Gewohnt hochwertige Fortsetzung der beliebten Reihe, die nicht viel Neues bietet.
Spieleentwickler und ihre NummerierungenNeben
Quake und
Counterstrike gehört die
Unreal Tournament-Reihe zu den ganz großen Klassikern der Online-Ego-Shooter-Welt. Seit nunmehr rund zehn Jahren geben sich Spieler
aus aller Welt kräftig mit Mini-Gun, Biogewehr, Energiekanonen und Raketen gegenseitig auf die Mütze. Mit
Unreal Tournament 3 erscheint der mittlerweile vierte Teil der Reihe, beziehungsweise das achte Unreal-Spiel, falls man
Unreal 1+2 sowie die Xbox-Ableger
Unreal Championship 1+2 dazurechnet. Dem Namenszusatz Tournament entsprechend dreht es sich auch hier wieder hauptsächlich um schweißtreibende Mehrspieler-Schlachten.
Wie gewohnt stehen dafür allerlei Spiel-Modi zur Auswahl, die vorzugsweise mit bis zu 15 Gleichgesinnten online gezockt werden. Die Xbox 360-Version bietet darüber hinaus noch einen
Split-Screen-Modus für zwei Spieler. Intelligent agierende Bots in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen sind natürlich auch wieder mit von der Partie, um fehlende menschliche Kontrahenten zu ersetzen. Bei der Anzahl der Spiel-Modi und Maps geizt
Unreal Tournament 3 ebenfalls nicht. Fünf unterschiedliche Spieltypen auf knapp fünfzig Karten inklusive Variationen sind möglich. Allerdings können nicht alle Regelvariationen auf allen Maps gespielt werden. Umfangreiche Zusatzoptionen wie Spielzeit oder Punktelimit sowie die sogenannten Mutators, welche spezielle Regeln – beispielsweise das beliebte Insta-Gib, in dem jeder Treffer tödlich ist - durchsetzen, sorgen für weitere Anpassungsmöglichkeiten.
Die selbe Prozedur wie jedes JahrGeboten werden dabei natürlich allerlei klassische Spiel-Modi wie das Deathmatch (wahlweise auch im Team) oder Capture the Flag. Darüber hinaus bietet
Unreal Tournament 3 den Warfare-Modus, welcher auf groß
» Die Unreal Engine 3 in Aktion. |
angelegten Karten ausgetragen wird. Dazu stehen neben den konventionellen Waffen auch
allerlei Vehikel – vom flotten Jeep bis hin zum schwer bewaffneten Tripod – zur Verfügung. Die Handfeuerwaffen stellen sich aus dem
aus den Vorgängern bekannten Arsenal zusammen, neue Ballermänner sucht man vergebens. Im Einzelnen sind das also Impact Hammer, Enforcer, Bio Rifle, Shock Rifle, Link Gun, Flak Canon, Minigun, Sniper Rifle, Rocket Launcher und Redeemer.
Der Spielablauf hat auch auf der Konsole nichts von seiner ursprünglichen Geschwindigkeit eingebüßt. Die Steuerung geht sehr gut von der Hand und ist obendrein sogar frei konfigurierbar. Leider bietet die Xbox 360-Version keine Möglichkeit, den Titel optional per Maus und Tastatur zu steuern, wie es auf der PlayStation 3 möglich ist. Ansonsten bleibt alles beim Alten: Man rennt durch die sehr gut designten Levels und
ballert alleine oder im Team um den höchsten Punktestand. Neben den Waffen helfen einem dabei allerlei Upgrades wie Schilde, Lebensenergiephiolen oder Schadensmultiplikatoren, die Feinde die zu übertrumpfen.
Hingucker – doch wo sind die Mods?Abseits der heißen Multiplayer-Action bietet
Unreal Tournament 3 noch eine Solo-Kampagne, die prinzipiell aber auch nichts anderes darstellt als eine Aneinanderreihung von Turnieren gegen Bots. Allerdings
» Das Schockgewehr kann gewaltige Schäden anrichten. |
werden diese Kämpfe durch einige schicke Zwischensequenzen und ein grobe Story verbunden sind. Wahlweise kann dieser Part auch kooperativ mit einem Freund bestritten werden. Der Fokus und das Hauptaugenmerk des Spiels liegt allerdings ganz klar im Mehrspieler-Part. Technisch war die
Unreal-Serie schon immer ein Vorzeigespiel, woran auch
Unreal Tournament 3 nichts ändert. Die Unreal Engine 3 beweist abermals, dass in den Händen ihrer Erschaffer – Epic Games – ein wahres
Wunderwerk der Grafiktechnik darstellt und zaubert prächtige Areale, fette Effekte und detaillierte Spielermodelle auf den Bildschirm.
Nicht ganz so bombastisch aber immer noch ordentlich: Der Sound. Die etwas
schwächelnde Musikuntermalung wird durch brachiale Effekte, Waffensounds und Todesschreie der Kombatanten wieder ausgeglichen. Einen echten Nachteil der Xbox 360-Version gegenüber PS3 und PC soll zu guter Letzt allerdings nicht verschwiegen bleiben:
Wo die Konkurrenz den Download User-kreierter Mods zulässt, schiebt Microsoft den Riegel vor. Xbox Live ist schließlich ein geschlossenes System und soll es auch bleiben.