Gelungenes Revival eines Arcade-Klassikers in angemessener Optik.Mit dem Actiontitel After Burner schuf Sega im Jahre 1987 einen Arcade-Klassiker, der auch heute noch von vielen Genre-Anhängern gerne gezockt wird. Jetzt, zwei Dekaden nach dem Release des Originals, erhält das kultige Flugzeug-Ballergame eine PSP-Umsetzung. Ob
After Burner: Black Falcon an den Höhenflug des Vorgängers anschließen kann, oder ob es sich um eine Bruchlandung handelt, ist wie immer im passenden
Master-Review in Erfahrung zu bringen.
Back to the 80'sWie es sich für einen waschechten Arcadetitel gehört, ist die Hintergrundgeschichte schnell erzählt: Die ominöse Organisation
Black Falcon bemächtigt sich 13 Prototypen eines neuen Super-Jets. Diese drohen nun gegen Bargeld
» Meistens hat man es mit mehreren Feinden zu tun. |
in die Hände von Terroristen zu gelangen, welche diese garantiert gegen die eigentlichen Besitzer der hochmodernen Kampfflugzeuge - die USA – einsetzen würden. Zeit also, den Spieler in die Rolle des Bewahrers von Frieden und Gerechtigkeit zu stecken und ihn in insgesamt
24, leider recht schnell durchgespielten, Kampagnen-Missionen auf die Jagd nach den Entführern zu schicken.
Dazu stehen dem angehenden Elite-Kampfpiloten hochmoderne Kampf-Jets der US-Airforce zur Verfügung, mit deren Hilfe Jagd auf die Verbrecher gemacht wird. Von der schnellen F14 über die futuristisch SR71 Lockheed bis hin zum bulligen B2-Stealthbomber hat man die Wahl aus
insgesamt 15 Jets, welche während der Kampagne freigespielt werden. Zudem dürfen durch verdientes Geld Aufrüstungen und optische Modikationen an den stählernen Adlern vorgenommen werden. Um alle Upgrades für sämtliche Flieger freizuspielen, kann man bereits bestandene Missionen beliebig oft zur Geldvermehrung wiederholen.
Lock on, baby!Gut aus- und aufgerüstet geht es nach den tristen Briefings aber schick gestaltetem Ausrüstungs-Bildschirm in die Schlacht. Wer den Vorgänger aus dem Jahr 1988 kennt, wird sich sofort in diese Zeit zurückversetzt fühlen.
» Feuerbälle und High-Speed. |
Nach wie vor steuert man seinen Jet aus der
Third-Person-Perspektive im Railshooter-Stil über fest vorgegebene Bahnen und nimmt dabei zahllose Feinde aufs Korn, während man ihren Geschossen ausweicht.
Drei verschiedene Waffengruppen und ebensoviele Schwierigkeitsgrade sorgen hier für ein viel Geschicklichkeit abforderndes Gameplay für alle Zockertypen. Fliegende Ziele fallen primär hitzesuchenden Luft-Luft-Raketen zum Opfer, während Bodenziele nach dem "Lock on" mit Luft-Bodenrakten weg gebombt werden. Da die Munition für beide Waffengattungen begrenzt ist, lohnt es sich, nah fliegende und leicht gepanzerte Ziele mit dem MG den Garaus zu machen, da dieses über unendlich Munition verfügt. In Reihe abgeschossene Feinde geben einen
Combo-Bonus und lassen nützliche Pickups, wie neue Munition oder Lebensenergie, fallen.
Gute Grafik und Retro-SoundTechnisch gibt sich
After Burner: Black Falcon keine Blöße und bietet eine sehr solide Optik. Vor allem die detaillierten Flugzeugmodelle können sich sehen lassen.
» Auch in der Wüste gehts zur Sache. |
Wuchtige Explosionseffekte und grafisch sehr unterschiedlich gestaltete Levels wissen ebenfalls zu gefallen. Allerdings hätten die Umgebungen mehr Details und/oder bessere Texturen vertragen, um einen grafisch wirklich sehr guten Titel auf die PSP zu zaubern.
Ebenso ordentlich wie die Grafik zeigt sich die Akustik. Fetzige Retro-Musik und solide Soundeffekte sorgen für eine überdurchschnittliche Soundkulisse.
Abseits der Kampagen bietet der Titel noch einen
Mehrspieler-Modus, welcher entweder zusammen oder gegeneinander gezockt werden darf. Während der
Coop-Modus das Spielen bereits freigeschalteter Solo-Missionen erlaubt und durchaus Spaß macht, enttäuscht der
Versus-Modus. Dies liegt allerdings in der Natur des After Burner-Gameplays, welches kein freies Fliegen zulässt, sondern lediglich das Ausweichen auf fest vorgegebenen Bahnen. So befinden sich die Spieler auch im Versus-Modus hintereinander. Gelingt dem hinten fliegenden Piloten ein Abschuss, wechelt dieser mit dem Vordermann und wird selbst zum Gejagten.