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Unreal Tournament 3

» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 29.07.2008
» Gesamtwertung:
/5
4/5: Empfehlenswert
mit zahlreichen Stärken.
Wie wir bewerten
Gewohnt hochwertige Fortsetzung der beliebten Reihe, die nicht viel Neues bietet.

Spieleentwickler und ihre Nummerierungen
Neben Quake und Counterstrike gehört die Unreal Tournament-Reihe zu den ganz großen Klassikern der Online-Ego-Shooter-Welt. Seit nunmehr rund zehn Jahren geben sich Spieler
» Fette Action im All.
aus aller Welt kräftig mit Mini-Gun, Biogewehr, Energiekanonen und Raketen gegenseitig auf die Mütze. Mit Unreal Tournament 3 erscheint der mittlerweile vierte Teil der Reihe, beziehungsweise das achte Unreal-Spiel, falls man Unreal 1+2 sowie die Xbox-Ableger Unreal Championship 1+2 dazurechnet. Dem Namenszusatz Tournament entsprechend dreht es sich auch hier wieder hauptsächlich um schweißtreibende Mehrspieler-Schlachten.

Wie gewohnt stehen dafür allerlei Spiel-Modi zur Auswahl, die vorzugsweise mit bis zu 15 Gleichgesinnten online gezockt werden. Die Xbox 360-Version bietet darüber hinaus noch einen Split-Screen-Modus für zwei Spieler. Intelligent agierende Bots in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen sind natürlich auch wieder mit von der Partie, um fehlende menschliche Kontrahenten zu ersetzen. Bei der Anzahl der Spiel-Modi und Maps geizt Unreal Tournament 3 ebenfalls nicht. Fünf unterschiedliche Spieltypen auf knapp fünfzig Karten inklusive Variationen sind möglich. Allerdings können nicht alle Regelvariationen auf allen Maps gespielt werden. Umfangreiche Zusatzoptionen wie Spielzeit oder Punktelimit sowie die sogenannten Mutators, welche spezielle Regeln – beispielsweise das beliebte Insta-Gib, in dem jeder Treffer tödlich ist - durchsetzen, sorgen für weitere Anpassungsmöglichkeiten.

Die selbe Prozedur wie jedes Jahr
Geboten werden dabei natürlich allerlei klassische Spiel-Modi wie das Deathmatch (wahlweise auch im Team) oder Capture the Flag. Darüber hinaus bietet Unreal Tournament 3 den Warfare-Modus, welcher auf groß
» Die Unreal Engine 3 in Aktion.
angelegten Karten ausgetragen wird. Dazu stehen neben den konventionellen Waffen auch allerlei Vehikel – vom flotten Jeep bis hin zum schwer bewaffneten Tripod – zur Verfügung. Die Handfeuerwaffen stellen sich aus dem aus den Vorgängern bekannten Arsenal zusammen, neue Ballermänner sucht man vergebens. Im Einzelnen sind das also Impact Hammer, Enforcer, Bio Rifle, Shock Rifle, Link Gun, Flak Canon, Minigun, Sniper Rifle, Rocket Launcher und Redeemer.

Der Spielablauf hat auch auf der Konsole nichts von seiner ursprünglichen Geschwindigkeit eingebüßt. Die Steuerung geht sehr gut von der Hand und ist obendrein sogar frei konfigurierbar. Leider bietet die Xbox 360-Version keine Möglichkeit, den Titel optional per Maus und Tastatur zu steuern, wie es auf der PlayStation 3 möglich ist. Ansonsten bleibt alles beim Alten: Man rennt durch die sehr gut designten Levels und ballert alleine oder im Team um den höchsten Punktestand. Neben den Waffen helfen einem dabei allerlei Upgrades wie Schilde, Lebensenergiephiolen oder Schadensmultiplikatoren, die Feinde die zu übertrumpfen.

Hingucker – doch wo sind die Mods?
Abseits der heißen Multiplayer-Action bietet Unreal Tournament 3 noch eine Solo-Kampagne, die prinzipiell aber auch nichts anderes darstellt als eine Aneinanderreihung von Turnieren gegen Bots. Allerdings
» Das Schockgewehr kann gewaltige Schäden anrichten.
werden diese Kämpfe durch einige schicke Zwischensequenzen und ein grobe Story verbunden sind. Wahlweise kann dieser Part auch kooperativ mit einem Freund bestritten werden. Der Fokus und das Hauptaugenmerk des Spiels liegt allerdings ganz klar im Mehrspieler-Part. Technisch war die Unreal-Serie schon immer ein Vorzeigespiel, woran auch Unreal Tournament 3 nichts ändert. Die Unreal Engine 3 beweist abermals, dass in den Händen ihrer Erschaffer – Epic Games – ein wahres Wunderwerk der Grafiktechnik darstellt und zaubert prächtige Areale, fette Effekte und detaillierte Spielermodelle auf den Bildschirm.

Nicht ganz so bombastisch aber immer noch ordentlich: Der Sound. Die etwas schwächelnde Musikuntermalung wird durch brachiale Effekte, Waffensounds und Todesschreie der Kombatanten wieder ausgeglichen. Einen echten Nachteil der Xbox 360-Version gegenüber PS3 und PC soll zu guter Letzt allerdings nicht verschwiegen bleiben: Wo die Konkurrenz den Download User-kreierter Mods zulässt, schiebt Microsoft den Riegel vor. Xbox Live ist schließlich ein geschlossenes System und soll es auch bleiben.
Pro
Gewohnt hochwertige Mehrspieler-Action
Superbes Map-Design
Viele Karten
Großartige Grafik
Viele Spiel-Modi und Einstellungs- möglichkeiten
Xbox 360-exklusiver Split-Screen-Modus
Contra
Prinzipiell wieder nur ein Grafik-Update mit neuen Karten
Schwächelnde Hintergrund-Musik
Kein Mod-Support auf der Xbox 360
Fazit
Unreal Tournament 3 ist wie seine beiden Vorgänger kaum mehr als ein Grafik-Update eines bekannt-genialen Spiels. Die Action ist immer noch schnell, die Kämpfe gnadenlos, die Spielmöglichkeiten vielfältig und die Optik bombastisch. Abseits dessen wird aber wenig Neues geboten. Nach wie vor beballert man sich mit den gleichen Waffen wie vor zehn Jahren. Ein neues Spieler-Modell hier, ein paar neue Maps dort und fertig ist ein neues Spiel. Wirklich stören dürfte das Konzept eingeschworene Fans der Reihe oder Neueinsteiger allerdings nicht, schließlich machen die brutalen Sci-Fi-Ballereien immer noch genauso viel Spaß wie beim Ur-Unreal Tournament. Wer also nicht genug bekommen kann von den blutigen Zukunftsarenen oder noch nie mit ihnen in Berührung gekommen ist, darf hier bedenkenlos kaufen – sofern er auf Mehrspieler-Action steht. Für Solisten bietet das Spiel nämlich abseits von Bot-Kämpfen recht wenig. Übrigens: Wer die Wahl hat, sollte zur PS3 oder PC-Fassung greifen. Diese sind mittlerweile nicht nur deutlich günstiger zu haben, sondern bieten vollen Mod-Support. Ein Feature, welches der exklusive Split-Screen-Modus der Xbox 360-Version nicht ausgleichen kann.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
   Ego-Shooter
Publisher
Midway
Entwickler
Epic
Website
-
Release
04. Juli 2008
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»  game4game
User-Bewertung
86
3 Bewertungen
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