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Dark Messiah of Might and Magic: Elements

» Autor: Amir-Oliver Tabba
» Datum: 05.03.2008
» Gesamtwertung:
/5
3/5: Unterhaltsam
mit diversen Glanzpunkten.
Wie wir bewerten
Durchschnittlicher Ego-Shooter mit kleineren RPG-Elementen und Technikproblemen.

Es war einmal …
Früher stand die Might and Magic-Reihe für klassische westliche Rollenspielkost, die über Jahre hinweg viele Fans gewinnen konnte. Doch mit Dark Messiah of Might and Magic: Elements
» Lasst den Ritter nicht zu nah an Sareth heran.
für die Xbox 360 betritt die Serie Neuland, handelt es sich doch beim aktuellen Ableger um einen waschechten First-Person-Shooter. Allerdings verpasste Ubisoft dem im Mittelalter angesiedelten Game ein paar kleinere RPG-Elemente. Bevor der Spieler als Sareth gegen das Böse loszieht und unzählige Feinde vernichtet, gilt es zuerst, sich für eine von vier Klassen – Krieger, Dieb, Magier oder Bogenschütze - zu entscheiden.

Die Wahl des Charakters hat durchaus Einfluss auf den weiteren Spielverlauf, kann doch nur der Magier seinen Kontrahenten mächtige Feuerzauber entgegenschleudern, während der Krieger seine Robustheit im Nahkampf beweist. Zudem verfügt jede Profession über individuelle Fertigkeiten, die beim automatischen Stufenaufstieg erlernt werden. Leider entpuppt sich die angedeutete spielerische Freiheit als lineares Machwerk, bei der das Kämpfen absolut im Vordergrund steht. Das ist sehr schade, denn das PC-Original ließ dem Zocker bei der Charakterentwicklung freie Hand. Warum Ubisoft für die Konsolenversion eine Beschränkung einführte, bleibt wohl für immer ein Firmengeheimnis. Ebenso wie die starken Schnitte, die Fans von Uncut-Spielen missfallen dürften.

Action-geladenes Mittelalter
Die Schlachten im neuesten Ableger der Might and Magic-Reihe laufen Genre-typisch ab. So nimmt der Spieler Gegner mittels des Fadenkreuzes ins Visier und beschießt diese mit
» Untote vertragen keine Magie.
Zaubern oder schlägt mit dem Schwert zu. Zur Freude der langjährigen Serien-Fans laufen die Kämpfe jedoch gemächlich ab. Zudem offeriert das Game mehrere Schwierigkeitsgrade, um Neulinge wie auch Profis zufrieden zu stellen. Geduldige Naturen können an Gegner auch langsam herangehen und diese z.B. von Klippen stoßen, wodurch sie ein Kräfte zerrendes Duell vermeiden. Ansonsten wandert Sareth durch die düstere Fantasy-Welt, öffnet Türen mittels diverser Schalter, sammelt massig Gegenstände und bekämpft unzählige Gegner – z.B. Ritter oder Orks. Mehrspielerfans können sich per Xbox Live auch bei Deathmatches austoben und der kurzweiligen Action frönen. Trotzdem bleibt der Multiplayermodus nur ein nettes Beiwerk, der nicht längerfristig motiviert.

Der Half Life 2-Engine, die in Dark Messiah zum Einsatz kommt, merkt man ihr Alter deutlich an. Zwar sehen die Umgebungen recht ansehnlich aus und warten mit kleineren Details auf, doch trüben regelmäßige Einbrüche der Framerate sowie Clipping-Fehler das Bild. Fans epischer Soundtracks sehen bei diesem Spiel ebenfalls in die Röhre, denn während der Erkundungstouren wird keinerlei Musikuntermalung angeboten. Dafür wissen die Synchronsprecher sowie Klangeffekte durchaus zu überzeugen.
Pro
Mehrere Schwierigkeitsgrade
Gute Klangeffekte
Vier Charakterklassen zur Auswahl
Actionreiche Kämpfe
Contra
Unkonstante Framerate
Clipping-Fehler
Strikt linear
Mittelmäßiger Onlinemodus
Stark geschnitten
Fazit
Dark Messiah of Might and Magic: Elements ist ein durchschnittlicher Ego-Shooter im RPG-Gewand. Im ersten Augenblick offeriert das Spiel zwar eine gewisse spielerische Freiheit, doch entpuppt es sich beim zweiten Hinsehen als strikt linear. So erlernt der Held automatisch beim Stufenaufstieg neue Fertigkeiten, anstatt in der Tradition der alten Might and Magic-Teile selber die Entscheidung zu treffen. Dafür bietet das Spiel schnörkellose Action, schließlich muss Sareth diverse Schauplätze erkundschaften, die mit unzähligen Gegnern vollgestopft sind. So nimmt man Orks mittels des Fadenkreuzes ins Visier und feuert Pfeile auf sie ab oder schlägt mit Nahkampfwaffen zu. Der Multiplayermodus bietet leider auch nur die klassischen Deathmatches und kommt über ein nettes Beiwerk nicht hinaus. Grafisch ist Dark Messiah zwar ansehnlich gelungen, leidet allerdings unter einer unkonstanten Framerate sowie Clipping-Fehlern. Interessierte sollten das Game in jedem Fall probespielen, jedoch finden Ego Shooter-Fans zahlreiche bessere Alternativen für die Xbox 360, die mehr als nur Mittelmaß offerieren.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
   Ego-Shooter
Publisher
Ubisoft
Entwickler
Arkane Studios
Website
darkmessiahgame...
Release
15. Februar 2008
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User-Bewertung
52
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