Yager, entwickelt vom gleichnamigen Entwicklerteam ist etwas gewöhnungsbedürftig der Steuerung nach. Einsteiger in dem Genre wie meinesgleichen sollten das Tutorial öfters spielen um sich anzupassen. Es wird euch zwar versichert das ihr die Steuerung auch ändern könnt, allerdings nur gegen eine sehr ähnliche mit dem Namen „Hello Chief“. Die Steuerung hemmt den Spielspass, aber nur so lange bis ihr gelernt habt richtig zu fliegen, dann geht’s bergauf.
Denn die Grafik gehört zu den besten am Xbox Markt. Detaillierte Schiffe, wunderschönes Wasser, gute Personenanimationen, Yager hat sie alle.
Und damit euch während den Missionen nicht fad wird und nicht immer nur geballert wird, haben sich die Entwickler mehr ausgedacht. So müsst ihr beispielsweise mit einem MG, welches an einem fixen Platz steht, eine Kartonkuh die von einer Party in Jane´s Bar übrig geblieben ist in Fetzen schießen. Dem Mechaniker Hank müsst ihr auch davon abhalten Müll auf ein Schiff der Proteus zu schleudern. Nicht jede Idee ist so gut wie die beschriebene. In einer Mission haben die Entwickler bei Schleichgenre abgeschaut, und so müsst ihr unerkannt die Raketenstellungen markieren, und das auch noch unter Zeitdruck, was nicht nur sehr schwer, sondern auch langweilig ist im Vergleich zu einer großen Luftschlacht, wie es sie etwa in Hank´s Mondscheinparty gibt. Der Schwierigkeitsgrad ist hoch angesiedelt und wird euch schon öfters verzweifeln lassen, wenn ihr nicht genügend Zeit, Kraft oder Lust habt euch mit dem Spiel ausgiebig anzufreunden. Deshalb würde ich euch dazu raten das Spiel vor den Ferien/Urlaub zu kaufen, da ihr dann hoffentlich ausreichend Zeit habt.
Die Kartonkuh aus Jane ´s Bar zeigt euch schon das die Geschichte sehr gut zusammenhängt und nicht unlogisch oder aufgesetzt wirkt. Die meisten Levels haben eine erklärbare Vorgeschichte. So helft ihr beispielsweise einmal dem Mechaniker Hank aus und bekommt dafür das MG. Wenig später bekommt ihr schon die Gelegenheit die neue Waffe auszuprobieren, der Flieger „Daddy Sleep“ entdeckt das Schlachtschiff Greifenhorn und alle Flieger der Free – Trade – Zone dürfen die Angelrute wegpacken und schleunigst das Schlachtschiff besiegen, ehe „Gunter van Berg“ der Kommandeur des Schlachtschiffes Janes Bar zerstört. Etwas merkwürdig dass ein deutsches Entwicklerteam den Bösewichten deutsche Namen verpasst, zumindest die sollten wissen dass die Deutschen nicht mehr „böse“ sind. Aber das sollte euch nicht daran hindern schnelle Luftkämpfe zu führen.
Der Sound von Yager geht in Ordnung, die Sprüche der Gegner beginnen aber bald zu nerven. Nicht jeder freut sich wenn der Gegner ankündigt auf euer Grab zu pinkeln. Ihr müsst euch auf Yager einlassen, dann erwartet euch ein Flugabendteuer der Extra Klasse.