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Master-Review:   » drucken    » versenden

Burnout Dominator

» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 26.05.2007
» Gesamtwertung:
/5
4/5: Empfehlenswert
mit zahlreichen Stärken.
Wie wir bewerten
Macht auf der PSP auf Grund fehlender Konkurrenz eine bessere Figur: Burnout Dominator.

Heizen, drängeln und störende Verkehrsteilnehmer von der Piste rammen - der Stoff aus dem die Träume vieler gestresster Autofahrer sind. Keine Renn-Serie bediente dieses Verlangen bisher so gut wie die Burnout-Reihe von Criterion. Nachdem diese von Mal zu Mal brachialer wurde und in Burnout Revenge ihren bisherigen Zenit fand, will man sich im Sony-exklusiven Burnout Dominator auf alte Tugenden besinnen – nun auch auf der PSP. Mehr dazu im Master-Review.

Beschnittener Bekannter
Wer die Konsolen-Vorgänger kennt, wird im Hauptmenü von Burnout Dominator augenblicklich einen Online-Modus sowie die beliebten Crash-Events vermissen. Diese beiden Modi wurden zum Leidwesen aller Fans
» Rasen bis der Arzt kommt.
komplett gestrichen. So bleiben nur der Solo-Modus mit zahlreichen Wettbewerben und ein Ad-Hoc-Modus. Der Solo-Part ist abermals in verschiedene Wettbewerbsklassen aufgeteilt, die man hintereinander bestreitet, um neue Herausforderungen und bessere Fahrzeuge freizuspielen.

Am rasend schnellen Gameplay hat sich jedoch nichts geändert. Immer noch donnert man in fiktiven Boliden mit einem Affenzahn über sehr gut designte Strecken und versucht durch besonders gefährliche Fahrmanöver das Abdrängeln von Gegnern (Takedown!) seinen Turbo-Boost aufzuladen. Wird man selbst Opfer eines Rammmanövers, kann man seinen Wagen während des Crashs in Zeitlupe anrasenden Feinden entgegen steuern. Ist es nicht möglich einen Kontrahenten physisch zu erreichen, gibt es die Möglichkeit, den eigenen Wagen mittels Crashbreaker in die Luft zu jagen und Verfolger in naher Umgebung mit ins Verderben zu reißen. Einige Sekunden nach einem Crash wird man wiederbelebt und kann das Rennen fortsetzen.

Back to the roots
Im Vergleich zum Vorgänger Burnout Legends hat man sich allerdings auf zahlreiche alte Tugenden besonnen. So ist es möglich, durchgängige Boosts zu machen. Fährt man einen voll aufgeladenen Turbo in einem
» High-Speed-Fans kommen voll auf ihre Kosten.
Rutsch leer, lädt sich dieser automatisch wieder voll auf und ermöglicht quasi unendlich langes Boosten. Die Schwierigkeit liegt hier natürlich im Überleben eine solchen Geschwindigkeitsrauschs. Im Gegensatz zu Burnout Revenge kann in die gleiche Richtung fahrender Verkehr nämlich nicht mehr einfach weggerammt werden, sondern führt unweigerlich zu einem Unfall – back to the roots also.

Die Spielmodi zeigen sich bekannt, aber auch neu. In normalen Rennen kämpft man um eine gute Platzierung, während in den beliebten Road Rages alles darauf abzielt, möglichst viele Feinde von der Strecke zu fegen. In Zeitrennen tritt man gegen die Uhr an, während im Eliminator-Modus jeweils der Letztplatzierte nach Ablaufen der Zeit disqualifiziert wird. Neu hinzugekommen sind Challenges, in denen man möglichst viel driften, nah an anderen Autos vorbeirasen oder boosten muss, sowie der Maniac-Modus. In diesem gilt es durch möglichst gewagte Fahrmanöver viele Punkte auf dem Weg ins Ziel zu sammeln. Die Steuerung funktioniert dabei stets einwandfrei und ermöglicht halsbrecherische Manöver mit einfachen Fingergriffen.

Fliegende Fetzen und krachende Boxen
Technisch holt der Titel wieder einiges aus der PSP heraus und zaubert eine detaillierte, pfeilschnelle Grafik auf den Schirm. Vor allem die prachtvollen Effekte sorgen für starkes Funkensprühen bei Karambolagen und
» Schöne Boliden werden in Burnout schnell zu Schrott.
fliegende Fetzen bei Crashs. Das Geschwindigkeitsgefühl ist dank der stets konstanten Framerate abermals extrem gut ausgefallen und sorgt für genug Adrenalin im Blut. Auf die Ohren gibt es erneut von zahlreichen bekannten Rock- und Metal-Künstlern, die natürlich perfekt zum Game passen. Unliebsame Songs können im Soundtrackmanager aussortiert werden.

Wie bereits eingangs erwähnt liegt Burnout Dominator wie schon Burnout Legends keinen Online-Modus bei. So ist lediglich das Spielen mit Freunden per Wi-Fi möglich. Auch gibt es einen Party-Modus, in dem die Spieler nacheinander an die Reihe kommen und ihr Können unter Beweis stellen. Im Rekordbrecher-Modus dürfen bereits freigespielte Strecken nochmals in den verschiedenen Modi gezockt werden. Außerdem ist es hier möglich, bereits bekannte Strecken rückwärts zu fahren, was zusätzlichen Wiederspielwert mit sich bringt.
Pro
Gewohnt spaßiges Raser-Gameplay
Geniales Geschwindigkeitsgefühl
Audiovisuell top
Viele Spiel-Modi
Contra
Wegrationalisierter Online-Modus
Keine Crash-Events
Fazit
Auf der PlayStation Portable macht Burnout Dominator eine wesentlich bessere Figur als auf der PlayStation 2, da die direkte Konkurrenz durch Burnout 3: Takedown und Burnout Revenge nicht gegeben ist. Das Geschwindigkeitsgefühl, die vielen Spiel-Modi und sehr gut designten Strecken sorgen für Raserspaß pur. Hinzu gesellen sich eine für PSP-Verhältnisse schicke Optik, krachige Soundeffekte und ein gewohnt breites Spektrum an bekannten Musiktiteln. Leider fehlt auch im PSP-Ableger der Crash-Modus, welcher auch durch die Drift- und Maniac-Modi nicht aufgewogen werden kann. Ebenfalls bitter ist die Abwesenheit eines Online-Mehrspieler-Modus. Unter dem Strich bleibt dennoch ein toller Arcade-Racer für unterwegs. Wer ein mobiles, actiongeladenes Rennspiel sucht, der ist hier an der richtigen Stelle. Für die "großen" Konsolen bleiben Burnout 3: Takedown und Burnout Revenge allerdings nach wie vor erste Wahl.
Infos
Erhältlich für
Genre
Racing
Publisher
Electronic Arts
Entwickler
Electronic Arts
Website
www.electronic-...
Release
11. Mai 2007
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