Mäßiger God of War-Klon mit altbekanntem Barbar.
Rückkehr des HühnenGroß, stark, brutal. Das ist
Conan, der wohl bekannteste Barbar der Fantasy-Geschichte. Nachdem er bereits Held etlicher Romane, Comics, einer Zeichentrickserien, zwei Kinofilmen, einer
» Conan metzelt sich durch die Gegner. |
Fernseh-Serie und auch einiger Videospiele war, hat die Games-Branche ihn offenbar wiederentdeckt. Während sich das MMORPG Age of
Conan immer noch in der Entwicklung befindet, hat es
Conan von THQ bereits auf den Markt geschafft.
Geboten wird, kaum zu glauben, ein
Metzelspiel mit kleineren Rätsel- und Klettereinlagen. Insgesamt kann der Titel nicht verbergen, dass sich die Entwickler ganz stark an
God of War orientiert haben. So steuert man den Hühnen aus festen Kamerawinkeln durch die Levels, kloppt allerlei Feinde über den Jordan, aktiviert Schalter und versucht sich an Kletterpassagen. Vernichtete Feinde hinterlassen Orbs – hier Runen genannt - in verschiedenen Farben, welche die Lebensenergie auffüllen oder als Erfahrungspunkte dienen. Ach ja, und an regelmäßige
Trigger-Events zum Öffnen von schweren Türen oder spektakulären Finishen von Bossgegnern hat man natürlich auch gedacht! Und sogar ein paar Zaubersprüche darf
Conan verwenden, auch wenn dies absolut nicht zum Charakter passt.
Vorbild nicht erreichtWer nun allerdings eine echte
God of War-Alternative für die PlayStation 3 erwartet, der sollte seine Ansprüche ganz schnell senken.
Conan ist kein wirklich schlechtes Spiel, allerdings auch kein wirklich
» Auch größere Brocken warten auf Conan. |
gutes. Zwar bietet das
Kampfsysteme eine ordentliche Palette an Moves und dank der Möglichkeit herumliegende Waffen aufzuheben auch verschiedenes Kriegsgerät, allerdings reicht meistens regelmäßiges Blocken und Buttonmashing zum Besiegen aller Feinde. Im Vergleich zu
God of War fühlen sich die Kämpfe zudem sehr
zäh und langsam an. Wer Frusterlebnisse vermeiden will, sollte zudem auf Easy spielen, denn bereits der normale Schwierigkeitsgrad hält einige sehr fiese Stellen bereit.
Grafisch bietet der Titel auch nicht mehr als unsaubere, durchschnittliche Kost. Besonders in den
billig wirkenden Zwischensequenzen, welche die
simple Fantasy-Geschichte fortspinnen, fallen die wenig detaillierten Charaktermodelle negativ auf. Hinzu kommen mäßige Animationen, seltenes Tearing und Pop-Up-Probleme. Ein besseres Bild beim Sound: Die chorale Hintergrundmusik erfreut das Spielerohr und auch die Soundeffekte wissen zu gefallen - leider setzt erstere viel zu selten ein. Ebenfalls weniger gut sind die deutschen Sprecher. Einen Mehrspieler-Modus bietet
Conan nicht und auch der Umfang ist nicht all zu üppig. Nach rund
fünf bis sieben Stunden hat man alles gesehen. Da motivieren auch versteckte, barbusige Jungfrauen, die es zu befreien gilt, nicht zum erneuten Durchspielen.