei Mehrspieler-Matches.

Gleich vorneweg: PS2-Fans müssen leider einen großen sauren Apfel schlucken. Auf der Sony-Konsole gibt es keinerlei Online-Funktionalität: Heiße Online-Partien oder Highscore-Uploads spielt es also nicht. Im Prinzip nicht so schlimm, aber ärgerlich insofern, da die Versionen für andere Systeme dies alles beinhalten. Kommen wir aber zu den neuen Gigs: Neben den bereits bekannten Mehrspieler-Modi, in denen man gegeneinander antritt, darf die Koop-Karriere nun auch mit einem gleichgesinnten Axtschwinger bestritten werden. Wem die Karriere zu langatmig ist, tobt sich einfach in den diversen Koop- und Mehrspieler-Modi, bei denen jeweils ein Spieler Lead- bzw. Bassgitarre übernimmt, aus.

Golden Axe
Das Bewertungssystem wurde im Detail überarbeitet und zeigt nicht nur die Gesamtprozentzahl der getroffenen Noten, sondern auch eine Unterteilung, welche Passagen des Songs man besonders
» Gleich beginnt das Gitarren-Solo.
gut oder schlecht gespielt hat. Wer möchte, kann im Trainingsmodus diese Abschnitte speziell auswählen und separat üben. Das harte Training macht sich spätestens wenn das Publikum stürmisch "ZUGABE! ZUGABE!! ZUGABE!!!" ruft, bezahlt und spült Extrakohle in die Bandkasse. Das Geld wird im Shop auch gleich wieder auf den Kopf gehauen: Neben neuen Charakteren (inkl. echten Gitarristen wie Slash etc.), Songs und Outfits gibt es auch ein vielfältiges Sortiment an Gitarren.

Sowohl für Mehrspieler als auch in der Solo-Karriere gibt es die neuen Boss Battles. Hierbei führt nicht das fehlerfreie Nachspielen der Songs zum Sieg: Trifft man die Noten korrekt, so dürfen Battle Attacks als eine Art "Hackl in's Kreuz" des Gegner angewandt werden. Die Attacken stören den Rhythmus als auch die Anzeige der Fret-Buttons des Mitspielers empfindlich - in besonders fiesen Fällen erhöht sich sogar temporär der Schwierigkeitsgrad. Wer dann als erster vom Publikum ausgepfiffen wird, verliert. Apropos Schwierigkeitsgrad: Neversoft hat diesen, vor allem aufgrund schwerer Griffkombinationen, durch die Bank deutlich angezogen.

11 is louder than 10
Abgesehen von fehlenden Online-Features hinkt auch die PS2-Grafik hinterher. Kleine Details wurden zwar verbessert, aber im Gesamteindruck wirken vor allem Charaktere und Publikum etwas
» All hail rock n' roll!
grobschlächtig. Während nun mancher (zu Recht) sagt, dass man eh keine Zeit habe auf das Publikum zu achten, ist mir (persönlicher Eindruck) aufgefallen, dass Musik und Notenanzeige nicht ganz synchron laufen. In den Optionen finden sich zum Glück Einstellungen für die Latenz (eigentlich für HDTVs gedacht), welche helfen, die Situation zu verbessern.

Besonders ärgerlich sind die extrem langen Ladezeiten: Das verwinkelte Menüdesign verschlimmert die Situation noch mehr. Wer einfach nur die PS2 startet um einen Song mit Freunden zu spielen, wartet schon mal 90 Sekunden und mehr, bis man überhaupt in die Liederauswahl gelangt. Umso positiver ist dafür, dass die alten Gitarren-Controller auf der PS2 anstandslos weiter verwendet werden können. Wer also bereits Teil I und II jeweils mit Gitarre erworben hat, fährt mit der Solo-Fassung von Guitar Hero III: Legends of Rock natürlich besonders günstig.

Extended Song List
Solo-Karriere
1. Starting Out Small
"Slow Ride" – Foghat
"Talk Dirty to Me" – Poison
"Hit Me with Your Best Shot" – Pat Benatar
"Story of My Life" – Social Distortion
"Rock and Roll All Nite" – Kiss (Zugabe)

2. Your First Real Gig
"Mississippi Queen" – Mountain
"School's Out" – Alice Cooper
"Sunshine of Your Love" – Cream
"Barracuda" – Heart
Boss Battle vs. Tom Morello
"Bulls on Parade" – Rage Against the Machine (Zugabe mit Tom Morello)

3. Making the Video
"When You Were Young" – The Killers
"Miss Murder" – AFI
"The Seeker" – The Who
"Lay Down" – Priestess
"Paint It, Black" – The Rolling Stones (Zugabe)

4. European Invasion
"Paranoid" – Black Sabbath
"Anarchy in the U.K." – Sex Pistols †
"Kool Thing" – Sonic Youth
"My Name Is Jonas" – Weezer
"Even Flow" – Pearl Jam (Zugabe)

5. Bighouse Blues
"Holiday in Cambodia" – Dead Kennedys
"Rock You Like a Hurricane" – Scorpions
"Same Old Song and Dance" – Aerosmith
"La Grange" – ZZ Top
Boss Battle vs. Slash
"Welcome to the Jungle" – Guns N' Roses (Zugabe mit Slash)

