Gutes Lizenz-Jump'n'Run für unterwegs ohne echte Höhepunkte.
Feinschmecker im Müll Remy ist Feinschmecker. Doch er hat ein Problem.
Remy ist eine Ratte und Ratten sind in noblen Restaurants gleich nach Küchenschaben die unbeliebtesten Gäste überhaupt. Dementsprechend schwer
» Wer hat an der Uhr gedreht? |
ist es für den knuffigen Nager auch, an das begehrte Futter heranzukommen. Im Spiel zum gleichnamigen Pixar-Streifen übernimmt natürlich der Spieler die Rolle von
Remy und begleitet ihn durch 20 Levels auf der Suche nach neuen, exquisiten Rezepten.
Beim Gameplay zeigt sich die Lizenz-Versoftung dabei sehr klassisch und ohne Besonderheiten. Mittels einer gut gelungenen, präzisen Steuerung lenkt man
Remy bereits nach kurzer Eingewöhnungszeit durch die abwechslungsreich gestalteten Levels. Hier steht vor allem das Springen, Balancieren und Klettern über diverse Hindernisse im Vordergrund. Kämpfe haben eine eher untergeordnete Rolle und spielen sich auch entsprechend unspektakulär.
Mittels Schwanzhieb oder Draufspringen putzt man hier einfallslose Insektengegner weg. Der Schwierigkeitsgrad ist hierbei sowohl bei den Kämpfen als auch Sprungpassagen insgesamt eher niedrig angesetzt, fällt allerdings durch einige Außreißer nach oben besonders bei ungeübten Spielern unangenehm auf.
Soldies Gameplay in gutem TechnikgewandNeben den begehrten Rezepten lassen sich in den Levels Käsestücke und versteckte Schlüssel sammeln, was
erkundungsfreudige Spieler motiviert. Erstere dienen zum „Aufleveln“ der Spielfigur. So
kann beispielsweise die Lebensenergie von
Remy gegen ein paar hundert Käsestücke dauerhaft gesteigert werden. Die Schlüssel hingegen öffnen Truhen mit ganz besonderen Boni. Bereits absolvierte Levels können zum erneuten Absuchen nach diesen Items natürlich jederzeit über die
Levelauswahl erneut angegangen werden.
Technisch macht
Ratatouille eine gute Figur.
Die Grafik zeigt sich auf durchaus überdurchschnittlichem Niveau und überzeugt durch eine gute Detailtiefe und ruckelfreien Spielspaß aus. Sogar die Ladezeiten sind in einem sehr erträglichen Rahmen, was gerade bei PSP-Spielen nicht selbstverständlich ist.
Auch Musik, Sprachausgabe und Soundeffekte wissen zu überzeugen. Der Umfang geht ebenso okay: rund zehn Stunden benötigt man zum Abschließen des Spiels – entsprechend länger wenn wirklich alle Geheimnisse erkundet werden wollen.