Infos
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» Spielzeit: |
20 h |
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» Grafik: |
86 |
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» Sound: |
90 |
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» Spielspaß Solo: |
85 |
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» Spielspaß Multi: |
- |
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» Gesamtwertung: |
86 |
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Pro
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Beispiellose Atmosphäre |
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Sehr gute Sprecher |
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Eine kleine Rachegeschichte |
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Kampfmoves |
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Bruuuuutaaaaal |
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Contra
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Otherworld sehr trist |
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Wenig Hintergrund über die Darkness |
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Tentakelsteuerung zickt manchmal rum |
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Ist NY so menschenleer? |
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Ladefilme nerven irgendwann |
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Qualität
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Story:
Im großen und Ganzen geht es um den jungen Mann Jackie Estacado der zu seinem 21. Geburtstag die Kräfte der Darkness erhält. Jackie ist kein normaler Mann, sondern Hitman eines Mafiaclans. Nachdem er für seinen Onkel Paulie Franchetti einen "Job" in den Sand setzt sieht er sich flugs auf der eigenen Abschußliste des Clans wieder. Zudem versucht sich Jackie der monströsen Darkness zu widersetzen und ihr Einhalt zu gebieten. Das Spiel handelt alsbald von einem beispiellosen Rachefeldzug der sich in New York und in der sog. Otherworld(einer niemals endenden 1. Weltkriegshölle) abspielt.
Grafik und Sound:
Grafisch fand ich es eigentlich sehr potent. Es sind halt die ganzen kleinen Dinge abseits des Weges wie zb. Fernseher, in denen News oder alte Serien laufen, runtergekommene Bahnhofsklos. Die U - Bahnstationen waren im Gegensatz zu den Straßen NY geradezu belebt. Hier und da gibt es sicherlich etwas an der grafischen Umsetzung zu bemängeln---> Besonders die Otherworldlevels fand ich ziemlich traurig. Das liegt aber daran das ich mich in N64 - Nebelzeiten zurückversetzt fühlte, da die Otherworld sehr neblig und quasi nur auch Braun und Rottönen aufgebaut war. Weitsicht, war zumindest im 1. Otherworldlevel kein Thema. Nichtsdestotrotz nimmt man dem Spiel aber seine düstere Grundstimmung immer ab, und wird stellenweise förmlich darin eintauchen. Die Darkness ansich ist jetzt nicht so hammermäßig umgesetzt, sind halt zwei mönströse Tentakelarme die man mit den Schultertasten aktiviert und verschiedenste Fähigkeiten abrufen kann. Die Ladepausen sind überdeckt von allerlei Geschichten die Jackie uns erzählt, manchmal spielt er auch nur mit seinen beiden Waffen rum. Spielt man das Spiel öfters können einem die Geschichten vom Taxifahrer Crazy Abdul oder der Nutte Candy schon leicht nerven. Herauszuheben ist ferner das es hier und da kleine Grafikbugs gibt, man rutscht zum Beispiel zwischen ein Geländer und ner Mülltonne und kommt dort erst mal nicht raus. Musste das Spiel jedoch nie abbrechen, da ich mich meistens aus diesen prekären Situationen befreien konnte.
Am Sound gibt es nichts zu mosern. Die Sprecher machen allesamt eine hervorragende Arbeit, wobei besonders Mike Patton(Ex Faith No More Sänger) als Stimme der Darkness besonders hervorzuheben ist. Mir lief da immer ein Schauer über den Rücken wenn sich die Stimme der Dunkelheit meldete und versuchte Jackie zu verführen. Neben Mike Patton leiht Dwight Schulz(dem Howling Mad Murdock vom A - Team) Onkel Pauli die Stimme, einer Figur das verspreche ich euch, die ihr hassen werdet. Die Sound FX fallen weder negativ noch großartig positiv auf. Das Spiel ist auf englisch mit sehr guten deutschen Untertiteln.
