Durchschnittlicher Ego-Shooter mit kleineren RPG-Elementen und Technikproblemen.
Es war einmal … Früher stand die
Might and Magic-Reihe für klassische westliche Rollenspielkost, die über Jahre hinweg viele Fans gewinnen konnte. Doch mit
Dark Messiah of Might and Magic: Elements » Lasst den Ritter nicht zu nah an Sareth heran. |
für die Xbox 360 betritt die Serie Neuland, handelt es sich doch beim aktuellen Ableger um einen
waschechten First-Person-Shooter. Allerdings verpasste
Ubisoft dem im Mittelalter angesiedelten Game ein paar kleinere RPG-Elemente. Bevor der Spieler als
Sareth gegen das Böse loszieht und unzählige Feinde vernichtet, gilt es zuerst, sich für eine von
vier Klassen – Krieger, Dieb, Magier oder Bogenschütze - zu entscheiden.
Die Wahl des Charakters hat durchaus Einfluss auf den weiteren Spielverlauf, kann doch nur der Magier seinen Kontrahenten mächtige Feuerzauber entgegenschleudern, während der Krieger seine Robustheit im Nahkampf beweist. Zudem verfügt jede Profession über
individuelle Fertigkeiten, die beim automatischen Stufenaufstieg erlernt werden. Leider entpuppt sich die angedeutete spielerische Freiheit als
lineares Machwerk, bei der das Kämpfen absolut im Vordergrund steht. Das ist sehr schade, denn das PC-Original ließ dem Zocker bei der Charakterentwicklung freie Hand. Warum
Ubisoft für die Konsolenversion eine Beschränkung einführte, bleibt wohl für immer ein Firmengeheimnis. Ebenso wie die starken Schnitte, die Fans von Uncut-Spielen missfallen dürften.
Action-geladenes Mittelalter Die Schlachten im neuesten Ableger der
Might and Magic-Reihe laufen Genre-typisch ab. So nimmt der Spieler Gegner mittels des Fadenkreuzes ins Visier und beschießt diese mit
» Untote vertragen keine Magie. |
Zaubern oder schlägt mit dem Schwert zu. Zur Freude der langjährigen Serien-Fans
laufen die Kämpfe jedoch gemächlich ab. Zudem offeriert das Game
mehrere Schwierigkeitsgrade, um Neulinge wie auch Profis zufrieden zu stellen. Geduldige Naturen können an Gegner auch langsam herangehen und diese z.B. von Klippen stoßen, wodurch sie ein Kräfte zerrendes Duell vermeiden. Ansonsten wandert
Sareth durch die düstere Fantasy-Welt, öffnet Türen mittels diverser Schalter, sammelt massig Gegenstände und bekämpft unzählige Gegner – z.B. Ritter oder Orks. Mehrspielerfans können sich per Xbox Live auch bei Deathmatches austoben und der kurzweiligen Action frönen. Trotzdem bleibt der
Multiplayermodus nur ein nettes Beiwerk, der nicht längerfristig motiviert.
Der
Half Life 2-Engine, die in
Dark Messiah zum Einsatz kommt, merkt man ihr Alter deutlich an. Zwar sehen die Umgebungen recht ansehnlich aus und warten mit kleineren Details auf, doch trüben regelmäßige
Einbrüche der Framerate sowie
Clipping-Fehler das Bild. Fans epischer Soundtracks sehen bei diesem Spiel ebenfalls in die Röhre, denn während der Erkundungstouren wird keinerlei Musikuntermalung angeboten. Dafür wissen die Synchronsprecher sowie Klangeffekte durchaus zu überzeugen.