Solides Action-Adventure mit einem guten Leveldesign, das jedoch unter einer langweiligen Präsentation leidet.
Auf in die ParallelweltNach der
Herr der Ringe-Trilogie und
Den Chroniken von Narnia betritt mit
Der goldene Kompass der nächste Fantasy-Roman die Kinoleinwand. Natürlich wird kräftig die Werbetrommel
» Hier beweist Lyra gerade ihre Geschicklichkeit. |
für das Filmspektakel gerührt und allerlei Merchandise veröffentlicht. So verwundert es auch nicht, dass
Sega die Videospieler auf allen aktuellen Systemen mit Spielen zum Streifen beglückt. Bei der DS-Version von
Der goldene Kompass handelt es sich um ein Action-Adventure, in dem das Meistern zahlreicher Geschicklichkeitspassagen und das Lösen von Rätsel an der Tagesordnung stehen. Allerdings müssen die Helden
Lyra,
Pan und
Iorek auch in vielen Kämpfen ihren Mut unter Beweis stellen, da zahlreiche Feinde ihr Abenteuer vorzeitig beenden wollen.
Das Spiel setzt die meiste Zeit auf eine
klassische Tastensteuerung, die von allen Knöpfen des Handhelds Gebrauch macht. Aufgrund dessen fällt die Kontrolle der drei Hauptprotagonisten zu Anfang etwas schwierig aus. Erst mit der Zeit verinnerlicht man die
hakelige sowie unklug belegte Steuerung und versucht sich an den zahlreichen Sprung- und Geschicklichkeitspassagen. Dabei nutzt
Lyra alle möglichen Hilfsmittel, um ihre Hindernisse zu überqueren. So springt sie von einem Seil zum anderen, klettert auf Gerüste und nutzt Kisten, wodurch sie höher gelegene Plattformen erreicht.
Ein vielseitiger Charakter Um dem Spiel mehr Abwechselung zu verleihen integrierten die Entwickler kleinere Rätsel, die zumeist
Pans besondere Fähigkeiten erfordern. Der Dämon kann sich
in vier Tiergestalten – » Der Kampf der Giganten. |
Insekt, Dachs, Katze und Vogel – verwandeln, die alle unterschiedliche Stärken und Schwächen haben. Als Vogel beispielsweise fliegt er über große Hindernisse hinweg und erreicht so wichtige Gegenstände sowie Schalter, die
Lyra das Weiterkommen ermöglichen. Immer wieder treffen die drei Helden auf verschiedene Feinde wie z.B. Wölfe, die ihnen ans Leder wollen. In diesen Scharmützeln beweisen entweder
Iorek oder
Pan ihre Kampfkraft und fügen den Kontrahenten per einfachem Knopfdruck immensen Schaden zu.
Leider sind
die Duelle jedoch zu monoton und simpel ausgefallen, wodurch sie mehr nerven als unterhalten. Dies gleichen die
gelungen Rätsel, zahlreichen Checkpoints, Geschicklichkeitsabschnitte sowie
lange Spieldauer durchaus wieder aus. Enttäuschend ist aber leider die Präsentation ausgefallen. Die 3D-Grafik wartet mit
detailarmen und verpixelten Figuren sowie Schauplätzen auf, die den Handheld nicht im Geringsten zum Schwitzen bringen. Der bedrohliche klingende Soundtrack passt zwar zur Atmosphäre des Spiels, allerdings hätten ein paar Melodien mehr dem Spiel gut getan.