Spiel, Satz, jedoch kein Sieg für den dritten 2K-Tennistitel.
Grabenkampf am Centre Court 2K Sports hat mit der Top Spin-Reihe bislang einen erfolgreichen Eindruck auf der Xbox 360 hinterlassen und Teil 3 verspricht jetzt noch mehr Realismus, Ballgefühl und Tennisspaß. Mit von
» Hoher Wiedererkennungswert bei Spielern. |
der Partie sind wieder eine
nette Anzahl von lizenzierten Spielern, angefangen bei Maria Sharapova über Roger Federer bis hin zum Tennis-Urgestein wie Björn Borg, Monica Seles und Bum Bum Boris Becker. Xbox 360-Besitzer müssen jedoch auf Rafael Nadal verzichet, der nur PS3-exklusiv aufschlägt.
Top Spin 3 bietet natürlich die üblichen Trainings-, Solo- und Mehrspielermodi, dennoch stellt abermals die Karriere das Herzstück dar.
Man darf sich einen Charakter kreieren und mit
allen erdenklichen Accessoires von namhaften Sportmarken ausstatten. Doch zuerst will einmal Geld für die Luxusartikel verdient sein, denn die eigene Karriere beginnt ganz unten. Erst nach Siegen in etliche Turnieren darf zur Weltspitze aufgeschlossen werden, um einmal gegen die wirklich großen Tennisstars antreten zu dürfen. Besonders gelungen sind hierbei die verschiedenen Arenen, die in teils recht
exotischen Locations wie z.B. Dubai auf der ganzen Welt verstreut liegen. Spielerisch hat sich
Top Spin 3 allerdings gewaschen: Eine
herbe Lernkurve, die mehrfach einen ausführlichen Blick in die Spielanleitung notwendig macht, da das Tutorial die Hälfte der Steuerung verschweigt sowie ein
beinharter Schwierigkeitsgrad bereiten dem angehenden Tennis Crack ernsthafte Kopfschmerzen.
Technisch hui, spielerisch aber antiquiert Grafisch sieht
Top Spin 3 dafür herrlich aus: Die
Schauplätze sind sensationell detailliert ausgefallen, die Gesichtszüge und auch die
Spielweise der Weltstars erkennt man auf den ersten Blick - einzig die langen Ladezeiten
» Eindrucksvolle Locations rund um den Globus. |
trüben das gute technische Gesamtbild. Ein schwerer Kritikpunkt ist auch die auf Nicht-HDTVs unglaublich schwer lesbare Schrift. Spielerisch gehört der
2K Sports-Titel sicherlich zu den realistischeren Tennistiteln, was jedoch auch seinen Preis hat: Nicht nur dass die Steuerung schwer kontrollierbar ausfällt, man muss auch ständig 110%ig richtig zum Ball stehen, um keine Eigenfehler zu machen.
Die
sehr langsame Spielgeschwindigkeit tut ihr übriges hinzu: Oftmals kommt das Gefühl auf, dass die eigenen Beine sehr teigig und einfach keine schnellen/flüssigen Spielzüge möglich sind. Zwar wird man im Laufe der langen Karriere immer erfahrener (und kann Erfahrungspunkte vergeben, um die Eigenschaften des eigenen Cracks zu verbessern), doch nimmt dies sehr viel Zeit in Anspruch. Auch die möglichen Risikoschläge sind so eine Sache, entweder es klappt toll und der Gegner kriegt die Filzbälle nur so um die Ohren gedroschen oder man macht einen Fehler - es gibt fast keine Abstufung im Gameplay. Highlights sind dafür die Doppelmatches und der vorbildliche Online-Modus, der kaum Wünsche offen lässt.