Grandiose Fortsetzung der berühmten Crash-Racer-Reihe.
Take me down to Paradise City ...Willkommen in
Paradise City, dem Paradies für alle Raser-Rowdys und Stunt-Fetischisten!
120 Events warten darauf, von todesmutigen Fahrern bestritten zu werden, mit nur einem Ziele vor Augen: Das Einheimsen der
Burnout-Lizenz! Doch bis dahin ist es ein langer weg. Jeder neue Fahrer fängt klein an: Lahme Karre und unerforschte Stadt sowie eine niedrige Fahrerklasse. Dies sind die Startvoraussetzungen eines jeden Neulings in Criterions neuestem Meisterwerk
Burnout Paradise.
Um sich nun nach und nach zum großen Ziel durchzuackern, müssen Eventpunkte gesammelt werden. Diese erhält man durch das Gewinnen selbiger. An fast jeder Kreuzung in der
großen, frei befahrbaren Spielwelt gibt es einen solcher Wettbewerbe, die sich in verschiedene Disziplinen unterteilen. In
Rennen geht es natürlich darum, als erster ins Ziel zu kommen. In
Road Rages gilt es, möglichst viele Gegner von der Strecke zu drängen, während man im neuen
Marked Man-Modus aggressiven Verfolgern entkommen muss. Außerdem gibt es noch
Burning Route- und
Stunt-Events. Erstere sind Zeitrennen, während man in zweiteren ähnlich wie in einem
Tony Hawk's-Spiel Punkte durch das Ausführen von Stunt-Kombos erreichen muss.
... where the cars are fast ...Jedes gewonnene Event bringt einen Punkt auf den virtuellen Führerschein. Hat man eine bestimmte Anzahl an Punkten ergattert, steigt der Fahrerrang. Beim Erreichen eines neuen werden gleichzeitig sämtliche
» Unterschiedliche Lackierungen sorgen für Hingucker. |
Events (außer Burning Route-Events) zurückgesetzt und im Schwierigkeitsgrad erhöht. Anschließend kann man sich an bereits bestrittenen oder neuen Herausforderungen versuchen, um mehr Punkte zu sammeln. Da man zum normalen Durchspielen nie alle 120 Events innerhalb eines Ranges erledigen muss, kann der Spieler stets selbst bestimmen, welche Art von Herausforderungen er bevorzugt. Negativ fällt dabei allerdings ins Gewicht, dass sich die
Events mit der Zeit wiederholen – wenn auch in erhöhtem Schwierigkeitsgrad.
Das
Design der Spielwelt an sich könnte kaum abwechslungsreicher sein. Neben der stark befahrenen Innenstadt gibt es einen Highway, ein Schienennetz, ausgedehnte Landstraßen, sowie ein Gebirge mit Tunnels und Brücken. Natürlich sind abseits der Hauptrouten
zahllose Abkürzungen und Sprungschanzen zu entdecken, die in den Rennen einige Vorteile offenbaren oder für Stunt-Events nutzbar sind. Außerdem lassen sich neben den Straßen zahlreiche Parcours für Stunts finden. Beispielsweise ein stillgelegtes Flugfeld, Stadion oder Bergwerk.
... and the crashes are prettyBei den Rennen spielt das Kennen der Spielwelt übrigens eine sehr große Rolle. Statt nämlich auf abgegrenzten Strecken zu rasen, ist es in
Burnout Paradise jedem Spieler selbst überlassen, wie er ins Ziel kommt.
» Sprünge bringen Stunt-Punkte. |
Es zählt nur, wer als erster ankommt. Als kleine Hilfestellung bietet der Titel an wichtigen Abzweigungen allerdings
Blinker sowie Richtungsangaben am oberen Bildschirmrand an. Etwas ärgerlich ist die Tatsache, dass man stets manuell zum Start von Events fahren muss – diese
lassen sich nämlich nicht per Übersichtskarte starten. Ebenfalls wichtiger als je zuvor: Die Wagenwahl. So unterscheiden sich die
78 Boliden in ihrem Handling deutlicher denn je voneinander und sind zudem in drei Klassen unterteilt: Stunt-, Tempo und Crash-Autos.