Spielmechanik:
The Darkness ist eine Mischung aus Adventure und First Person Shooter. Ihr folgt immer euren Rachegelüsten. Hier und da erfüllt ihr kleinere Aufgaben für div. NPC's oder kleine Spiele, wie dem Hütchenspiel oder Münzen vom Bahnsteig zu holen ehe die U - Bahn einfährt. In der Otherworld gilt es aus selbiger zu entkommen. Zudem sammelt ihr verschiedene Telefonnummern und Briefe die überall in den Levels, teils gut versteckt auf euch warten. Mit diesen schaltet ihr Bonusmaterial wie die Darkness Comics oder allerlei Konzeptzeug frei.Ferner gibt es auch div. Fernsehsendungen freizuschalten. Es gibt verschiedene Schwierigkeitsgrade. Habe es auf dem leichtesten gespielt und selbst da muss man schon aufpassen weil Jackie nicht wie in den Comics unverwundbar ist, sondern eigentlich ziemlich schnell ins Gras beißt wenn man unvorbereitet losprescht. Die Gegner KI ist vollkommen in Ordnung.
Wenn Jackie sich nicht gerade seiner Darkness - Fähigkeiten bedient schöpft er aus einem Fundus an verschiedenen Pistolen oder Revolvern, Maschinenpistolen -letztere Waffen auch beidhändig - Shotgun's sowie Automatischen Gewehren. Waffen und Munition bekommt ihr von erledigten Gegnern. In der Otherworld ist der Fundus an Waffen nicht so reichhaltig. Dort gibt es Pistolen und ein Gewehr. Ich für meinen Teil habe fast nur auf die Ballermänner gesetzt und mich fast durch das ganze Spiel geschossen. Wenn ihr nahe an einem Gegner steht und die Schultertaste drückt führt Jackie einen sog. Kampfmove aus, am ehesten Vergleichbar mit einem kurzen Gun - Kata eines Grammaton Klerikers aus "Equilibrium". Je nachdem wie weit euer Gegner wegsteht oder ob ihr ihn von hinten angreift wird jedesmal ein anderes Manöver ausgeführt. Da wird dem Feind zum Beispiel ins Bein geschossen und daraufhin wenn er sich nach vorne beugt direkt in den Kopf. Gibt massig Moves die entdeckt werden wollen und auch auf die Gefahr das mich einige für blutgeil halten, ziemlich heftig abgehen und ich nicht genug davon bekommen kann.
Die Darkness an sich beeinhaltest auch sehr viel Gewaltpotential. Erledigten Gegner könnt ihr das Herz herausreißen und euren Tentakelarmen zu fressen geben. Dieses führt dazu das die Kräfte eurer Dunkelheit schlichweg aufleveln. Meistens balgen sich beide Arme um das Herz des Opfers und fast immer bekommt das rechte Tentakel den Zuschlag. Ferner solltet ihr darauf achten euch immer in den dunklen Ecken der jeweiligen Level zu bewegen. Im Licht ist die Darkness nutzlos. So solltet ihr das jeweilige Level genau sondieren und diverse Lichtquellen ausschalten. man sieht förmlich wie die Darkness die Dunkelheit in sich aufsaugt und weiß anhand dieses Vorganges das es dunkel genug ist.
Ferner gibt es noch eine ganze Menge andere Darknesskräfte die ihr im Verlauf des Spieles und Zuführung von genug "Herzmaterial" freischalten könnt.
Jackie kann zum Beispiel einen seiner Dämonenarme kontrollieren und mit dessen Hilfe Eingänge öffnen oder einfach nur die Lage sondieren. Dann gibt es noch den Dämonenarm der Feinde aufspießt und große Gegenstände aus dem Weg räumen kann. Ferner gibt es die Waffen der Darkness, also zwei Knarren die direkt mit der Energie der Dunkelheit gefüttert werden, sowie der Fähigkeit ein schwarzes Loch zu beschwören welches alles in einem bestimmten Radius ansaugt und vernichtet. Letzteres ist etwas unausgewogen balanciert und eher mit einer Smartbomb vergleichbar.