6. The Hottest Band on Earth
"Black Magic Woman" – Santana[1]
"Cherub Rock" – The Smashing Pumpkins
"Black Sunshine" – White Zombie
"The Metal" – Tenacious D
"Pride and Joy" – Stevie Ray Vaughan (Zugabe)

7. Live in Japan
"Before I Forget" – Slipknot
"Stricken" – Disturbed
"3's & 7's" – Queens of the Stone Age
"Knights of Cydonia" – Muse
"Cult of Personality" – Living Colour (Zugabe)

8. Battle for Your Soul
"Raining Blood" - Slayer
"Cliffs of Dover" – Eric Johnson
"The Number of the Beast" – Iron Maiden
"One" – Metallica
Boss Battle vs. Lou

Koop-Karriere
1. Getting a Band Together
"Barracuda" – Heart
"When You Were Young" – The Killers
"Bulls on Parade" – Rage Against the Machine
"Slow Ride" – Foghat
"Sabotage" – Beastie Boys (Zugabe)

2. We Just Wanna Be Famous
"School's Out" – Alice Cooper
"Kool Thing" – Sonic Youth
"Miss Murder" – AFI
"The Seeker" – The Who
"Reptilia" – The Strokes (Zugabe)

3. Overnight Success
"Paranoid" – Black Sabbath
"Welcome to the Jungle" – Guns N' Roses
"Anarchy in the U.K." – The Sex Pistols †
"Lay Down" – Priestess
"Suck My Kiss" – Red Hot Chili Peppers (Zugabe)

4. Getting the Band Back Together
"Holiday in Cambodia" – Dead Kennedys
"Black Magic Woman" – Santana
"Same Old Song and Dance" – Aerosmith
"Cherub Rock" – The Smashing Pumpkins
"Cities on Flame with Rock and Roll" – Blue Öyster Cult (Zugabe)

5. Jailhouse Rock
"My Name Is Jonas" – Weezer
"Black Sunshine" – White Zombie
"3's & 7's" – Queens of the Stone Age
"The Metal" – Tenacious D
"Helicopter" – Bloc Party (Zugabe)

6. Battle for Your Souls
"Knights of Cydonia" – Muse
"One" – Metallica
"The Number of the Beast" – Iron Maiden
"Cult of Personality" – Living Colour †
"Monsters" – Matchbook Romance (Zugabe)

Bonus
"Avalancha" – Héroes del Silencio
"In the Belly of a Shark" – Gallows
"Can't Be Saved" – Senses Fail
"Closer" – Lacuna Coil
"Don't Hold Back" – The Sleeping
"Down 'N Dirty" – LA Slum Lords
"F.C.P.R.E.M.I.X." – The Fall of Troy
"Generation Rock" – revolverheld
"Go That Far" – Bret Michaels Band
"Hier Kommt Alex" – Die Toten Hosen
"I'm in the Band" – The Hellacopters
"Impulse" - An Endless Sporadic
"In Love" – Scouts of St. Sebastian
"Mauvais Garçon" – Naast
"Metal Heavy Lady" – Lions
"Minus Celsius" – Backyard Babies
"My Curse" – Killswitch Engage
"Nothing for Me Here" – Dope
"Prayer of the Refugee" – Rise Against
"Radio Song" – Superbus
"Ruby" – Kaiser Chiefs
"She Bangs the Drums" – The Stone Roses
"Take This Life" – In Flames
"The Way It Ends" – Prototype
"Through the Fire and Flames" – DragonForce
Pro
Aufgebohrter Karriere-Modus
Ansprechende neue Modi (Battle / Koop)
Großartige Musikausvielfalt (70+ Songs)
Mehrspieler kommen voll auf ihre Kosten
Herausfordernder denn je ...
Contra
... jedoch hoher Schwierigkeitsgrad für Einsteiger
Grafisch uninspiriert
Extreme Ladezeiten
Keine Online-Funktionalität
Musik hinkt Grafik hinterher (persönlicher Eindruck)
Fazit
Experiment geglückt: Das neue Entwicklerteam von Neversoft hat das, was die Guitar Hero-Reihe so großartig macht, gut eingefangen und oben drauf noch ein Sahnehaubchen gesetzt: Vielfalt bei der Songauswahl, die fordernde Karriere sowie die Mehrspieler-Modi überzeugen. Objektiv betrachtet stellt Guitar Hero III: Legends of Rock den bislang besten Ableger der Erfolgsserie von Activision dar. Vor allem die kleinen aber feinen Ergänzungen wie Zugabe oder Boss Battles bringen frischen Wind in die Solo-Karriere. Einzige, nicht auf die lieblose Umsetzung der PS2-Fassung bezogene, Kritik stellt der deutlich angezogene Schwierigkeitsgrad dar: Vor allem Einsteiger, welche die Vorgänger noch nicht kennen, müssen sich auf einige Trainingsstunden einstellen. Lobenswerterweise können die bereits vorhandenen Gitarren-Controller weiter verwendet werden; ansonsten greift man einfach zur Packung inkl. Plastikgitarre. Kurz gesagt: Wer auf die Musik steht, für den ist Guitar Hero III: Legends of Rock ein klarer Must-Have-Titel.
Infos
Erhältlich für
Genre
Unterhaltung • Musikspiel
Publisher
Activision
Entwickler
RedOctane
Website
www.guitarhero....
Release
23. November 2007
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