Auch auf der PlayStation Portable nur für eingefleischte Fans des Actionrennspiel-Genres brauchbar.Nachdem Full Auto 2 auf der PlayStation 3 nur hartgesottene Baller-Racer-Fans überzeugen konnte, haben wir uns nun den PSP-Ableger angeschaut. Dieser ist nicht etwa eine abgespeckte PS3-Version sondern ein eigentständiger Titel, wenn auch mit gleicher Thematik. Ob die wüsten Rasereien mit ganz viel Kleinholz auf der PlayStation Portable eine bessere Figur machen als auf ihrem großen Bruder, verrät das entsprechende
Master-Review.
Eigenständige HeizereiBereits das Menü verrät, dass Full Auto 2 auf der PlayStation Portable ein anderer Titel ist. Die Optik präsentiert sich weitaus dreckiger und wirkt eher passend zum brutalen Setting des Games – keine Spur also vom
» Auch auf der PSP geht so einiges zu Bruch! |
High-Tech-Look der PS3-Menüs. Spätestens beim Betreten des Kampagnen-Modus erinnert der Titel jedoch an das Next-Generation-Pendant. Oft hat man die Wahl zwischen verschiedenen Rennen, die es zu meistern gilt. Anschließend wird man in die Garage gebeamt, wo man neben einem
fahrbaren Untersatz auch die entsprechende Bewaffnung festlegt. Leider tritt hier ein altbekanntes Problem schlechter PSP-Programmierung zu Tage: Ladezeiten. Jedes Mal wenn das Auto gewechselt wird, muss man sich mehrere Sekunden gedulden, bevor die Werte wie Geschwindigkeit und Panzerung angezeigt werden.
Glücklicherweise sucht man solche Technikpatzer während des eigenen Spielgeschehens – also in den Rennen – vergebens. Hier wird man mit einer
pfeilschnellen und detaillierten Optik verwöhnt, die zudem einige destruktive Effekte zu bieten hat. Zudem bleibt das Geschehen bis auf einige kleine Ausnahmen stets flüssig, was für einen reibungslosen Spielablauf sorgt. Auch beim Sound haben sich die Entwickler wie bei der PS3-Fassung ins Zeug gelegt, was in einer rockigen Musikuntermalung und sauberen Effekten resultiert.
Probleme wie beim großen BruderIn den Rennen gilt es wie beim PlayStation 3-Pendant nicht immer nur Erster zu werden, sondern diverse Ziele zu erreichen. Dies geht vom Abschießen bestimmter Feinde über das Zerstören möglichst vieler Objekte
» Drängeln mit Waffengewalt. |
bis hin zum Erreichen einer Mindestplatzierung. Oftmals müssen auch mehrere Ziele gleichzeitig erfüllt werden, um die nächste Mission freizuschalten. Neben bleigeladenen Rennen bietet der Titel auch Arenakämpfe, in denen sich alles um das Vernichten feindlicher Boliden dreht – hier zählt nicht die Geschwindigkeit sondern reine Aggressivität.
Dummerweise leidet der Titel unter ähnlichen Problemen wie die PlayStation 3-Variante. So wirkt das
Fahrzeugverhalten zu arcadig und direkt, während einige Missionsziele
mehr frustrieren als motivieren. Auch verliert man bei all der Action schnell mal den Überblick, vor allem wenn es darum geht, gleichzeitig auszuweichen, zu ballern und noch bestimmte Ziele zu erfüllen. Immerhin gibt sich der Titel im Umfang solide. Rund
20 freispielbare Karren in individuellen Farben und Tribals, eine rund sechs bis acht Stunden lange Kampagne sowie ein freier Spiel-Modus für die kleine Zerstörungsorgie zwischendurch bietet der Titel. Der Mehrspieler-Modus unterstützt leider nur
Ad-Hoc-Gaming, nicht aber das Spielen über das Internet.