Auf Mehrspieler-Duelle optimierte, schräge Minispiel-Sammlung.
Sie sind wieder da ...... und sie wollen keine Karotten! So ähnlich lautet ein Werbetext zum zweiten Teil von
Rayman Raving Rabbids, welches nun für die Nintendo Wii erschienen ist. Hier fallen die bekloppten Hasen auf der Erde
» Diese Hasen sind total durchgeknallt! |
ein und sorgen in aller Herren Länder für heilloses Chaos. Im Gegensatz zum Vorgänger bietet das Spiel allerdings keinen richtigen Story-Modus sondern konzentriert sich ganz auf die Stärken eines Partyspiels:
die Minispiele. Insgesamt gibt es
50 Stück dieser vor allem auf der Wii beliebten Form der kurzweiligen Beschäftigung, aufgeteilt in fünf Reisen in die unterschiedlichsten Orte der Welt. Südamerika, USA, Europa, Asien und ein geheimer Trip stehen zur Auswahl.
Jedes Land bietet neun individuelle Minispiele, die man
entweder alleine oder mit bis zu drei Mitspielern bestreiten kann. Sieger ist, wer nach x Wettbewerben die meisten Punkte erhaschen konnte. Einmal bestrittene Games dürfen anschließend im Reisen-Editor beliebig zu einem neuen Ausflug zusammengesetzt werden. Wer will kann also seine ganz individuellen Wettbewerbe mit beliebig vielen Spielen aller fünf Welten basteln. Im Vergleich zum Vorgänger ist das Freispielen der einzelnen Mini-Games also sehr einfach geraten und kann auch im Mehrspieler-Modus erfolgen – eine ganz klare Verbesserung, musste man die Spiele zuvor doch mühevoll im Solo-Modus entsperren.
Schräge Mini-GamesGetreu dem Motto alte Stärken beizubehalten und Schwächen auszumerzen präsentieren sich auch die Mini-Games. Hier hat man sich bei Ubisoft einiges einfallen lassen, um auch Kennern des Vorgängers viel
» Rocken mit den Rabbids. |
neues zu bieten. Die Spiele sind abermals alle
leicht zu erlernen, extrem witzig inszeniert, aber teils schwer zu meistern. Somit sind sowohl ein schneller Einstieg aber auch viel Verbesserungs-Potenzial gewährleistet. Um die Spiele zu bedienen kommen sowohl die Bewegungssensoren als auch die Buttons und der Analog-Stick der Wiimote und des Nunchuck zum Einsatz, so dass die Minispiele in ihrem Handling recht unterschiedlich ausfallen. Eines haben sie aber alle gemeinsam:
Die Steuerung funktioniert reibungslos.
Abwechslung wird somit groß geschrieben. Einige Spiele erfordern das wilde Schütteln der Wiimote, während andere präzises oder gut getimtes Vorgehen mit dem Analog-Stick für einen Sieg voraussetzen. Kombinationen aus beiden sind ebenso enthalten. Außerdem werden Rhythmusgefühl, Geschicklichkeit, das Austricksen der Gegner oder einfach nur Ausdauer vom Spieler gefordert. Schade, dass es wieder einmal
keinen Online-Modus gibt – lediglich Highscores können hochgeladen werden.
Punktsieg durch schrägen StilWo das Programm spielerisch überzeugt, wissen Grafik und Sound vor allem durch ihren
schrägen Stil zu überzeugen. Angefangen bei den schrägen Menüs über die urkomischen Einleitungs-Videos der einzelnen Spiele,
den genial animierten Hasen, deren lustigen Soundsamples bis hin zur stets wunderbar passenden Hintergrundmusik gibt es nichts zu beanstanden. Auch wenn sich der Titel technisch eigentlich nur auf solidem PS2-Niveau befindet. Natürlich hat man es sich auch nicht nehmen lassen, bekannte Ubisoft-Franchises zu veräppeln. So begegnet man im Spiel unter anderem Hasen, die wie
Altair aus
Assassin's Creed oder
Cpt. Mitchel aus
Tom Clancy's Ghost Recon: Advanced Warfighter gekleidet sind.
Auch die Extras-Sektion kann sich sehen lassen. Hier darf der eigene Charakter den individuellen Vorlieben angepasst werden. Kopf, Körper und Unterteil können aus etliche freispielbaren Teilen zusammengebastelt werden, um seinen ganz persönlichen Lieblingshasen zu kreieren. Darüber hinaus warten im Extras-Bereich noch fünf Spielautomaten auf willige Zocker, welche die
Lightun-Shooter-Einlagen aus dem Vorgänger fortführen. Als Hintergründe wurden hier dieses Mal keine dreidimensionalen Levels gewählt, sondern Filmmaterial von bekannten Orten der Welt, vor denen 3D-Hasen herumrennen. Leider kämpfen diese Abschnitte aber mit Framerateproblemen.