Solides Star Wars-Spiel, das allerdings nicht aus der Masse herausstechen kann.Mittlerweile hat der große Star Wars-Hype wieder nachgelassen und mit Abschluss der neuen Prequel-Trilogie im Jahre 2005 soll erst einmal wieder Schluss sein mit weiteren Filmumsetzungen der Materie. Nichtsdestotrotz stehen Games mit der Star Wars-Franchise vor allem bei Fans weiter hoch im Kurs. Ubisoft hat sich die Rechte an Handheld-Umsetzungen zum Thema gesichert und präsentiert mit
Star Wars: Lethal Alliance das erste Produkt. Mehr dazu im
Master-Review.
Diebin statt JediNachdem man sich in vergangenen Star Wars-Actiongames zumeist als Jedi durch zahlreiche Gegnerhorden geschlagen hat, verzichtet
Star Wars: Lethal Alliance komplett auf den Einsatz der sagenumwobenen Macht.
» Gemeinsam gegen das Imperium. |
Statt dessen schlüpft man in die Rolle der diebischen Twi'lek Dame Rianna, die
zusammen mit dem All-Round-Droiden Zeeo das Universum bereist und sich als Kleinganovin durchboxt. Eines Tages trifft sie auf die Führerin der Rebellen: Prinzessin Leia. Die macht ihr ein verlockendes Angebot: Viel Geld für die Infiltration imperialer Basen. Natürlich kann die von Natur aus geldgierige Rianna dieses Angebot nicht ablehnen ...
Während des Spielverlaufs trifft man neben Prinzessin
Leia noch auf allerhand bekannte Gesichter aus dem Star Wars-Universum wie zum Beispiel
Kyle Katarn aus den Dark Force/Jedi Knight-Spielen sowie den Kopfgeldjäger
Boba Fett. Leider sind die Zwischensequenzen, welche
die Story voran treiben, in punkto Langeweile kaum zu übertreffen und animieren eher zum Gähnen als zum Mitfiebern.
TraumpaarDas eigentliche Spiel zeigt sich als typischer
Third-Person-Shooter mit zahlreichen Jump'n'Run- und Klettereinlagen sowie kleineren Rätseln. Durch die weibliche Heldin und den Mix der genannten Elemente erinnert das Ganze etwas
» Tödliche Nahkampf-Kombo. |
an
Tomb Raider, allerdings mit einem stärkeren Fokus auf Ballereinlagen. Gegner können mit diversen Waffen wie Blaster, Sturmgewehr oder Sniper aufs Korn genommen oder im Nahkampf durch Energieklingen niedergestreckt werden. Außerdem gibt es
Stealth-Manöver, die einen von hinten überraschten Widersacher mit einer schick animierten Aktion zu Fall bringen.
Auch Roboter
Zeeo kann den Spieler im Kampf unterstützen. So baut auf er Knopfdruck beispielsweise einen Energieschild auf, welcher Feindfeuer reflektiert oder Gegner durch einen beherzten Flug gegen den Kopf betäubt. Für zusätzliche Abwechslung sorgen Einlagen hinter
Geschütztürmen sowie
Flugabschnitte. In beiden kommt abermals der blecherne Kumpel zum Zug. Während er beim Feuern vom Geschützturm aus für gekühlte Läufe und hochgefahrene Schutzschilde sorgt, dient er beim Fliegen als futuristisches Surfbrett.
Solide Kost ohne HöhepunkteDas alles klingt spaßig und ist es auch über weite Strecken des Spiels. Leider gibt es mit dem Titel ein Problem. Zwar wirkt alles durchwegs solide programmiert, allerdings in keinster Weise besonders oder auffallend. So stellt
sich schnell ein "hab ich doch alles schon einmal woanders besser gespielt"-Gefühl ein. Hinzu kommen Patzer bei der Programmierung: Vor allem
Kamera- sowie Zielsystem wirken unterentwickelt und auch die Bedienung entpuppt sich gelegentlich als nicht präzise, was vor allem in kniffligen Sprungpassagen nerven kann. An regelmäßige Checkpoints wurde wiederum gedacht, so dass sich Frust weitestgehend in Grenzen hält.
Technisch wird ebenfalls nichts Besonderes geboten. Die Grafik ist ordentlich, allerdings meilenweit von Systemgrößen wie
Syphon Filter: Dark Mirror oder
Daxter entfernt. Musikalisch bleibt dank des
Star Wars OST natürlich alles im grünen Bereich - ebenso bei den Soundeffekten. Die Sprecher der einzelnen Charaktere wiederum wirken leblos. Neben einer rund achtstündigen Solo-Kampagne gibt es noch einen Mehrspielermodus, in dem man via Wi-Fi gegen einen Freund in einer Jagd nach wertvollen Gütern antritt. Durch die Beschränkung auf zwei Mitspieler, nur einen Modus und keine Onlinetauglichkeit kann man allerdings
kaum von einem vollwertigen Multiplayer-Erlebnis sprechen.