Guter Arcade-Racer mit einem tollen Geschwindigkeitsgefühl und coolen Drifts, jedoch berechenbaren Gegnern.
Rasen bis der Arzt kommt Seit
Need for Speed Underground erfreuen sich Arcade-Racer mit realistischen Rennwagen und ausgiebigen Tuning- und Stylingoptionen extrem großer Beliebtheit. Bieten diese doch die Möglichkeit, durch
» Das Geschwindigkeitsgefühl ist beeindruckend. |
die Straßen von meist fiktiven Städten zu fahren, alle Regeln der normalen Verkehrsordnung zu brechen und dabei noch extrem cool auszusehen.
THQ will mit
Juiced 2: Hot Import Nights erneut ein Stück von diesem Kuchen ab haben und muss sich deshalb der starken Konkurrenz aus dem Hause
Electronic Arts auf der PS2 stellen.
Nach dem Anlegen eines Profils gilt es den umfangreichen Karriere-Modus zu bestreiten. Hier muss der Spieler in
zehn unterschiedlich schwierigen Ligen sein fahrerisches Können beweisen. Am Anfang sollen nur einfache Aufgaben wie z.B. das Erreichen einer bestimmten Geschwindigkeit oder Drift-Punkt-Zahl, Erschrecken eines Gegners oder Gewinnen einer Wette gemeistert werden. Im späteren Spielverlauf zieht der Schwierigkeitsgrad jedoch merklich an und fordernde
Eliminationsrennen,
Driftwettbewerbe oder
kleine Turniere stehen an der Tagesordnung.
Mitten drin, statt nur dabei Neben den üblichen Drift-Rennen, in denen der geschickte Einsatz der Handbremse gefragt ist, um die Reifen zum Qualmen zu bringen ohne die Leitplanke zu berühren, können neuerdings auch
» Die coolen Drift-Events erfordern viel Übung. |
Last-Man-Standing-Rennen bestritten werden. In diesen gilt es nicht nur schnell die Ziellinie zu überqueren, sondern auch ohne Unfälle den Kurs zu absolvieren. Allerdings verliert dieser Modus mit der Zeit an Unterhaltungswert, da die CPU-Gegner sich leicht zu Fehler verleiten lassen. Rückt man seinen Konkurrenten auf die Pelle, wird stetig eine Leiste aufgefüllt, die im vollen Zustand zu Fahrfehlern führt.
Dafür stellen die restlichen Renndisziplinen durchaus eine Herausforderung dar. Trotz makelloser Absolvierung der Kurse bleiben die Konkurrenten einem stets auf den Fersen, was für einigen Frust sorgt. Nur in Ausnahmefällen gelingt es, die CPU-Fahrer richtig abzuhängen. Wer schnell zu Kleingeld kommen will, um seinen Wagen tunen zu können, sollte regelmäßig
Wetten mit den Gegnern abschließen. Leider sind die Konkurrenten viel zu berechenbar, wodurch die Einsätze sich viel zu leicht in die Höhe treiben lassen und das Konto bald vor Geld überquillt.
Heiße Öfen, coole Drifts Die
Tuning-Optionen fallen im Vergleich zur Konkurrenz von Electronic Arts etwas mager aus. Dieses Feature richtet sich mit seinen Aufrüstungsmöglichkeiten eher an Einsteiger als an Profis.
» Auch die Umgebungen sind detailreich gestaltet. |
Es werden mehrere Komplettpakte zur Leistungssteigerung oder Verbesserung der Handhabung angeboten. Auf das Drehen und Verstellen jeder Schraube müssen Profis leider verzichten. Um aber in den Genuss der Tuningteile zu kommen, gilt es diese erst frei zu spielen. Dazu müssen bestimmte Aufgaben erfolgreich absolviert werden. Wer will kann auch seinen Boliden mit Logos oder neuen Motorhauben sowie anderen Extras einen ordentlichen Coolness-Faktor verpassen.
Die Rennwagen der unterschiedlichsten Markenhersteller – z.B. der Ford Gran Torino oder Nissan 200SK – steuern sich äußerst
Arcade-lastig, dem Bremspedal kommt keinerlei Bedeutung zu. Einzig die Handbremse spielt bei riskanten Kurven und Drift-Kursen eine entscheidende Rolle. Dank der guten Programmierung und der Rumble-Funktion wirkt die Kontrolle der Autos sehr direkt, wodurch ein
tolles Rennfeeling aufkommt. Wer seine Karriere erfolgreich beendet hat, kann sich noch im Mehrspieler-Modus mit einem Freund austoben und um die Wette flitzen. Allerdings werden PS2-Besitzer vergeblich einen Online-Modus suchen, obwohl er dem Spielspaß zuträglich gewesen wäre.
The Fast and the furious Grafisch ist
Juiced 2 für PS2-Verhältnisse sehr beeindruckend. Die Strecken bieten eine schöne Weitsicht und die Umgebungen bestechen mit ihrem Detailreichtum. Aber nicht nur die Kurse
» Das Tunen der Wagen steht an der Tagesordnung. |
wissen das Auge zu entzücken, sondern auch die Rennwagen, die ihren realistischen Vorbildern sehr genau nachempfunden wurden. Selbst wenn mehrere Autos gleichzeitig auf dem Bildschirm zu sehen sind, läuft das Spiel absolut flüssig und vermittelt ein
beeindruckendes Geschwindigkeitsgefühl. Vor Konkurrenten wie z.B.
Need for Speed Underground 2 braucht sich
THQs Arcade-Racer nicht zu verstecken.
Die Musikuntermalung kann ebenfalls mit der detailreichen Grafik mithalten. Die rockigen und sehr treibenden Melodien passen haargenau zum Stil von
Juiced 2. Auch die Soundeffekte – allen voran die Motorengeräusche und Aufpraller gegen die Leitplanke – wissen durch einen
kräftigen Klang zu überzeugen. Die
deutschen Synchronsprecher hinterlassen ebenfalls einen ordentlichen Eindruck, indem sie coole Drifts, das Küssen der Leitplanke oder Erreichen von Zielen mit passenden Sprüchen kommentieren.