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443. Soul Calibur 2

Xbox
» Grafik: 86
» Sound: 83
» Spielspaß Solo: 83
» Spielspaß Multi: 88
» Gesamtwertung:
85
» Anzahl Bewertungen: 13     » alle zeigen
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Infos
» Von: Camper Joe
» Am: 05.10.2003
» Spielzeit: 8 - 10 h
» Grafik: 86
» Sound: 70
» Spielspaß Solo: 81
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 83
Qualität
» bewertet mit: 10
Soul Calibur II

Namco, neben Tecmo der zweite japanische Spezialist für Beat'em Ups beschert uns die neueste Konsolenumsetzung einer seiner Arcade-Beat'em Ups.

Der erste Teil von Soul Calibur konnte auf Playstation (One) voll und ganz überzeugen, ob der zweite Teil nun diese Vorgabe halten kann?


Story:
Die Story ist relativ rasch erklärt: das Schwert des Bösen Soul Edge treibt wieder sein Unwesen und unsere tapferen Recken ziehen in den Kampf um selbiges zu zerstören oder sich dessen Macht selbst anzueignen.


Gameplay:
Genreüblich gibt es mehrere Modi:

- Arcade
Hier tritt man mit dem Kämpfer seine Wahl der Reihe nach gegen immer stärker werdende Gegner an. Im Finalkampf steht man dem Über-Kämpfer persönlich gegenüber, dem nach erfolgreichem Kampf das begehrte Soul Edge Schwert abgenommen wird.

Natürlich gibt es bei Problemen mit den Gegnern unlimitiert Continues, somit wird wohl jeder (früher oder später) den Sieg auch über den letzten Gegner erringen.

- Time-Attack
Die 8 Gegner auf dem Weg zum Finalkampf müssen in schnellstmöglicher Zeit erledigt werden.

- Survival
Es müssen ohne das die eigene Lebensenergie aufgefüllt wird Gegner der Reihe nach besiegt werden.

- Training
Da sich die Anleitung kaum über die möglichen Angriffe auslässt muß wohl oder übel jeder kurz den Character seiner Wahl im Trainingsmodus begutachten.
Hier kann man sich alle möglichen Kombos/Standardangriffe/Würfe, etc. komfortabel anzeigen lassen und dann selbst an einem Dummy ausprobieren.

- Duell
2-Spieler-Modus.

- Team-Duell, Team-Battle
Stelle ein Team aus mehreren Kämpfern zusammen und tritt gegen ein gegnerisches Team an.


Zusätzlich zu den genannten Modi gibt es noch den Waffenmeister-Modus. Erst dieser Einzelspielermodus hebt das Spiel von jedem Standard-Beat'em Up ab.

- Waffenmeister-Modus

Im Waffenmeister-Modus sammelt man Erfahrungspunkte und Gold indem man der Reihe nach in einer kurzen Geschichte Aufgaben erfüllt.
Als Aufgabe muß zum Beispiel der aktuelle Gegner aus dem Ring geworfen werden oder es müssen mehrere Gegner hintereinander innerhalb eines Zeitlimits besiegt werden.

Gold und Erfahrung erhält man hierbei eigentlich auch wenn man die Kämpfe verliert, schneller (mehr Erfahrung und Gold) verdient man natürlich mit einem siegreichen Kampf.

Das gewonnene Gold kann für Bonus-Features ausgegeben werden:

* neue Waffen (jedem Kämpfer stehenen insgesamt 10 Waffen zur Verfügung)
* neue Arenen
* zusätzliche Mode (Arcade-Modus mit eigenen Waffen)
* zusätzliche Kostüme

Die neu erworbenen Waffen haben immer je unterschiedliche Eigenschaften (positiv und negativ), so gibt es zum Beispiel eine neue Waffe mit mehr Schaden bei Angriffen, dafür sinkt die eigene Lebensenergie langsam konstant ab.

Die erworbene Erfahrung führt mit der Zeit sogar zu Level-Ups, allerdings konnte ich im Spiel bis auf eine bessere Klassenbezeichnung keinen Vorteil aus einem höheren Level erkennen (vielleicht mehr Lebensenergie im Waffenmeister-Modus, allerdings ist mir davon nichts aufgefallen).