Eine weitere Fähigkeit der Darkness besteht darin sog. Darklings zu beschwören. Kleine, übelgelaunte Helfer die sich eurer Gegnerschar gerne annehmen. Es gibt einen Schützendarkling, der mit einer fetten Gatlinggun ausgerüstet ist und eure Feinde unter Feuer nimmt. Einen Berserker - Darkling der schwere Türen öffnen kann und eure Gegner mit Muskelkraft erschlägt. Einen Lichtkiller - Darkling der potentielle Lichtquellen auschaltet, sowie einen Kamikaze - Darkling der ein Päckchen Sprengstoff auf dem Rücken trägt und somit Eingänge freisprengen oder eine ganze Gegnerschar mit in den Tod reißen kann. Zudem gibt es für den Berserker - Darkling noch sechs verschiedene Outfits wie: Schwertoutfit, Presslufthammer, Axt, Machete, Säge und Vorschlaghammer. Ist einer der Outfits angelegt malträtiert euer Helfer die armen Feinde mit den gerade genannten Waffen.
Finger weg von der Cut - Version!!
Die deutsche Version ist vollkommen zerfetzt worden. Dort gibt es für die Tentakel anstatt Herzen, Seelen die wie kleine schwarze Löcher aussehen. Ferner sind einige Kampfmoves entfernt worden, sowie das Ragdoll Modell kaum vorhanden. Ebenfalls ist die deutsche Version grausamst blutleer. Selbst das Bonusmaterial ist geschnitten weil in den Comics das böse Hakenkreuz vorkommt. Stattdessen bekommt man nur einen Ladebildschirm zusehen. Eine Frechheit. Um alle Schnitte zu sehen kann der geneigte Leser eventuell auf Schnittberichte.com vorbeischauen. Gerade so ein Spiel wie "The Darkness" lebt nunmal von seiner Gewalt. Auch wird sie hier nur als Stilmittel eingesetzt und ich kann überhaupt nicht verstehen wie man solche eine zerfetzte Version in die Regale stellen konnte.

Fazit
Fazit:
Ja, es hat Macken und Mängel die einem aufstoßen. Die Otherworld war überhaupt nicht meins(obwohl "suicide Corner" rul0rt), die Straßen NY waren mir zu menschenleer, die Steuerung der Darkness - Arme zickt manchmal rum, sich zuoft wiederholende Ladefilme und das schlimmste überhaupt keine Einführung der Darkness. Also wenn einem zwei Tentakelarme aus dem Körper wachsen und man über kataklysmische Kräfte verfügt, ich mein das fällt einem doch auf. Jackie nimmt es einfach so hin. Hätte mir ein bißchen Hintergrundbeleuchtung weshalb, warum gewünscht. Von seinem Uropa in der Otherworld erfährt man ja auch nicht wirklich was. Die Darkness ist ja nicht so ne große Nummer wie zum Beispiel die "Macht" in Star Wars, die man dem Universum sofort abnimmt ohne jegliches Hintergrundwissen.
Nichtsdestotrotz hat mich dieses Spiel ungemein gefesselt. Mich hat die Rachegeschichte bei der Stange gehalten, denn ich wollte Onkel Pauli unbedingt bezahlen lassen für das was er Jenny angetan hat. Darüberhinaus wirkt das Spiel einfach aufgrund seiner düsteren Thematik. Alles ist fast immer aus einem Guß und die vielen liebevollen Details in den Levels tragen ungemein zur Stimmung bei. Auch die Sprecher machen das Spiel zu einem Erlebnis. Wenn Mike Patton seine Darkness losläßt lief es mir anfangs kalt den Rücken runter. Kurzum, es gibt hier und da schon was zu meckern, aber die gesamte Präsentation reißt alles wieder heraus. Hatte dann doch sehr viel Spaß mit der Dunkelheit.

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