Ansonsten befindet sich alles auf bekannt hohem
Burnout-Niveau. Die Geschwindigkeit ist dank Nachbrenner atemberaubend und auch die Action kommt im neuesten Ableger nicht zu kurz. So können Gegner nun
noch spektakulär in Hindernisse abgedrängt werden. Auf all zu übertriebene Einlagen wie Aftertouch und Detonator hat man in Burnout Paradise allerdings verzichtet. Auch lässt sich der voranfahrende Verkehr nur noch mit den allerschwersten Fahrzeugen einfach zur Seite schieben. Der Crash-Modus ist ebenfalls gestrichen. Somit besinnt sich die Reihe auf alte Tugenden und geht wieder etwas
mehr in Richtung Arcade-Racing und weg von der Daueraction.
Paradies für EntdeckerWer abseits der zahllosen Events noch mehr Unternehmerdrang entwickelt, der darf in der großen Spielwelt nach allerlei Boni suchen. So haben die Entwickler zahlreiche Spezialsprünge versteckt, welche entdeckt werden
» In Burnout Paradise geht einiges zu Bruch. |
wollen. Außerdem gibt es etliche Absperrungen und zahlreiche Burnout-Werbetafeln zu finden. Tankstellen laden den Boost wieder auf, während Werkstätten den Wagen reparieren, was in Road Rage und Marked-Man-Events wichtig ist. Wem das immer noch nicht reicht, darf sich jederzeit per Ingame-Menü direkt aus dem Solo-Modus heraus in
Online-Fahrten stürzen.
Dort kann man ebenfalls die gesamte Stadt unsicher machen. Im Freeburn überbieten sich die Spieler gegenseitig im Aufstellen von Rekorden in unterschiedlichsten Bereichen (weitester Sprung, längster Drift, längste Fahrt im Gegenverkehr ...). Der Challange-Mode ist eine Art
Koop-Modus, in dem alle Teilnehmer gemeinsam versuchen 350 Mini-Herausforderungen zu meistern. Zu guter Letzt gibt es natürlich auch die Möglichkeit einfach nur Rennen zu fahren. Der Host legt hier die Regeln und Strecken fest. Vorbildlich: Im Mehrspieler-Modus dürfen die
Rennstrecken individuell durch das Hinzufügen von Start- und Zielpunkten sowie (optionalen) Checkpoints
gestaltet werden.
Schön wie der Garten EdenTechnisch bietet
Burnout Paradise typisch hochwertige Criterion-Kost. Sobald der Titel einmal gestartet wurde, sieht man – außer vor Onlinerennen –
keinen Ladebildschirm mehr. Alles geht nahtlos
ineinander über und bietet somit ein ununterbrochenes Spielerlebnis. Auch der fliegende Wechsel zwischen Solo- und Mehrspieler-Modus ist mehr als vorbildlich. Hinzu gesellt sich eine wunderschöne Optik mit knackigen Texturen, spektakulären Effekten, schicken Wagenmodellen und einer sehr lebendig wirkenden Umgebung. Das alles natürlich in
pfeilschnellen 60 Frames pro Sekunde. Lediglich Kantenflimmern schmälert den ansonsten überragenden Gesamteindruck ein wenig.
Wo die Optik begeistert, weiß auch der Sound zu überzeugen. 70 Tracks aus den Bereichen Rock sowie klassische Burnout-Stücke der Teile 1 bis 3 sorgen für die passend-treibende Musikuntermalung. Wie in EA-Spielen üblich kann die Trackliste den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Etwas nervig zeigt sich allerdings die
nicht abschaltbare Radio-Moderatorin DJ Atomica, die mit ihren sporadisch eingestreuten Kommentaren die Gemüter erhitzen wird. Alles im Lot wiederum bei den brachialen Soundeffekten, die für den nötigen Akustik-Bums während dem spektakulären Spielverlauf sorgen.