Genügend Übung vorausgesetzt, begeistert auch der zweite PSP-Auftritt von Tiger Woods in allen Belangen.Der Tradition folgend, versieht
Electronic Arts seine Sportspiele auch dieses Jahr mit einer neuen Versionzahl – mehr oder weniger umfassende Anpassungen inklusive. Während die Heimkonsolen bereits auf eine lange Reihe dieser Updates zurückblicken können, wagt der Publisher auf der PSP erst seinen zweiten Versuch. Im Falle von
Tiger Woods PGA Tour ein durchaus schweres Erbe, konnte der erste Auftritt auf dem Handheld doch durch und durch überzeugen. Wie groß die Anstrengungen für die 07er-Version waren, soll folgendes
Master-Review klären.
Drei harte Jahre Bevor man sich auf den Rasen begeben kann, gilt es auch in
Tiger Woods PGA Tour 07, das Erscheinungsbild des angehenden Profi-Sportlers festzulegen. Angefangen beim Gesicht bis hin zum Körperbau stehen hier
vielfältige Möglichkeiten offen.
» Wenn Tiger zulangt, wächst kein Gras mehr. |
Noch schnell das Wichtigste im
Pro Shop eingekauft – für mehr reicht das Startkapital ohnehin nicht -, schon kann man sich an seine Karriere machen. Ganz im Zeichen der großen Konsolenbrüder durchläuft man im
PGA Tour-Modus neuerdings
drei Jahre des namensgebenden Wettbewerbs auf dem Weg zur Tabellenspitze. Auf einem Kalender darf hier jeweils der nächste Event ausgewählt werden.
Das Spektrum der Herausforderungen ist dabei
vielfältig: Man tritt gegen andere namhafte Profigolfer an, versucht in verschiedenen Situationen, wie etwa aus Sandbunkern heraus, einen möglichsten guten Score zu erreichen oder absolviert eines von zwei Minispielen. Im bereits aus dem Vorgänger bekannten Putt-Rausch müssen in schneller Abfolge Bälle eingelocht werden. Beim neuen Minigame namens Shooting Gallery gilt es, punktgenau auf eine Wand zu schießen und damit kräftig Punkte abzusahnen. Über kurz oder lang steht auch das erste
PGA Tour-Ereignis an, bei dem man über sämtliche 18 Löcher eines Kurses hinweg das beste Ergebnis erreichen und
Erster werden muss.
Übung macht den Meister Auf dem Golfplatz hingegen hat sich seit
Tiger Woods PGA Tour 06 nicht viel geändert. Das wichtigste Bedienelement stellt nach wie vor der
Analogstick dar. Mit dessen Hilfe führt man sämtliche Schläge aus. Dazu wird der Stick zuerst nach
» Beim Putten hilft ein farbiger Raster. |
unten und im Anschluss in möglichst gerade Linie nach oben bewegt. Verzieht man dabei, gewollt oder ungewollt, nach links oder rechts, so fliegt die weiße Kugel eine
entsprechende Kurve. Eine neue Anzeige veranschaulicht diese Abweichung. Je weiter der Analogstick nach hinten bewegt wird, desto stärker der Schlag. Richtung und Weite bestimmt das Programm selbst ganz gut, große Korrekturen sind nicht nötig. Mittels schnellem Antippen der rechten Schultertaste sorgt man zudem für
Extrapower oder einen Drall.
Auch beim Putten kommt der Analogstick zum Einsatz, wobei zusätzlich zwei Hilfsmittel zur Verfügung stehen: Ein farbiger Raster zeigt das Gefälle rund um das Loch an, ein zuschaltbarer Pfeil in etwa die zu schlagende Richtung. Die
Schwierigkeit bei
Tiger Woods PGA Tour 07 liegt klar darin, die Schläge mittels Analogstick richtig zu beherrschen. Nur
mit viel Übung fliegt der Ball schlussendlich jedes Mal dorthin, wo man es beabsichtigt hat. Hinzu kommt, dass einige Herausforderungen beinhart kalkuliert sind und man viel Können an den Tag legen muss. Ist man aber bereit, sich genügend lange damit zu beschäftigen, so erwartet einen ein äußerst
motivierender und lang anhaltender Golfspaß.
Shopping extrem Hat man ein paar Herausforderungen hinter sich gelassen und sein erstes Geld verdient, klopft auch bald der erste Sponsor an die Tür. Spätestens jetzt sollte dem
Pro Shop ein Besuch abgestattet werden, liegt hier doch die größte Motivation im
» Einer der schön modellierten Kurse. |
Spiel. Nach und nach werden immer mehr aus insgesamt
1200 Ausrüstungsgegenständen von teils namhaften Herstellern freigeschaltet. Von T-Shirts über Kappen bis Sonnenbrillen, Schläger und Uhren ist alles dabei, was das Herz eines jeden Golfers höher schlagen lässt. Neben dem Erscheinungsbild des Profisportlers ändern sich dadurch auch seine
Fähigkeiten, bringt jedes Teil doch gesteigerte Attribute mit. Zudem erwirbt man im Laufe der Wettbewerbe Punkte, die frei auf etwa Kraft, Abschlag und Putten verteilbar sind.
Eine echte
Neuerung findet sich im
Online-Modus wieder. Nach einer etwas langwierigen Anmeldung kann man hier in verschiedensten Herausforderungen gegen Spieler aus aller Welt antreten. Die Lebenszeit des Titels wird so um einiges
verlängert. Grafisch hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht viel getan: Die insgesamt zwölf, teils neuen, Kurse wurden schön auf den Bildschirm gebracht, sämtliche Golfer überzeugen mit
lebensechten Animationen. Lediglich die Umgebungen könnten etwas detaillierter sein. Bei der Akustik sind besonders die äußerst gelungenen
englischen Kommentatoren hervorzuheben, die neuen Musikstücke untermalen das Geschehen sehr gut. Applaus und Umgebungsgeräusche sorgen für eine gute Kulisse.