Auch auf der PS2 bleiben die 2008er-Wrestler hinter ihren Vorgängern zurück.
This isn't ballet, you know?Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christkind, sondern auch ein neuer Teil der
Smackdown vs. RAW-Reihe von
THQ. Dieses Jahr ist ebenso keine Ausnahme und mit der 2008er-Version bekommt die PS2 ihren
» Mit dem Taker ist nicht gut Kirschen essen. |
nunmehr siebten
Smackdown-Titel spendiert. Erstmals seit Bestehen der
Smackdown-Reihe gibt sich auch das
ECW-Brand die Ehre.
Trotzdem ist das Roster kleiner ausgefallen als beim Vorgänger. Mit insgesamt ein wenig
über 50 spielbaren Charakteren – davon neun Legenden – dürfte trotzdem für jeden Wrestlingfan was dabei sein.
Wie jedes Jahr leidet aber auch das Roster der 2008er-Version an einer gewissen Unaktualität. So sind zum Beispiel die
ECW-Wrestler
Sabu und
Sandman mittlerweile nicht mehr für die
WWE tätig und auch das Tag Team
Cryme Tyme wurde gefeuert. Zudem fehlen einige aktuelle Stars wie z.B. die Ex-Tag Team Champions
Lance Cade und
Trevor Murdoch, obwohl sie im Vorgänger bereits mit von der Partie waren. Auch
die komplette Cruiserweight-Riege hat den Weg ins Spiel nicht mehr geschafft. Zusätzlich fielen die in der Xbox 360-Fassung integrierten Online Multiplayer-Modi auf der PS2 der Schere zum Opfer und so müssen sich Wrestling-Fanatiker
mit Offline-Duellen zufrieden geben. Dafür entschädigen die bereits gewohnt
umfangreichen Editoren, mit denen ihr eigene Wrestler, Einzüge, Teams und Titel personalisieren dürft.
ECW! ECW! ECW! Wie letztes Jahr wurde auch diesmal nur
eine einzige neue Matchart integriert – die hat es aber in sich. Das sogenannte
ECW Extreme Rules-Match präsentiert sich dabei als eine Art erweitertes Hardcore-Match. Alles ist erlaubt und im Gegensatz
» Auch das Posing kommt nicht zu kurz. |
zu anderen Matches kann man zum Beispiel Tische nicht nur zur Gewaltanwendung zweckentfremden, sondern auch noch anzünden!
Auch hat man nur in diesem Match die Möglichkeit, sich selbst eine Waffe auszusuchen, wenn man unter dem Ring nach Utensilien sucht. Beim normalen Hardcore-Match wird eine Waffe zufällig ausgewählt.
Die letztes Jahr eingeführte neue Steuerung wurde weitgehend übernommen und nur minimal abgeändert.
Neu sind allerdings die Kampfstile: Jeder Athlet hat zwei davon zur Auswahl, welche die Fähigkeiten, Moves und Spezialmanöver des Superstars festlegen. Aktionen, die beim Vorgänger noch jeder Wrestler ausführen konnte, sind jetzt auf einen bestimmten Kampfstil reduziert worden. So hat beispielsweise nur ein Wrestler mit ausgewähltem "Showman"-Kampfstil die Möglichkeit, den Finisher seines Gegners einsetzen, während nur ein "Dirty Player" illegale Aktionen anwenden kann. Dieses Konzept macht vor allem Multiplayer-Partien um einiges interessanter und taktischer, bringt jedoch den schmerzlichen Nachteil mit sich, dass jeder einzelne Kämpfer weniger Moves als beim Vorgänger zur Verfügung hat. Veteranen müssen sich also erst ein wenig umgewöhnen.
Be a Legend!Der
Karrieremodus wurde ebenfalls
vollständig überarbeitet. Unter dem Namen
WWE 24/7 findet man nun einen Mix aus dem alten Storymodus und dem Managermodus. Neu ist dabei, dass man zwischen den Shows
» Jetzt sollte der Ref besser wegschauen. |
an bestimmten Aktivitäten teilnehmen kann, um unter anderem das Ansehen bei den Fans zu steigern oder um sich zu erholen. Negative Erwähnung verdienen allerdings die
zahlreichen Logik-Bugs innerhalb der Storylines, welche sich oft sogar wiederholen. So schafft es dieser Modus auch nicht mehr, im selben Maße an die Konsole zu fesseln wie in den vergangenen Ablegern der Serie. Der reine Managermodus entspricht dagegen fast genau dem letztjährigen Pendant.
Grafisch bewegt sich das Spiel auf dem Niveau des Vorgängers mit all seinen Stärken und Schwächen. Für die PS2 äußerst ansehnliche Charaktermodelle stehen so den üblichen Clipping-Fehlern gegenüber. Man merkt deutlich, dass das Entwicklerteam nach wie vor die alteingesessene Grafik-Engine mit sich rumschleppt. Der Soundtrack des Spiels bietet gewohnte Qualität, ebenso die Soundeffekte. Eine Abmahnung gibt es allerdings für den Audiokommentar: Bis auf wenige Ausnahmen wurde wieder mal genau der gleiche wie schon 2007 und 2006 benutzt. Zusätzlich fallen bei jeder Gelegenheit ausufernde Ladezeiten schmerzlich ins Gewicht. Dies nimmt dem Titel viel von seinem Spielfluss und zeugt nicht gerade von effizienter Programmierung.