Auch auf der Xbox 360 ein Garant für Lacher - leider ohne Wiimote-Steuerung.Das Jump'n'Run-Genre hat so einige seltsame Kreaturen hervor gebracht: Der Bierbauch schwingenden Neandertaler
Chuck Rock oder der Superhelden-Wurm
Earthworm Jim sind neben dem springenden Klemptner
Mario nur einige Vorzeige-Exemplare. Sehr beliebt war auch stets der arm- und beinlose Rayman, dessen Extremitäten nur neben seinem Körper zu schweben scheinen. Nachdem die Raving Rabbids auf Nintendos Wii sowie der PS2 ihr Debüt feierten, ist der Titel nun auch für die Xbox 360 erschienen. Was die Portierung taugt, deckt unser
Master-Review auf.
WaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhWer bei
Rayman Raving Rabbids ein neuartiges, abermals gelungenes Jump'n'Run mit innovativer Steuerung erwartet, der wird enttäuscht. Der neueste Streich von
Michael Ancel ist
eine waschechte
Minispiel-Sammlung. Die "Story" zeigt sich dementsprechend schnell erklärt:
Rayman und seine Freunde werden von wild gewordenen Hasen entführt und in eine Arena gesperrt, wo sie zur Belustigung der debilen Karottenfresser an diversen Wettbewerben teilnehmen müssen. Als Belohnung für jeden Level gibt es einen
Pümpel. Zu einer Leiter zweckentfremdet ermöglichen genug davon letztendlich die Flucht durch ein Fenster.
Jede Stage besteht aus fünf abgedrehten Minispielen, von denen zunächst vier frei gewählt werden können, bevor es in einem abschließenden um den begehrten Pümpel geht. Eingeleitet wird jedes Minigame durch eine
witzige Ingamesequenz, in der die durchgeknallten Hasen ihren ganzen Charme ausspielen, während sie rumbrüllen, wild um sich schlagen oder einfach nur in bester
Looney Toons-Manier verletzt werden.
Schreiende Hasen und schwitzende SpielerIm Gegensatz zur Wii-Version wird die Armmuskulatur nur in einigen Spielen gefordert – und hier auch nur, wenn eine Xbox Live Vision Cam vorhanden ist. Obwohl das Steuern der Spielchen mit einem normalen
» Hasen können nicht fliegen ... |
Controller weitab vom hohen Fun-Faktor der Wiimote -Unterstützung ist, wissen die Games durch ihren abgedrehten Humor und ein abwechslungsreiches Design zu gefallen.
Die spaßigen
Spiele zeigen sich nämlich äußerst abwechslungsreich und bieten von wilden Rennen, Rhythmusspielen, Flugpassagen, Fitness- und Reaktionstests, Geschicklichkeitseinlagen bis hin zu Lightgun-Shooter-ähnlichen Spielprinzipen alles was das Herz begehrt. Im Gegensatz zur Wii-Version können sofort alle Titel im Mehrspieler-Modus
mit bis zu vier Spielern gegeneinander und teils auch im Team bestritten werden. Das lästige Freispielen aus der Wii-Version wurde weggelassen.
Skurile Optik und schräge TöneTechnisch befindet sich
Rayman: Raving Rabbids auf Wii-Niveau mit höherer Auflösung. Die
Comicgrafik ist für 360-Verhältnisse auf einem durchschnittlichen Niveau, gefällt aber durch ein abgefahrenes, sehr schräges Design und tolle Animationen. Die Bedienung funktioniert auch mit einem Controller durchgehend sehr gut
» Party-Stimmung am Strand. |
und ist für jedes einzelnen Spiele optimiert. Dummerweise fehlt ein Menüpunkt zum Invertieren der Y-Achse, was viele Spieler in den Shooter-Minispielen stören wird. Ebenfalls überzeugend: Der
Sound. Typische Cartoongeräusche, irre schreiende Hasen und schräge Hintergrundmusik passen wie die Faust aufs Auge. Unverständlich: Warum sind die Ladezeiten doppelt so lang wie auf der Wii?
Der Umfang befindet sich mit
rund 70 Minispielen in einem sehr guten Rahmen und sorgt vor allem mit ein bis drei Freunden für viele vergnügte Stunden vor dem Fernseher. Solisten freuen sich neben der Kampagne über Highscore-Jagden und freispielbare Extras wie Kostüme, Videos und Soundtracks. Zu guter Letzt noch ein Wörtchen zum Schwierigkeitsgrad: Dieser schwankt je nach Herausforderung erheblich und bietet oftmals einen Nährboden für Frustanfälle. Mit etwas Übung ist allerdings jede Aufgabe zu bewältigen.