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Kirby's Adventure

» Autor: Wolfgang Radax
» Datum: 25.08.2008
» Gesamtwertung:
/5
5/5: Pflichtkauf
uneingeschränkte Empfehlung.
Wie wir bewerten
Kirbys zweites Abenteuer sprüht vor Ideen und weiß trotz des niedrigen Schwierigkeitsgrades zu begeistern.

Kirby, der Underdog
Blickt man dieser Tage auf die Charts der beliebtesten Virtual Console-Downloads, so könnte man meinen, abgesehen von Mario- und Zelda-Titeln gäbe es keine lohnenswerten Produkte für die klassischen Nintendo-Konsolen. Dass jedoch auch schon das NES abseits Klempner und grünem Wichtel einige Charaktere mit absolutem Hitpotenzial aufwies, zeigt sich eindrucksvoll beim 500 Punkte teuren Kirby’s Adventure. Der rosa Knäuel erlebt in diesem Spiel sein zweites Abenteuer (der Erstling erschien für den Gameboy) und überzeugt mit reichlich Ideenvielfalt. In insgesamt acht Welten, die sich jeweils in eine Handvoll Levels unterteilen, bestreitet ihr klassische Jump 'n Run-Kost.

Der besondere Pfiff rührt von Kirbys Spezialfähigkeit her. Auf Knopfdruck kann er nämlich Feinde einsaugen und auf Wunsch verdauen. So erlangt er die Kräfte des verschlungenen Kontrahenten, ob das nun das Abfeuern von Laserstrahlen ist oder das Einfrieren des Feindespacks. Durch geschickte Wahl der Fähigkeiten geht das Abenteuer eindeutig leichter von der Hand und ermöglicht darüber hinaus das Finden so manches Geheimnisses. Am Ende jeder Welt muss sich Kirby einem Bossfight stellen, der jeweils eine besondere Herangehensweise erfordert. Aber auch abseits der Levels sorgen eine Reihe unterschiedlicher Bonus-Stages für reichlich Unterhaltung.

8 Bit at its best
Kirby’s Adventure erschien 1993, also zu einer Zeit, als dass SNES bereits auf dem Vormarsch war und Nintendos 8 Bit-Konsole dem Ende seines Lebenszyklus entgegen sah. Wie für Spättitel üblich überzeugt auch
» Kirby bietet für NES-Verhältnisse Top-Grafik.
Kirby mit technisch höchstem Niveau. Was die Entwickler aus dem grauen Kasten gezaubert haben, kann sich wahrlich sehen lassen. Erkauft wird die opulente Grafik jedoch mit immer wieder auftauchenden Ruckel- und Flackerorgien. Das trägt zwar nicht zum ästhetischen Gesamteindruck bei, stört aber den Spielfluss zu keiner Zeit. Die Hintergrundmusik besitzt nicht unbedingt die Ohrwurmqualität manches anderen NES-Klassikers, zählt aber mit Sicherheit zu den besseren dieser Generation.

Ein Manko von Kirby’s Adventure ist der sehr niedrige Schwierigkeitsgrad. Genre-Einsteiger wird’s freuen, dass sie ohne großartige Frustmomente ein Jump 'n Run der Extraklasse bestreiten dürfen. Für Veteranen hält sich die Herausforderung allerdings in Grenzen. In ein bis zwei regnerischen Nachmittagen haben diese Kirby ans Ziel geführt. Allerdings ist es nicht möglich, in dieser kurzen Spielzeit alle Geheimnisse zu erkunden. Dafür darf dann noch reichlich Extraspielzeit kalkuliert werden. Der Langzeitspaß passt also trotz dieses Makels.
Pro
Opulente 8Bit-Grafik
Gelungenes Level-Design
Unterhaltsame Bonus-Stages
Strotzt vor Abwechslung und Ideenreichtum
Contra
Neigt zum Ruckeln und Flackern
Äußerst niedriger Schwierigkeitsgrad
Fazit
Der Qualitätsbeweis für Kirby’s Adventure wurde eigentlich bereits vor einigen Jahren von Nintendo selbst abgegeben. Das GBA-Remake des Titels erfuhr lediglich kosmetische Änderungen, am Spielprinzip selbst wurde keine Schraube gedreht. Dennoch vergab die Fachpresse durchwegs Höchstnoten. Das ist durchaus beeindruckend für ein 15 Jahre altes Spiel. Kirbys NES-Abenteuer macht tatsächlich von der ersten Minute an Spaß. Die einzelnen Levels präsentieren sich abwechslungsreich und das Tüfteln ob der besten Feindesfähigkeit für bestimmte Passagen motiviert ungemein. Die Bosskämpfe sorgen dabei ebenso für gelungene Abwechslung wie die verschiedenen Bonus-Abschnitte. Bedenkt man die technischen Limitationen von Nintendos 8 Bit-Konsole, so versetzt einen die grafische Qualität ins Staunen. Dass dem NES dabei gelegentlich die Puste ausging und Ruckel- sowie Flacker-Schluckauf die Folge waren, verzeiht man dem grauen Kasten gerne, zumal es dem Spielfluss nicht abträglich ist. Der äußerst moderate Schwierigkeitsgrad macht den Titel für Einsteiger zu einer lohnenden Investition, aber auch Veteranen kommen eigentlich kaum an dieser klassischen Genreperle vorbei. Zum Preis von 500 Punkten zeigt Kirby beiden Zielgruppen, dass nicht nur Mario für gelungene NES-Jump 'n Runs bürgt.
Infos
Erhältlich für
Genre
Jump'n'Run
   2D-Jump'n'Run
Virtual Console
Publisher
Nintendo
Entwickler
Nintendo
Website
www.nintendo.de...
Release
16. Februar 2007
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User-Bewertung
85
1 Bewertung
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