Dürftiges Lizenzspiel mit solidem Leveldesign aber unpräziser Steuerung.Seit einigen Jahren stehen Comic-Verfilmungen hoch im Kurs der Kinobesucher und Filmproduzenten. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Hollywood erneut die
Fantastic Four aus dem Hause
Marvel ins Rennen schickt, um den Lichtspielhäusern hohe Besucherzahlen zu bescheren und die eigenen Taschen zu füllen. Ebenso wenig überraschen die Lizenzspiele für die aktuellen Systeme zum neuesten Kinofilm der vier Superhelden. Wie sich die DS-Umsetzung von
Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer spielt, soll ein ausführliches
Master-Review klären.
Das Ende der Welt Im neuesten Superhelden-Epos droht der Welt durch den
Silver Surfer und dem zurückgekehrten
Dr. Doom der Untergang. Wie zu erwarten wollen die
Fantastic Four dies nicht
» In den Shootern-Missionen bedarf es voller Konzentration. |
zulassen und stellen sich ihren Feinden todesmutig entgegen. In den ersten fünf Levels des Spiels, die einem
Tutorial gleichen, wird die Steuerung aller Charaktere genau erklärt.
Mittels der B-Taste können die Helden über Abgründe springen, während Y zum Ausführen von Schlägen dient. Selbstverständlich lassen sich beide Kommandos zu einem Sprungangriff kombinieren, wodurch unliebsam platzierte Feinde keine große Gefahr mehr darstellen sollten. Betätigt man mehrmals hintereinander den Y-Knopf vollführt der jeweilige Superheld eine
Comboattacke, die dem Gegner größeren Schaden zufügt. Per X-Taste können im Spiel diverse Hebel umgelegt werden, um Plattformen zu aktivieren und gefährliche Hindernisse auszuschalten. Im Verlauf der
Jump’n’Run-Levels lassen sich zudem verschiedene Kristalle und Extras entdecken, welche helfen, die Lebensenergie wieder aufzufüllen oder für mehrere Sekunden Unverwundbarkeit zu erlangen. Leider trübt die
ungenaue Steuerung den Spielspaß enorm und macht selbst die leichtesten Passagen oftmals zu einem schier unlösbaren Problem.
Ein Feuerwerk der speziellen Art Um dem Game mehr Abwechselung zu verleihen wurden
Shooter-Missionen eingebaut. In diesen müssen sich
die Menschliche Fackel oder das Raumschiff der Helden
» Bossgegnern wird per Stylus das Fürchten gelehrt. |
unzähligen Flugobjekten und Geschossen zur Wehr setzen. Diese Levels sind solide designt und lockern das Spielgeschehen ein wenig auf. Am Ende jedes Story-Abschnittes stehen die
Fantastic Four gemeinsam einem
Bossgegner gegenüber. In diesen Missionen werden per Stylus Geschosse angetippt und Kreise gezogen, um die Angriffe des Gegners abzuwehren und zurück zu schleudern. Leider erkennt der Nintendo DS die Eingaben des Stylus nicht immer genau, weshalb diese Abschnitte zumeist erst nach mehreren Anläufen gelingen. Dies hat einigen Frust zur Folge, der den Spielspaß merklich trübt. Darüber täuschen auch die frei spielbaren Extras nicht hinweg.
Grafisch befindet sich das Lizenzspiel nur auf
GBA-Niveau. Die Figuren sind in den Plattform-Levels etwas zu klein geraten, dennoch erkennt man die charakteristischen Bewegungen und Animationen der Kinohelden wieder. Dafür läuft das Geschehen auf den Bildschirmen zu jedem Zeitpunkt völlig flüssig und wartet mit netten Explosionen auf. Die Klangeffekte hinterlassen zwar einen ordentlichen Eindruck, dafür weiß der unscheinbare, aber leicht bedrohlich klingende Soundtrack nie richtig zu überzeugen.