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Virtua Fighter 5

» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 27.10.2007
» Gesamtwertung:
/5
5/5: Pflichtkauf
uneingeschränkte Empfehlung.
Wie wir bewerten
Der beste Next-Gen-Prügler spielt sich auch auf der Xbox 360 genial und bietet sogar einen Online-Modus.

Wer ist der weltbeste Fighter?
In Virtua Fighter 5 treffen abermals die besten Kämpfer aus aller Herren Ländern aufeinander, um den absoluten Champ unter ihnen zu ermitteln – jetzt auch auf der Xbox 360! Neben altbekannten Recken wie Akira, Jacky, Jeffrey
» Nun gibts auch online auf die Fresse!
und der Ninja Kage-Maru bietet das fünfte Turnier zwei neue Teilnehmer. Zum Einen ist dies die kleine Chinesin Eileen, welche durch ihre geringe Größe und einen athletischen Kampfstil die Feinde ins Schwitzen bringt, zum Anderen der mexikanische Wrestler El Blaze. Dieser entpuppt sich allerdings nicht als schwerfällige Fettpackung mit lahmen Bewegungen sondern erinnert eher an eine männliche Version der schnellen Dead or Alive-Kämpferin La Mariposa – nicht zuletzt wegen der gesichtsbedeckenden Maske.

Solisten bekommen in drei verschiedenen Modi gewohnt reichhaltige Kost geboten. So kann man sich im aus jedem Prügelspiel bekannten Arcade-Modus mit immer stärker werdenden KI-Gegnern messen oder im Dojo neue Moves trainieren sowie seine Taktiken verfeinern. Neu hier: die Time-Attack, in der man vorgegebene Manöver möglichst schnell ausführen muss. Herzstück des Solo-Parts ist allerdings der Quest-Modus. Dieser bietet dem Spieler die Möglichkeit, in verschiedenen virtuellen Spielhallen gegen KI-Persönlichkeiten anzutreten.

Build your Charakter
Je nach gewählter Arkade gilt es gegen unterschiedlich fähige KI-Kontrahenten anzutreten. Bei der Xbox 360-Version wurde deren ohnehin hohe Anzahl nochmals erhöht und etwas am Balancing
» Die Charaktere sind sehr detailliert.
gefeilt. Jeder KI-Fighter hat einen unterschiedlichen Skill-Level, verschiedene Kampftaktiken und Lieblingscharaktere, was das Gefühl gegen einen echten Gegner anzutreten ziemlich gut simuliert. Neulinge sollten ihr Glück daher erst einmal in die Spielhallen für Anfänger versuchen und sich anschließend langsam an die größeren Brocken heran wagen. Wer genügend Kämpfe absolviert, bekommt die Gelegenheit an Turnieren teilzunehmen, welche nach dem K.O.-System ausgefochten werden.

Besonders motivierend ist der Quest-Modus dadurch, dass sich durch erfolgreiches Absolvieren bestimmter Fights und Turniere Geld und Items freischalten lassen. Mit Hilfe der freigespielten Objekte können die 17 Charaktere stark in ihrem Äußeren verändert und den individuellen Vorlieben angepasst werden. Das erspielte Geld darf anschließend in neue Klamotten, Frisuren und diverse Gimmicks wie Sonnenbrillen oder Waffen (nur zur Zierde getragen) investiert werden. Die Xbox 360-Version bietet hier mehr Material als die PS3-Variante

Versus-Godness
Wirklich interessant wird es natürlich erst, wenn man gegen einen menschlichen Kontrahenten in den Ring steigt. Hier entfaltet das sehr tiefgängige Kampfsystem sein volles Potenzial und bietet sowohl
» Kantenflimmern wurde auf der X360 reduziert.
Anfängern als auch Profis ein annähernd perfektes Beat'em Up-Erlebnis. Obwohl nur drei Buttons (Schlagen, Treten, Blocken) sowie das Digikreuz beziehungsweise der linke Analogstick zum Steuern der Charaktere benötigt werden, gibt es pro Charakter etliche Moves und Kniffe, die es zu beherrschen gilt. Hohe und tiefe Tritte/Schläge, Contermanöver, Wandmoves und Ausweichbewegungen sind da nur die Spitze des Eisberges.

