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Master-Review:   » drucken    » versenden

Full Auto 2: Battlelines

» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 18.06.2007
» Gesamtwertung:
/5
2/5: Für Fans des Genres
bietet nichts Besonderes.
Wie wir bewerten
Auch auf der PlayStation Portable nur für eingefleischte Fans des Actionrennspiel-Genres brauchbar.

Nachdem Full Auto 2 auf der PlayStation 3 nur hartgesottene Baller-Racer-Fans überzeugen konnte, haben wir uns nun den PSP-Ableger angeschaut. Dieser ist nicht etwa eine abgespeckte PS3-Version sondern ein eigentständiger Titel, wenn auch mit gleicher Thematik. Ob die wüsten Rasereien mit ganz viel Kleinholz auf der PlayStation Portable eine bessere Figur machen als auf ihrem großen Bruder, verrät das entsprechende Master-Review.

Eigenständige Heizerei
Bereits das Menü verrät, dass Full Auto 2 auf der PlayStation Portable ein anderer Titel ist. Die Optik präsentiert sich weitaus dreckiger und wirkt eher passend zum brutalen Setting des Games – keine Spur also vom
» Auch auf der PSP geht so einiges zu Bruch!
High-Tech-Look der PS3-Menüs. Spätestens beim Betreten des Kampagnen-Modus erinnert der Titel jedoch an das Next-Generation-Pendant. Oft hat man die Wahl zwischen verschiedenen Rennen, die es zu meistern gilt. Anschließend wird man in die Garage gebeamt, wo man neben einem fahrbaren Untersatz auch die entsprechende Bewaffnung festlegt. Leider tritt hier ein altbekanntes Problem schlechter PSP-Programmierung zu Tage: Ladezeiten. Jedes Mal wenn das Auto gewechselt wird, muss man sich mehrere Sekunden gedulden, bevor die Werte wie Geschwindigkeit und Panzerung angezeigt werden.

Glücklicherweise sucht man solche Technikpatzer während des eigenen Spielgeschehens – also in den Rennen – vergebens. Hier wird man mit einer pfeilschnellen und detaillierten Optik verwöhnt, die zudem einige destruktive Effekte zu bieten hat. Zudem bleibt das Geschehen bis auf einige kleine Ausnahmen stets flüssig, was für einen reibungslosen Spielablauf sorgt. Auch beim Sound haben sich die Entwickler wie bei der PS3-Fassung ins Zeug gelegt, was in einer rockigen Musikuntermalung und sauberen Effekten resultiert.

Probleme wie beim großen Bruder
In den Rennen gilt es wie beim PlayStation 3-Pendant nicht immer nur Erster zu werden, sondern diverse Ziele zu erreichen. Dies geht vom Abschießen bestimmter Feinde über das Zerstören möglichst vieler Objekte
» Drängeln mit Waffengewalt.
bis hin zum Erreichen einer Mindestplatzierung. Oftmals müssen auch mehrere Ziele gleichzeitig erfüllt werden, um die nächste Mission freizuschalten. Neben bleigeladenen Rennen bietet der Titel auch Arenakämpfe, in denen sich alles um das Vernichten feindlicher Boliden dreht – hier zählt nicht die Geschwindigkeit sondern reine Aggressivität.

Dummerweise leidet der Titel unter ähnlichen Problemen wie die PlayStation 3-Variante. So wirkt das Fahrzeugverhalten zu arcadig und direkt, während einige Missionsziele mehr frustrieren als motivieren. Auch verliert man bei all der Action schnell mal den Überblick, vor allem wenn es darum geht, gleichzeitig auszuweichen, zu ballern und noch bestimmte Ziele zu erfüllen. Immerhin gibt sich der Titel im Umfang solide. Rund 20 freispielbare Karren in individuellen Farben und Tribals, eine rund sechs bis acht Stunden lange Kampagne sowie ein freier Spiel-Modus für die kleine Zerstörungsorgie zwischendurch bietet der Titel. Der Mehrspieler-Modus unterstützt leider nur Ad-Hoc-Gaming, nicht aber das Spielen über das Internet.
Pro
Actionreiche Straßenschlachten
Sehr gute Grafik
Rockiger Sound
Contra
Teils frustrierend
Zu chaotisch
Steuerung zu arcadig und überladen
Fehlender Online-Modus
Fazit
Schade. Obwohl Full Auto 2 auf der PlayStation Portable keine schlichte Portierung der PS3-Fassung ist, fällt mein Fazit ziemlich identisch aus: Zu chaotisch, zu frustrierend, zu arcadig und eine zu überladene Steuerung. Während der Titel technisch auf ganzer Linie dank guter Grafik und krachigem Sound überzeugen kann, richtet er sich spielerisch nur an hartgesottene Fans des Auto-Kampf-Genres. Gerade auf der PSP gibt es mit Twisted Metal: Head On einen starken Konkurrenten, der nicht nur das abgedrehtere Setting und die bessere Atmosphäre sondern auch das bessere Gameplay sowie einen Online-Modus zu bieten hat. Auch das leicht überdurchschnittliche Fired Up gefiel mir persönlich beim Durchspielen besser als Full Auto 2. Somit bleibt auch die PlayStation Portable-Variante von Segas hauseigener Actionrennspiel-Serie ein klarer Fall für beinharte Genre-Fans, die gar nicht genug bekommen von schwer bewaffneten Autos und zerstörten Rennstrecken. Wer nicht zu dieser Zockergruppe gehört, sich aber dennoch für den Titel interessiert, sollte zuerst Probe zocken.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
   Car-Combat
Publisher
Sega
Entwickler
Deep Fried Ente...
Website
www.sega-europe...
Release
30. März 2007
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