Zur Motivation um das Spiel auch im Arcade-Modus durchzuspielen gibt es dort natürlich auch dort etliche Boni zum Freischalten:

* End-Sequencen
* Kämpfer-Profile


Vom vollbusigen Babe mit Peitsche (Schwertpeitsche) bis zum Riesen-Barbaren mit Axt gibt es alle Arten von Charakteren auszuwählen. Im Gegensatz zu anderen Beat'em Ups wird bei Soul Calibur II der Kampf mit Waffen ausgetragen, die sich je nach Spielfigur unterscheiden (Kurzes Schwert und Schild, Stange, Riesenaxt,... für jeden ist etwas dabei). Der Kampf ist allerdings absolut blutlos gehalten, d.h. auch für schwache Naturen zu empfehlen.

Insgesamt gibt es 23 Kämpfer (zu Beginn 15, der Rest muß freigespielt werden), die gegeneinander in 15 Arenen antreten können.


Grafik:

Ruckelfrei wird hier in den hochauflösenden Arenen gekämpft.
Die Kämpfer-Figuren sind perfekt animiert und sehr schon texturiert.

Die Grafik kommt ganz knapp an die Genre-Referenz Dead or Alive 3 heran, leider sind die Arenen bei Soul Calibur II ein bischen einfacher gehalten.

Nichtsdestotrotz ist die Grafik verdammt gut und macht Soul Calibur II damit zu einem echten Vorzeigespiel für die XBox.


Sound:

Auch hier kann man Namco nichts nachsagen. Die Musikstücke sind vom feinsten und dem jeweiligen Arena-Thema bzw. Kämpfer angepasst.

Die Sprachausgabe ist zwar nur in Englisch, wie sich bei einigen anderen Spielen allerdings zeigte ist dies nicht unbedingt ein Nachteil... besser Englisch als eine lieblose oder lachhafte Deutsche Übersetzung.

Dolby Digital wird unterstützt.


Steuerung:

Gewöhnungsbedürftig für Beat'Em Up Fans ist, das mit Steuerkreuz oben unten der Kämpfer in diese Richtung läuft - um zu Springen/Ducken muß zusätzlich zu Richtung noch die A-Taste gedrückt werden. A-Taste ohne Richtung startet einen Block.

Ansonsten gibts Vertikaler Angriff (mehr Schaden), Horizonaler Angriff (für Gegner die dich Umkreisen versuchen) und Treten.

Die Kombos sind teilweise schwierig zu beherrschen, d.h. man muß schon ein bischen üben um bereits für die mittelmässigen Kombos das korrekte Timing der Tasten zu schaffen.


Fazit:

Der Single-Player-Modus (ist wie bei den Konkurrenz-Beat'em Ups) nicht wirklich überzeugend. Durch wildes herumdrücken auf den Tasten erreicht man mit etwas Glück nach ein paar Versuchen auch den Sieg. Den Endgegner bei Schwierigkeit normal habe ich bereits beim 2ten Versuch mit dieser Taktik auf die Matte gelegt...
Nach einigen Survival-Spielen und Einträgen in der Highscore hällt sich auch hier die Motivion in Grenzen.

Einzig und allein der Waffenmeister-Modus mit den unzähligen freispielbaren Objekten kann hier längere Zeit begeistern.

Das volle Potential wird erst im Multiplayer-Modus entfalten - und daran gibts bei Soul Calibur II nichts auszusetzen. Die gute Grafik und über 3500
Spezialangriffe (über alle Kämpfer) hat uns in den letzten Tagen schon einige Zeit beschäftigt.

Negativ aufgefallen ist das Fehlen eines Tag-Team-Mode (ok, das gibt es halt nur bei in der Tekken und DOA-Reihe) und die sehr kurz gefasste Anleitung, die kaum Infos über Kombos oder mögliche Angriffe gibt. Hier wird offenbar versucht das zum Spiel gehörige Buch etwas ins bessere Licht zu rücken.

Beat'em Up-Fans kann man das Spiel empfehlen, allerdings gilt es im Moment abzuwägen ob man aufgrund des Classics-Preises nicht doch zu Dead or Alive 3 greift.
Wer allerdings lieber waffenschwingend auf den Gegner einschlägt und sich gerne längere Zeit mit Boni freischalten beschäftigt ist mit Soul Calibur II auf jeden Fall sehr gut bedient.