Da die Xbox 360-Version auf einer neueren Automaten-Variante als die PS3-Portierung basiert, gibt es hier sogar ein paar Feinheiten mehr. Ebenfalls sehen lassen kann sich das Stagedesign. Wichtig für den Kampf ist hier vorrangig die Größe der Arenen – muss man beim Kämpfen doch stets darauf achten, nicht aus dem Ring gedrängt zu werden. Alternativ lassen sich allerdings auch Zäune um die Stages einschalten, so dass bis zum bitteren K.O. oder Ablauf einer vorher eingestellten Zeit gefightet wird.

Technischer Sieg nach Punkten
Grafisch gibt sich Virtua Fighter 5 keine Blöße und verweist sogar Kollege Dead or Alive 4 in die Schranken. Die Charaktere überzeugen durch extrem viele Polygone und eine im Genre nur
» Who's next?!
durch Fight Night Round 3 geschlagene Detailtiefe. Hier werden sogar die Hautporen in Nahaufnahmen sichtbar. In punkto Hintergründen gibt es derzeit kein schöneres Beat'em Up. Vor allem die Kämpfe auf einem Floß, welches über einen Fluss durch ein malerisches Gebirge schippert, sind sehr beeindruckend. Auf der Xbox 360 wurde darüber hinaus das Anti-Aliasing verbessert, was das ohnehin kaum sichtbare Flimmern der PS3-Version nochmals reduziert.

eniger bombastisch hingegen der Sound: Hier werden nur recht mäßige Tracks geboten und auch die Soundeffekte hätten – wie bereits bei den Vorgängern – etwas wuchtiger ausfallen können. Zu guter Letzt noch die wichtigste Verbesserung gegenüber der PS3-Version: Virtua Fighter 5 für die Xbox 360 unterstützt Online-Ranglisten und -Matches zwischen zwei Spielern. Zwar sind letztere nur sehr rudimentär und ohne spaßige Gimmicks wie die Lobbys aus Dead or Alive 4 gehalten, überzeugen dafür aber durch weitestgehend lagfreies Spielen.
Pro
Online-Modus!
Ausgereiftes Kampfsystem
17 optisch veränderbare Charaktere
Top Grafik
Motivierender Quest-Modus
Gute Lernkurve
Contra
Mäßiger Sound
Fazit
Virtua Fighter 5 ist auf der Xbox 360 so, wie ich es auf der PS3 gerne gehabt hätte. Ebenso gut ausgearbeitet und perfektioniert wie für die Sony-Plattform plus einem Online-Modus. So hat man es seitens Sega geschafft, den größten Kritikpunkt des ersten Konsolen-Ports auszumerzen und den fast vollkommenen Prügler zu schaffen. Der umfangreiche Solo-Modus motiviert durch das Freischalten neuer Objekte, welche anschließend zum Bearbeiten des eigenen Kämpfers herangezogen werden können. Somit liefert Virtua Fighter 5 das wohl umfangreichste optische Modifizieren der Fighter aller Beat'em Ups. Das volle Potenzial entfaltet der Titel natürlich erst im Versus-Modus gegen einen gleichgesinnten Freund. Dank etlicher Moves, Kombos und Tricks gewinnen die Kämpfe an echter taktischer Tiefe und erfreuen jeden Genre-Puristen. Doch auch Anfänger werden mit simplem Button-Mashing und dem Herausfinden neuer Moves sehr viel Spaß an Segas neuestem Streich haben. Wer bisher die PlayStation 3-Version verpasst hat und auf gute Prügelspiele steht, der sollte sich Virtua Fighter 5 auf gar keinen Fall entgehen lassen.
Infos
Erhältlich für
Genre
Fighting
Publisher
Sega
Entwickler
Sega AM2
Website
virtuafighter5....
Release
26. Oktober 2007
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