Conflict Desert Storm
Conflict Desert Storm von Codemasters, war zu der Zeit als es erschien die erste Kriegssimulation für die Konsole von Microsoft.
Der Krieg welcher für dieses Spiel als Vorlage diente, war der 1. Golfkrieg, welcher im Jahre 1991 begann. Diese Thematik ist gerade in der heutigen Zeit sehr heikel, da es bis vor kurzem in der Realität wieder schwere Auseinandersetzungen zwischen den Parteien welche auch in dem Spiel Krieg führen gab und immer noch in abgeschwächter Form gibt.
Wie in den meisten Kriegssimulationen steuert man die US-Soldaten bzw. ihre Verbündeten.
Bei Conflict Desert Storm hat man allerdings keine Armee zur Verfügung, sondern nur eine vierköpfige Elitetruppe welche in den Anfangsmissionen zusammenstößt. Man kann wählen ob man eine britische oder eine Truppe der US-Armee steuern will, wobei sich diese leider ausschließlich in der Kleidung unterscheiden.
Ihre Mini-Armee besteht aus einem Nahkämpfer, einem Scharfschützen, einem Soldaten für schwere Waffen und einem für Sprengungen.
Allerdings kann jeder jede Waffe benutzen, jedoch kommt es auf seine Skillpunkte an wie genau er trifft. Diese Skillpunkte werden ähnlich wie in einigen Rollenspielen am Ende einer Mission erhöht wenn man diese Fertigkeit oft angewandt hat (Wenn man z.B. viele Gegner mit dem Scharfschützen erledigt, bekommt dieser eine Punkt bei dieser Fertigkeit dazu). Außerdem steigt die Erfahrung der Soldaten, wenn sie während einer Mission viele feindliche Soldaten erschiessen, und es können Ehrenmedaillen verliehen werden. Dies führt dazu dass einem die Soldaten richtig ans Herz wachsen und man gut auf sie aufpasst. Sollte es jedoch trotzdem vorkommen, dass einer ihrer Schützlinge erschossen wird, können sie ihn innerhalb einer gewissen Zeit mit einem anderen Soldaten wiederbeleben. Sollte Ihnen dies nicht gelingen bekommen sie in der nächsten Mission einen neuen Soldaten, welcher jedoch die hart erarbeiteten Skillpunkte nicht besitzt.
Es gibt relativ viele verschiedene Waffen, welche auch sehr realistisch wirken. Außerdem können Sie Heilpäckchen bei sich tragen und besitzen einen Ferngucker mit dem Sie Feinde schon aus der Entfernung ausmachen können.
Besonders die Teamstrategien machen Spaß. So kann man beispielsweise seinen Scharfschützen am Berg positionieren und ihm das Kommando „Feuer frei“ geben. Den Spezialisten für schwere Waffen versteckt man hinter einem Felsen, da er von dort aus auf die feindliche Infantrie schießen kann und gleichzeitig einen Schutz darstellt falls überraschend irakische Panzer nachrücken. Die anderen beiden rücken vor wobei man einen Soldaten spielt und dem anderen das Kommando „Folge mir“ gibt. Sollte es dann etwas zum Sprengen geben kann man dieses Paar dann auch noch aufteilen.
Ihre Schützlinge sehen Sie übrigens aus der 3rd Person Verfolgersicht.
Das Spiel besteht aus insgesamt 15 Missionen, welche besonders später ziemlich lange dauern. Dies kann später problematisch werden da man nur 2 Speicherpunkte pro Mission zur Verfügung hat und diese daher geschickt einsetzen sollte. In den Missionen müssen Sie meistens einige Sachen sprengen und/oder eine Person retten und anschließend zu einem Punkt marschieren, an dem Ihr Team per Helikopter abgeholt wird.
Wenn Sie sich zuerst mit der Steuerung vertraut machen wollen, können Sie auch ein sehr nett gestaltetes Tutorial absolvieren.
Die Missionen können wahlweise alleine oder im kooperativen Modus bewältigt werden. Der Bildschirm wird im Mehrspielermodus bei 2 Spielern ungewöhnlicherweise vertikal geteilt. Leider gibt es keine anderen Multiplayermodi wie Capture the Flag, Deathmatch oder Last Man Standing.
Die Grafik ist leider das schwächste Glied bei Conflict Desert Storm. Dies liegt wohl auch daran, dass das Spiel sowohl für die XBOX wie auch für die PS2 erschien, und sich die Entwickelr am PS2-Niveau orientieren mussten. Doch auch auf der Konsole von Sony gibt es Spiele die grafisch wesentlich besser sind als dieses Spiel. Allerdings ist es auch nicht ganz einfach, bei einem Spiel das ausschließlich in der Wüste bzw. in Wüstenstädten spielt schöne grafische Effekte einzubauen.
Die Zwischensequenzen, welche in Spielgrafik gezeigt werden, sind meistens recht kurz und auch eher nebensächlich.
Der Sound des Spieles ist recht ordentlich, DD5.1 wird unterstützt und die Hintergrundmusik passt zum Szenario.
Die Steuerung ist wirklich absolut genial gelungen. Man kann ganz unkompliziert zwischen Teammitgliedern wechseln, Befehle geben, Waffen wechseln, Ducken und Robben.
Außerdem ist mit dem XBOX-Controller das Zielen sehr präzise möglich.
Fazit: Jedem der kein Problem mit der Thematik des Spieles hat, gerne Action-Spiele hat und nichts gegen Teamplay hat sollte zuschlagen.
Ich persönlich würde mich über einen Nachfolger freuen wobei ich mir von diesem folgende Dinge wünschen würde: bessere Grafik, dass man sich aus einer großen Auswahl an Soldaten sein Team zusammenstellen kann, mehr Multiplayermodi, Fahrzeuge die man selbst benutzen kann und XBOX-Live-Support.
Außerdem bin ich gespannt ob der Nachfolger bereits vom aktuellen Irakkrieg handelt.