Solider Offroad-Racer mit riesigem Umfang, jedoch einer katastrophalen Kollisionsabfrage.
Ab in den Matsch Mit einigen Monaten Verspätung hat
Sonys neuestes Offroad-Rennspiel endlich den Sprung über den großen Teich geschafft.
ATV Offroad Fury 4 bietet dem Spieler aber nicht nur die
namensgebenden
All Terrain Vehicles, sondern auch
Gelände-Buggies,
MX-Bikes und
Trophy Trucks. Diese Fahrzeuge lassen sich alle in der Werkstatt sowohl optisch als auch leistungsmäßig tunen. Damit zieht
Sonys Rennspiel endlich mit
THQs MX vs. ATV-Reihe gleich, die schon länger auf einen großen Fuhrpark und Umfang setzt.
Kernstück des Spiels stellt der
Story-Modus dar, in dem man wahlweise eine Mann oder Frau durch eine belanglose Geschichte begleitet und an die Spitze des Motorsports führt. Dabei gilt es allerlei RallyeCross-, SuperCross- und National-Veranstaltungen zu bestreiten. Natürlich stehen auch
Freestyle-Wettbewerbe zur Auswahl, wobei man hier aus einem reichhaltigen Trick-Repertoire schöpfen kann. Je spektakulärer die Tricks desto mehr Sponsorengelder winken, welche in neue Fahrzeugteile oder Gefährte investiert werden. An Umfang mangelt es dem Spiel also wahrlich nicht, dennoch spendierten die Entwickler dem Game einen einfach zu beherrschenden
Strecken-Editor. Fans ausgiebiger Mehrspielerpartien können sich in Splitscreen-Duellen austoben, ein Online-Modus wurde dem Spiel jedoch nicht spendiert.
Eine holprige Angelegenheit Dank der einfachen Steuerung und einem soliden Trainings-Modus kommen auch Anfänger schnell ins Spiel und erzielen recht bald erste Erfolge. Die Fahrphysik der Gefährte hinterlässt einen
» Die Bikes wirbeln ordentlich Staub auf. |
guten Eindruck, sieht man von dem leichten Ausbrechen in den Kurven ab. Wer zu rasant in die Biegungen schlittert, verliert leicht die Kontrolle über sein Fahrzeug und landet abseits der Rennstrecke. Andererseits belohnt das Spiel coole Drifts und Sprünge mit vielen Punkten, welche die Sponsoren beeindrucken.
Fragwürdig fällt die
Kollisionsabfrage aus. Schon bei kleinsten Berührungen mit Konkurrenten oder Streckenbegrenzungen meint das Game, dass das Gefährt von der Piste abgekommen sei. Diese Überempfindlichkeit bremst den Spielspaß leider merklich aus, vor allem, da die Kontrahenten einen sofort überholen – kein Wunder bei einer
Gummiband-KI.
Technisch gibt sich der Offroad-Racer keine echte Blöße. Eine stabile Framerate und detaillierte Fahrzeugmodelle zieren das Bild. Dennoch wirken die Strecken mitsamt ihren Umgebungen trist, vernimmt das Auge doch stets nur verschiedenste Braun-Töne. Die Motorengeräusche hinterlassen ein kräftigen Eindruck, auffälliger ist jedoch der
rockige Soundtrack. Dieser passt gut zum Geschehen, allerdings hätten ein paar Tracks aus dem Metal-Bereich sicherlich nicht geschadet.