Gelungenes und intuitives 3D-Beat’em Up dem der allerletzte Feinschliff fehlt.Seit jeher sind für Videospieler die Begriffe
SNK Playmore und 2D-Beat’em Up untrennbar miteinander verbunden. Doch
King of Fighters: Maximum Impact 2 bricht, wie auch schon der Vorgänger, mit dieser goldenen Regel und versucht das klassische 2D-Spielgefühl im 3D-Gewand an zu bieten. Aufgrund dessen muss sich der neueste Ableger der bekannten Prügelspielreihe mit den Konkurrenten aus dem Hause
Bandai Namco und
Sega messen, wie z.B. die
Tekken- oder
Virtua Fighter-Reihe. Ob dieses Experiment gelungen ist, soll ein ausführliches
Master-Review klären.
Das Ende vom Anfang Im ersten Teil konnte
Alba Meira das „King of Fighters“-Turnier in Southtown für sich entscheiden und stellte gemeinsam mit seinem Bruder
Soiree den Frieden in der Stadt wieder her.
» Die Spezialattacken werden spektakulär in Szene gesetzt. |
Doch eines Tages erschien den Geschwistern eine geheimnisvolle junge Frau, die ihnen aus unerfindlichen Gründen bekannt vorkam. Nach wenigen unverständlichen Worten verschwand diese jedoch und so begaben sich die beiden Männer auf die Suche, das Mysterium hinter dieser Dame zu lüften. Doch kommt ihnen dabei neuerlich ein Kampfturnier in die Quere.
Nach einer längeren Intro-Sequenz landet der Spieler im Hauptmenü, welches mehrere Modi zur Auswahl hat:
Story,
Versus,
Training,
Herausforderung und
Profil. Wie bei jedem anderen Beat’em Up ist es empfehlenswert, sich zuerst im Übungsmodus mit der Steuerung vertraut zu machen. Jeder Charakter verfügt über zahlreiche Schlag- und Tritttechniken sowie Spezialmanöver, die es gilt einzustudieren, um am Ende die Arena als Sieger zu verlassen. Nach dem Erlernen der Spielmechanik kann man sich endlich dem Story-Mode widmen und das Rätsel um die unbekannte Frau lösen. Dafür spendierten die Entwickler jeder Figur eine eigene Geschichte, die eine andere Sichtweise auf die Geschehnisse ermöglicht.
Mission impossible! Der Herausforderungs-Modus offeriert dem Spieler
unzählige und abwechselungsreiche Aufgaben, die alle gemeistert werden wollen. Jede Missionen verfügt über eigene Zielvorgaben, wodurch keine
» So ein Tritt schmerzt gehörig. |
der anderen gleicht. So gilt es z.B. in einer Herausforderung den Gegner an die Wand zu schmettern oder in einer anderen den Kontrahenten unter erschwerten Kampfbedingungen zu bezwingen. Mit der Zeit lassen sich dadurch weitere Kämpfer, Kostüme und Aufgaben frei schalten. Als besonderes Schmankerl spendierten die Entwickler außerdem noch die
Extra-Missionen. Dabei handelt es sich um lustige Aufgaben, wie unter Zeitdruck ein Auto zu zertrümmern oder Steine zu zerschlagen. Diese Highscore-Jagden lockern das Spielgeschehen gehörig auf und sollen auch Solisten länger an den Bildschirm fesseln.
Der Versus-Mode in
King of Fighters: Maxium Impact 2 ist wie auch in den anderen Teilen der Serie sehr gut gelungen und offeriert Fans von Mehrspielern-Matches viele Stunden Spielspaß. Dies liegt nicht nur an den obligatorischen Kampfmodi, sondern auch an den neuen
Einzel- und
Teamparty-Duellen. Diese bieten die Möglichkeit, unter variierenden Bedingungen gegeneinander anzutreten und mehr Komplexität und Abwechselung in die Fights zu bringen.
Ein Blickfang? Grafisch befindet sich der neueste
King of Fighters-Ableger auf gutem PS2-Niveau. Die
3D-Modelle bewegen sich flüssig über den Bildschirm und warten mit vielen Details auf. Ein besonderes
» Die Charaktere warten mit vielen Details auf. |
Augenmerk legten die Programmierer auf die Damen der Schöpfung, bei denen sich alle Körperteile während der Kämpfe auffällig in Bewegung setzen. Netterweise verfügen alle Charaktere über
mehrere Kostüme und Farbgebungen, damit für jeden Geschmack etwas dabei ist. Die Arenen und Bildschirmhintergründe hingegen sind sehr schlicht geraten und heben sich leider negativ von den Figuren ab. Die Umzäunungen der Schauplätze sind dabei das auffälligste Merkmal und stechen sofort unschön ins Auge. Prachtvolle und detaillierte Stages wie bei
Bandai Namcos Soul Calibur 3 wären wünschenswert gewesen. In diesem Bereich lassen die Entwickler den letzten Feinschliff vermissen.
Die Musikuntermalung kann im Gegensatz zur optischen Gestaltung vollkommen überzeugen. Der treibende Rhythmus der Melodien passt perfekt zum Spielgeschehen, wobei das Ambiente jeder Arena berücksichtigt wurde. Auch die kräftigen Schlag- und Trittgeräusche fügen sich positiv ins Gesamtbild ein. Dafür enttäuschen die englischen Sprecher. Mit ihrem unmotivierten Gemurmel ziehen sie das Game regelrecht ins Lächerliche. Glücklicherweise integrierte
SNK Playmore auch die
japanische Sprachausgabe ins Spiel, die für weitaus mehr Stimmung sorgt.