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Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer

» Autor: Amir-Oliver Tabba
» Datum: 21.08.2007
» Gesamtwertung:
/5
2/5: Für Fans des Genres
bietet nichts Besonderes.
Wie wir bewerten
Dürftiges Lizenzspiel mit solidem Leveldesign aber unpräziser Steuerung.

Seit einigen Jahren stehen Comic-Verfilmungen hoch im Kurs der Kinobesucher und Filmproduzenten. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Hollywood erneut die Fantastic Four aus dem Hause Marvel ins Rennen schickt, um den Lichtspielhäusern hohe Besucherzahlen zu bescheren und die eigenen Taschen zu füllen. Ebenso wenig überraschen die Lizenzspiele für die aktuellen Systeme zum neuesten Kinofilm der vier Superhelden. Wie sich die DS-Umsetzung von Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer spielt, soll ein ausführliches Master-Review klären.

Das Ende der Welt
Im neuesten Superhelden-Epos droht der Welt durch den Silver Surfer und dem zurückgekehrten Dr. Doom der Untergang. Wie zu erwarten wollen die Fantastic Four dies nicht
» In den Shootern-Missionen bedarf es voller Konzentration.
zulassen und stellen sich ihren Feinden todesmutig entgegen. In den ersten fünf Levels des Spiels, die einem Tutorial gleichen, wird die Steuerung aller Charaktere genau erklärt.

Mittels der B-Taste können die Helden über Abgründe springen, während Y zum Ausführen von Schlägen dient. Selbstverständlich lassen sich beide Kommandos zu einem Sprungangriff kombinieren, wodurch unliebsam platzierte Feinde keine große Gefahr mehr darstellen sollten. Betätigt man mehrmals hintereinander den Y-Knopf vollführt der jeweilige Superheld eine Comboattacke, die dem Gegner größeren Schaden zufügt. Per X-Taste können im Spiel diverse Hebel umgelegt werden, um Plattformen zu aktivieren und gefährliche Hindernisse auszuschalten. Im Verlauf der Jump’n’Run-Levels lassen sich zudem verschiedene Kristalle und Extras entdecken, welche helfen, die Lebensenergie wieder aufzufüllen oder für mehrere Sekunden Unverwundbarkeit zu erlangen. Leider trübt die ungenaue Steuerung den Spielspaß enorm und macht selbst die leichtesten Passagen oftmals zu einem schier unlösbaren Problem.

Ein Feuerwerk der speziellen Art
Um dem Game mehr Abwechselung zu verleihen wurden Shooter-Missionen eingebaut. In diesen müssen sich die Menschliche Fackel oder das Raumschiff der Helden
» Bossgegnern wird per Stylus das Fürchten gelehrt.
unzähligen Flugobjekten und Geschossen zur Wehr setzen. Diese Levels sind solide designt und lockern das Spielgeschehen ein wenig auf. Am Ende jedes Story-Abschnittes stehen die Fantastic Four gemeinsam einem Bossgegner gegenüber. In diesen Missionen werden per Stylus Geschosse angetippt und Kreise gezogen, um die Angriffe des Gegners abzuwehren und zurück zu schleudern. Leider erkennt der Nintendo DS die Eingaben des Stylus nicht immer genau, weshalb diese Abschnitte zumeist erst nach mehreren Anläufen gelingen. Dies hat einigen Frust zur Folge, der den Spielspaß merklich trübt. Darüber täuschen auch die frei spielbaren Extras nicht hinweg.

Grafisch befindet sich das Lizenzspiel nur auf GBA-Niveau. Die Figuren sind in den Plattform-Levels etwas zu klein geraten, dennoch erkennt man die charakteristischen Bewegungen und Animationen der Kinohelden wieder. Dafür läuft das Geschehen auf den Bildschirmen zu jedem Zeitpunkt völlig flüssig und wartet mit netten Explosionen auf. Die Klangeffekte hinterlassen zwar einen ordentlichen Eindruck, dafür weiß der unscheinbare, aber leicht bedrohlich klingende Soundtrack nie richtig zu überzeugen.
Pro
Solides Leveldesign
Freischaltbare Extras
Contra
Fade Musik
Ungenaue Steuerung
Mäßige Grafik
Zu klein geratene Charaktere
Fazit
Es ist wirklich schade, dass 7 Studios das vorhandene Potential von Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer ungenützt ließ. Die Entwickler hatten wirklich gute Ideen, doch wurden diese nur halbherzig umgesetzt. Die Mischung aus Jump’n’Run, Shooter und Stylus-Reaktionstests wäre wirklich die ideale Unterhaltung für unterwegs, doch leider trübt die ungenaue Steuerung das Spielvergnügen. Aufgrund dieses großen Mankos verursachen selbst einfachste Sprünge großen Frust, der den Spaß im Nu verfliegen lässt. Daran ändern auch die soliden Shooter-Missionen und die freischaltbaren Extras nichts. Ferner enttäuscht das Superhelden-Epos technisch ein wenig, der Nintendo DS wird nicht im Geringsten ausgereizt. Außerdem sind die Figuren während der Plattform-Levels zu klein geraten, wodurch man sie auf den winzigen Bildschirmen leicht aus den Augen verliert oder Gegner übersieht. Ebenso weiß die Musikuntermalung nicht wirklich zu überzeugen. Zwar wirken die Melodien bedrohlich, also passend zum Szenario, ansonsten mangelt es ihnen aber an Abwechselung. Nur echte Fans der vier Marvel-Helden sollten bei diesem Spiel einen Blick riskieren, alle anderen investieren ihr Geld lieber woanders.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
Publisher
2K Games
Entwickler
Visual Concepts
Website
www.2kgames.com...
Release
27. Juli 2007
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User-Bewertung
52
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