Toll gelungene Konsolenportierung des PC-Aufbaustrategieklassikers mit hohem Suchtfaktor.
Auf zur Weltherrschaft Auf Konsolen fristen Strategiespiele im Angesicht von Action-Krachern wie
GTA IV oder
Gears of War nur ein Schattendasein. Dies liegt vor allem daran, dass die meisten Spiele dieser Art viel zu komplex und umfangreich anmuten sowie oftmals
» Reiter sind schnelle sowie nützliche Einheiten. |
nur schlecht an das jeweilige System angepasst werden. Doch
Firaxis – bekannt durch
Pirates! – will diese Situation endgültig ändern und schickt mit
Sid Meier’s Civilization Revolution einen Ableger seiner ruhmreichen PC-Strategiereihe ins Rennen. Seit jeher steht die
Civilization-Serie für toll ausbalancierte Aufbaustrategiekost, in der es seine Nation vom Anbeginn der Menschheit bis ins Weltraumzeitalter an die Macht zu führen gilt. Dabei lassen die Entwickler rund um Spieldesignerlegende
Sid Meier dem Zocker völlig freie Hand. Alle Mittel wie Diplomatie, Forschung, Wirtschaft oder Militär stehen in dem eigens für Konsolen optimierten, rundenbasierten Strategiespiel zur Verfügung.
Die
Steuerung per Gamepad gestaltet sich für Anfänger sowie Kenner des PC-Originals
äußerst intuitiv. Zwar wurde jeder Knopf auf dem Eingabegerät belegt, doch benötigt es nur wenige Tasten für den Aufbau einer Weltmacht. Außerdem ist die Funktion eines jeden Knopfes für die jeweilige Situation sofort am Bildschirm ersichtlich. Selbst bei riesigen Nationen fällt das Wechseln zwischen und Städten sowie Einheiten kinderleicht aus.
Bauen, forschen und erobern Zur Auswahl stehen
sechszehn verschiedene Nationen, wie die Amerikaner, Ägypter, Franzosen, Inder oder Spanier, die alle über
spezielle Stärken verfügen - so erhalten z.B. die Militäreinheiten der deutschen Nation zu Spielbeginn gleich den
» Es gilt stets den Einflussbereich zu vergrößern. |
Veteranenstatus. Am Spielprinzip hat sich seit dem ersten Teil eigentlich nichts verändert. Noch immer gilt es mit einer Siedler-Einheit seine erste Stadt zu gründen und durch geschicktes Management eine riesige Nation zu erschaffen, die sich gegen zahlreiche Völker behaupten muss. So ist es möglich nebenbei wichtige Technologien – z.B. Schrift, Religion, Navigation oder Elektrizität – zu erforschen, wodurch mit der Zeit neue Einheiten, Gebäude oder Weltwunder zur Verfügung stehen.
Das Ausbauen der Orte mit Kornspeichern, Bibliotheken, Kasernen, Stadtmauern oder Fabriken erhöht die Produktivität der eigenen Nation. Damit dieser Fortschritt nicht in feindliche Hände gerät gilt es militärische Einheiten in den Städten zu stationieren, um diese vor kriegerischen Akten zu schützen. Wie man letztendlich die Partie für sich entscheidet, liegt am eigenen Spielstil. So ist es möglich durch
Eroberung der gegnerischen Hauptstädte sowie durch
Wirtschafts-,
Technologie- oder
Kultursieg als Gewinner hervorzugehen.
Achtung, Suchtgefahr! Das
Spielkonzept macht genauso süchtig wie einst das Original, was neben dem simplen Zugang und dennoch vorhandenen Spieltiefe als auch an den vier wählbaren Schwierigkeitsstufen liegt. Dadurch haben sowohl Anfänger wie auch
» Ein Kampf auf Leben und Tod. |
Profis gleichermaßen Spaß am Erschaffen ihres Weltreiches. Im Vergleich zu den PC-Versionen fallen die Karten in
Civilization Revolution jedoch deutlich kleiner aus, weshalb nur vier Völker an einer Partie teilnehmen. Dadurch dauern die meisten Duelle im Einzel- und Mehrspielermodus im Durchschnitt
zwei bis drei Stunden. Kenner der Reihe mag das Entfallen langwieriger Partien und das leicht entschlackte Spielsystem stören, doch waren die Streichungen für die Anpassung auf die Xbox 360 bitter nötig. Vor allem der Mehrspielermodus, welcher neben dem normalen Spiel mit bis zu vier Freunden auch
Ranglistenspiele offeriert, profitiert von dieser Veränderung. Der Einzelspielermodus zeigt sich durch das
Fehlen einer richtigen Kampagne etwas mager, dennoch sollten die speziellen Szenarios für viele Stunden an den Bildschirm fesseln.
Die Präsentation des Titels fällt für Xbox 360-Verhältnisse leicht überdurchschnittlich aus. Die 3D-Figuren wurden nett sowie amüsant animiert und das Game läuft meistens sehr flüssig. Ähnlich
zweckmäßig wirken die Hintergrundmusik sowie soliden Klangeffekte, welche gut zum Konzept passen, ohne besonders ins Ohr zu gehen oder einen echten Wiedererkennungswert zu bieten.