Magerer dritter Teil einer bisher witzigen Actionreihe.
Crypto in den Siebzigern Crypto ist zurück und wieder einmal auf der Jagd nach unbescholtenen Menschen. Dieses Mal geht er im Auftrag seines Herrn und Meisters
Pox in den 70ern auf die Erdlinge los, um die
außerirdische Fast Food-Kette Big Willy's mit frischen Ressourcen zu versorgen. Dazu erledigt man allerlei simple Missionen, welche in bester GTA-Manier in einer frei begehbaren Stadt an bestimmten Punkten angenommen werden können. Von Transport-, über Beschütz- bis hin zu Stealth- und reinen Ballermissionen ist hier alles vorhanden. Dies sorgt für gesunde Abwechslung im Spielverlauf, auch wenn die
Missionen an sich wenig originell ausgefallen sind.
Die Action läuft aus der Third-Person-Perspektive ab. Man steuert sein vituelles Alter Ego in Form des Außerirdischen
Crypto durch die Stadt und nimmt Menschen mit allerlei ausgefallenen Waffen wie Analsonden oder Strahlengewehren unter Beschuss. Getötete Menschen hinterlassen dabei
DNA, welches zur Verbesserung des Waffenarsenals eingesetzt werden kann. Die meiste Zeit ist man zu Fuß unterwegs. Manchmal nimmt man allerdings auch hinter dem Steuer eines überdimensionalen Roboter-Maskottchens (Big Willy) oder eines UFOs Platz, um noch mehr Chaos anzurichten – spaßig.
Hässlich, abgenutzt und fummeligBei der Bedienung greift das Spiel auf eine typisch
aufgesetzt wirkende Wiimote-Steuerung zurück. Dies ist weder besonders präzise noch komfortabel. Lediglich beim Herumschleudern von Objekten und
» Das UFO räumt mit den Panzern auf. |
Menschen per PSI-Kräften kommt (wenn es denn richtig klappt) so etwas wie ein gutes Spielgefühl auf, da es sich interaktiver als mit einem normalen Controller anfühlt. Ansonsten war die Pad-Steuerung der Vorgänger einfach angenehmer.
Technisch ist
Destroy All Humans: Big Willy entfesselt leider
auf unterstem Niveau: Miese Texturen, kaum vorhandene Details, schwache Effekte und billigste Zwischensequenzen sind hier die Regel. Etwas besser hingegen der immerhin noch durchschnittliche Sound inklusive solider deutscher Sprachausgabe. Diese transportiert sicher den
soliden schwarzen Humor, für den die Serie bekannt ist – auch wenn sich langsam Abnutzungserscheinungen bemerkbar machen. Der Umfang des Story-Modus beträgt rund
sechs bis zehn Stunden – je nachdem wie ausgiebig man sich mit Nebenmissionen beschäftigt. Darüber hinaus gibt es noch zwei Mehrspieler-Missionen die entweder mit- oder gegeneinander gespielt werden können. Mager.