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FIFA Street 3  
» Autor: Amir-Oliver Tabba
» Datum: 10.03.2008
» Gesamtwertung:
/5
3/5: Unterhaltsam
mit diversen Glanzpunkten.
Wie wir bewerten
Unspektakuläres Arcade-Fußballspiel mit einfacher Steuerung und wenigen Herausforderungen.

Fallrückzieher
Die Euro 2008 in Österreich und der Schweiz beginnt schon in wenigen Wochen, die Fußballfans sind schon in heller Aufregung und können das Großereignis gar nicht mehr erwarten. Was bietet sich also
» Hier wird der Gegner gerade locker ausgetrickst.
besseres an, als die Wartezeit mit dem kurzweiligen Bolzspiel FIFA Street 3 zu verkürzen? Seit jeher offeriert die Reihe unkomplizierte Action rund um die wichtigste Nebensache der Welt. Coole Dribblings, knallharte Schüsse, zahlreiche Tore, keine Regeln, bekannte Namen – all dies zeichnet die Serie aus.

Zu Beginn sollte zunächst der Besuch des Trainingsmodus anstehen. Dort können in Ruhe alle Bewegungen sowie Tricks ausprobiert und einstudiert werden. Dank der simplen Steuerung dauert es jedoch keine fünf Minuten, bis selbst komplizierte Manöver gelingen und die ersten Tore fallen. Per linkem Analog-Stick führen Fußballer wie Ballack oder Kaka coole Dribblings aus, mit denen sie ihre Gegner schwindelig spielen. Sogar die Begrenzungszäune werden zum Vollführen von Moves genutzt und zeigen dem Kontrahenten wer der König auf dem Platz ist. Natürlich gelten in so einem unrealistischen Spiel keine Fußballregeln, weshalb harte Checks und Grätschen ebenfalls an der Tagesordnung stehen. Auch Abseits und Fouls stellen ein Fremdwort für die virtuellen Starspieler dar.

Eigentor
Das Herzstück des Spiels ist der Herausforderungsmodus, in dem es verschiedene Aufgaben zu erfüllen gilt. So zählen z.B. nur Volleytore oder es müssen innerhalb von zehn Minuten die
» Trotz des Comic-Stils erkennt man alle Stars auf Anhieb.
meisten Treffer erzielt werden. Leider gibt es nur wenige unterschiedliche Missionsziele zu erfüllen, wodurch schnell Monotonie aufkommt, was auch an der Unterforderung des Spielers liegt. Selbst auf den höchsten Schwierigkeitsgraden kassieren die Torwarte unzählige Treffer. Dies wird umso leichter, je öfter man Tricks vollführt, denn diese laden eine spezielle Leiste auf. Wenn jene gefüllt ist, versetzt sie die eigene Mannschaft in den Gamebreaker-Modus. Dadurch fallen die Tore im Sekundentakt. Einzig im Mehrspieler- bzw. Onlinemodus gegen gleichwertige menschliche Mitspieler weiß das Spiel wirklich zu überzeugen, da diese echte Gegenwehr liefern. Vor allem die Ranglisten-Matches sorgen für die nötige Motivation, denn der Weg zur Weltspitze ist lang.

Die Entwickler spendierten dem Game einen Comic-Stil mit unrealistischen Körperproportionen – welcher an die Karikaturen aus Tageszeitungen erinnert. Trotzdem bieten die Fußballstars einen hohen Wiedererkennungswert. Die exotischen Plätze – z.B. Bohrinseln – offerieren zwar ansehnliche Details, wirken aber trotzdem sehr steril. Gleiches gilt auch für die unspektakulären Gamebreaker, denen die nötige Kraft und Schnelligkeit fehlt. Dafür weiß der Electro-Soundtrack stets zu überzeugen, ebenso wie die krachenden Klangeffekte.
Pro
Einfache Steuerung
Ansehnlicher Comic-Stil
Passender Soundtrack
Ordentlicher Onlinemodus
Contra
Zu wenig Abwechselung
Schlechte Torwarte
Sterile Schauplätze
Unspektakuläre Spezialschüsse
CPU-Kicker sind keine Herausforderung
Fazit
Obwohl FIFA Street 3 keine schweren Mängel aufweist, ist es aus meiner Sicht eine Enttäuschung. Dem Electronic Arts-Produkt fehlt es schlicht und ergreifend an Highlights. Die einfache Steuerung offeriert zwar einen schnellen Einsteig ins Spiel, das Ausführen cooler Dribblings sowie das Erzielen zahlreicher Tore, trotzdem verliert das Spiel nach wenigen Partien seinen Reiz. Der Herausforderungsmodus ist viel zu kurz und den Aufgaben mangelt es an Abwechselung, wodurch schnell Monotonie einkehrt. Außerdem bieten die CPU-Kicker selbst auf den höchsten Schwierigkeitsgraden keine echte Gegenwehr und die Torwarte gleichen höchstens Fliegenfängern. Nur im Mehrspieler- und Onlinemodus kommt richtiger Spielspaß auf, wodurch sich FIFA Street 3 letztendlich doch im Mittelfeld platzieren kann. Dafür weiß der ungewöhnliche Comic-Stil – der den Karikaturen aus Tageszeitungen ähnelt – zu gefallen, ebenso wie die flüssigen Animationen, doch wirken die Schauplätze viel zu steril. Auch die Spezialschüsse sind nur unspektakulär in Szene gesetzt worden und unterscheiden sich kaum von Standardtreffern. Nur wer ausgiebig Gebrauch von Xbox Live macht sollte eine Anschaffung des Games in Betracht ziehen, alle anderen können ihr Geld sparen.