Schwacher PSP-Ableger der genialen Next Gen-Taktik-Shooter.Nachdem Commander Mitchel auch auf der PlayStation 3 seinen Auftrag erfolgreich hinter sich gebracht hat, verfrachtet ihn Ubisoft nun auf die PlayStation Portable. In einem extra auf den Handheld angepassten Abenteuer kämpft er abermals gegen Guerrila-Kämpfer und verhindert gefährliche Terroranschläge. Wir haben uns
Ghost Recon: Advanced Warfighter 2 genauer angeschaut und verraten im folgenden
Master-Review, wie sich die Version gegenüber ihren großen Vorbildern schlägt.
Stress im DschungelIm Dschungel Panamas geht es rauh zu. Das muss auch Captain Mitchel am eigenen Leib erfahren, als sein Transporthelikopter über feindlichem Gebeit abstürzt und blutrünstige Warlord-Anhänger sich über ihn her
machen. Als waschechter Elite-Soldat natürlich kein Problem für ihn und so nimmt er es erneut mit den Amerika-bedrohenden Schergen auf. In punkto Story sollte man also wie bereits in den Konsolen-Ablegern nicht mehr als das übliche Amerika-Lobhudeln und viel Patriotismus erwarten.
Das Spiel selbst ist, wie Kenner bereits am Einleitungstext erkennen dürften,
keine Portierung des PlayStation 3-Equivalents, sondern eine
komplette Neuentwicklung. Dennoch bleibt das grundlegende Spielprinzip erhalten: Aus der Third-Person-Perspektive – wahlweise auch auf Ego-Ansicht umstellbar – steuert man den Protagonisten durch die Levels und ballert allerlei Terroristen über den Haufen. Dabei ist vorsichtiges Vorgehen und das Ausnutzen von Deckungsmöglichkeiten sehr gefragt, da man sonst schnell das Zeitliche segnet.
Wo ist der Multiplayer?Leider kann GRAW 2 auf der PSP in keinster Weise mit seinen großen Konsolen-Vorbildern mithalten. Bei der Optik wird zwar solide Kost geboten, allerdings ist diese weit davon entfernt , wirklich zu beeindrucken. Vor
» Die Grafik ist ordentlich. |
allem die übertriebenen Unschärfe-Effekt trüben den Eindruck im wahrsten Sinn des Wortes. Ebenfalls weitaus unspektakulärer als in den "großen" Versionen: Das Missionsdesign. Dieses ist recht öde ausgefallen und bietet kaum mehr als
plumpes Abschießen dummer KI-Gegner.
Auch bei der Bedienung muss man so einige Macken in Kauf nehmen. Während das Zielen über die Buttons als Ersatz für einen zweiten Analogstick noch ganz ordentlich funktioniert, gestaltet sich das
Auswählen von Sprengstoffen oder Granaten als sehr umständlich – in der Hitze eines Gefechts kann dies sogar tödlich sein. Bot
Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas in der PSP-Version immerhin noch Vier-Spieler-Online-Gefechte, verzichtet
GRAW 2 ganz darauf. Statt dessen wird
nur ein Koop-Modus für lokale WiFi-Netzwerke geboten. Ordentlich hingegen der Sound: Gute englische Sprecher und solide Soundeffekte lassen wenig Raum für Kritik. Lediglich etwas mehr Musikuntermalung wäre wünschenswert gewesen.