Solider 3D-Shooter mit 360°-Action, aber geringem Umfang.Obwohl die Blütezeit der Arcade-Action-Spiele längst vorbei ist und immer komplexere und realistischere Action-Spiele den Markt dominieren, gibt es nach wie vor Entwickler, die sich zu den Wurzeln des Genres bekennen. So auch die Mannen von Playlogic, die mit
Xyanide waschechte, gepflegte Arcade-Action auf die PSP bringen wollen. Ob ihnen dieses Unterfangen geglückt ist, steht wie immer im passenden
Master-Review.
Jagd auf die HexeUnendliche Weiten, ein einsamer Streiter für die Gerechtigkeit mit einem schwer bewaffneten Weltraum-Jäger und zahllose Feinde zum Abballern. Das ist der Stoff, aus dem ein echter Arcade-Shooter besteht.
Xyanide für die PSP
» Heiße Action in den Tiefen des Alls. |
macht hier keine Ausnahme, verfrachtet den Spieler ans Steuer eines
interstellaren Kampf-Jets und schickt ihn aus, einer
bösen Weltraumhexe den Garaus zu machen. Dazu stehen dem Spieler verschiedene Waffen zur Verfügung, die er vor jeder Mission ganz nach seinem Gutdünken in vier Slots an sein Schiff montieren darf. Etwas mehr Auswahl bei der Bewaffnung hätte allerdings nicht geschadet.
Das Kriegswerkzeug unterscheiden sich hierbei in punkto Feuergeschwindigkeit, Schaden und Streuradius. Anfangs stehen einem auf Grund begrenzter Credits natürlich nicht alle Ballermänner offen, so dass man sich zunähst durch das erfolgreiche Absolvieren einiger Missionen
bessere Waffen verdienen muss. Doch nicht nur bei der Bewaffnung ist die Entscheidungskraft des Spielers gefragt. Auch die Kampagne bietet ähnlich wie im Shooter'em Up-Klassiker
G.Darius einen verzweigten Story-Modus, bei dem man nach einer erfolgreichen Mission aus zwei nachfolgenden wählen darf. Je nachdem, welche Missionen man nimmt, wird der Titel leichter oder schwerer. Im Verbund mit
vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden ist somit zum Einen ein hoher Wiederspielwert gegeben und zum anderen werden Spieler aller Skill-Fraktionen bedient.
360°-Deep-Space-ActionDie Kämpfe an sich zeigen sich nicht etwa in einer klassischen Seiten- oder Obendrauf-Sicht sondern erinnern stark an
Panzer Dragoon Orta. So sieht man sein Schiff von hinten und muss Feinde im 360-Grad-Radius
» Man darf sein Schiff individuell ausrüsten. |
abballern, während man mit
Seitswärtsmanövern gegnerischen Geschossen ausweicht. Bei der Orientierung hilft hier ein Radar. Kassiert man dennoch Treffer, gehen diese zunächst auf den Schutzschild, bevor man das Zeitliche segnet. Der Schild kann außerdem durch sogenannte
Xyanide, welche gleichtzeitig die Geldreserven des Spielers aufstocken, wieder aufgefrischt werden. Endet der Spieler dennoch als Weltraumschrott, darf man das Spiel solange an der gleichen Stelle fortsetzen, wie man noch
Leben in Reserve hat. Natürlich wartet am Ende jeden Kapitels ein großer Endboss, der besonders hartnäckig ist.
Technisch bietet der Titel
solide Kost. Die Grafik bedient sich einer simplen aber effektiven Methode. Statt Hintergründe in Echtzeit zu berechnen werden einfach vorgerenderte Filme abgespielt. Leider ist die Auflösung der Videos nicht ganz zufriedenstellend, was einen etwas faden Nachgeschmack hinterlässt. Die Polygon-Modelle der Feinde und des eigenen Schiffes dürfen als durchschnittlich bezeichnet werden, während die Effekte überzeugen. Musikalisch offeriert der Titel
Elektro-Sounds, welche gut zum Sci-Fi-Setting passen.