Infos
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» Spielzeit: |
15 h |
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» Grafik: |
82 |
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» Sound: |
93 |
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» Spielspaß Solo: |
80 |
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» Spielspaß Multi: |
- |
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» Gesamtwertung: |
80 |
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Pro
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Klasse Atmosphäre |
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Ungewöhnliche Waffenwahl |
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Contra
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Teils unglaublich schlecht gestellte Rätsel |
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Steuerung |
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Qualität
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Project Zero
Das Geheimnis
Es hätte solch ein schöner Tag für Heldin Miku werden können, wäre nicht gerade ihr Bruder in der Himuro-Villa verschwunden. Zu allem Überfluss wird dem alten Gemäuer nachgesagt, dass vor vielen Jahren dort die wohlhabende Familie Himuro grausame Rituale an Menschen praktiziert haben soll. Die Seelen der gepeinigten Opfer, die seither keine Ruhe mehr gefunden haben, wandern der Legende nach mit nur einem Gedanken durch die düsteren Gänge: Rache!
Die Protagonistin weiß von all dem anfangs jedoch noch wenig. Und so macht sich Miku nach dem mysteriösen Verschwinden ihres Bruders sowie zwei seiner Kollegen in eben jener Villa selbst auf, in den düsteren Gemäuern nach dem Rechten zu sehen.
Was sich anfangs noch nach einem Survival-Titel des Schema F anhört, offenbart schon nach wenigen Spielminuten einige besondere Gameplay-Elemente. Miku findet nach kurzer Zeit die alte Kamera ihres Bruders. Was dem Spieler anfangs noch wie ein nutzloses Antiquariat erscheint, wird spätestens bei der ersten Konfrontation mit den Geistern des Hauses zum ungewöhnlichen Lebensretter. Denn nur mit Hilfe der Kamera seid ihr in der Lage, den leiblosen Wesen Schaden zuzufügen. Ziel ist es, beim Aufleuchten einer kleiner Lampe an der Kamera schnell durch Tastendruck in den Kameramodus zu wechseln und aus der Firstperson-Perspektive loszublitzen. Jedes Ablichten kostet den Gegner etwas von seiner Energie.
Da jedoch auch bei Mikus Kamera einmal der Film alle ist, sollte man dem Spruch „Sparsamkeit ist Trumpf“ Treue leisten. Die Widersacher sollten so lange wie möglich im Visier gehalten werden, bevor man den Auslöser betätigt, da die Verweildauer im Focus gleichbedeutend mit der abgezogenen Lebensenergie ist. Diese Energie verleibt sich die Kamera schließlich automatisch ein. Eine Leiste am Bildschirmrand verrät, wieviel Energie ihr gerade gesammelt habt. Ist die Leiste schließlich komplett gefüllt, dürft ihr rollenspieltypisch in einem Auswahlbildschirm Merkmale wie Radius oder Filmkapazität aufbessern.
Neben Action und Nervenkitzel stehen selbstredend auch knifflige Denkaufgaben im Vordergrund des Spielgeschehens. So gilt es beispielsweise, mit Hilfe von gesammelten Notizen Zahlenschlösser zu knacken oder durch die Kamera Trugbilder aufzudecken. Dazu fotografiert ihr eine verdächtig aussehende Stelle im Spiel und könnt mit etwas Glück auf dem abgelichteten Bild die wahre Szene erkennen, welche euren Augen bisher verborgen blieb. Gelegentlich kommt es zudem vor, dass eine Treppe wie von Geisterhand wieder repariert ist, womit sich dem Spieler die Frage stellt, ob wirklich jeder Untote der Villa nach dem eigenen Ableben trachtet.
In Sachen Spielschwierigkeit gibt sich Project Zero schließlich gespalten. Während man sich anfangs über einen moderat steigenden Schwierigkeitsgrad freut, sorgen später einige Spielstellen für Frust. Egal ob plötzlich nie dagewesene Attacken auf den Spieler zuschnellen oder ein Rätsel mangels Hinweisen und obskurer Lösungsansätze einfach unlösbar scheint, in beiden Fällen möchte man die Programmierer fragen, was sie sich dabei gedacht haben und ob das Spiel überhaupt noch weitergeht.
Technisch gibt es hingegen wenig zu meckern. Die wunderschön gruseligen, modrigen und dunklen Gänge sehen einfach klasse aus. Die Texturen bewegen sich auf gehobenem Mittelmaß und all dies vermittelt unterstützt durch die vorbildlichen Kamerafahrten den Eindruck, selbst im Himuro-Anwesen gefangen zu sein. Zudem ist Miku erstklassig animiert und wird von einem ebenso gut gelungenen Echtzeitschatten begleitet. Auch die Soundkulisse kann sich hören lassen. Ob das Pochen des Herzens, welches von der Vibration des Pads unterstützt wird, das Klirren von Fenstern oder das Krächzen der sich öffnenden Türen, all dies hört sich beängstigend echt an.
Zur Gruselatmosphäre tragen schließlich auch die zahlreichen Visionen von Miku als Reaktion auf bestimmte Gegenstände oder Orte bei. Diese flimmern in rauschenden Schwarzweiß-Bildern über den heimischen Bildschirm und decken Stück für Stück das Geheimnis von Project Zero auf.

Fazit
Project Zero setzt in Sachen Atmosphäre neue Massstäbe, welche vorallem durch den genialen Sound erzeugt wird. Wirklich negatives gibt es nicht mehr nachdem man sich mir der Steuerung auseinander gesetzt hat.
Project Zero ist jedem zu empfehlen der sich gerne richtig gruselt!
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