PSP-Ableger mit eher schlechtem Fahrverhalten, jedoch feiner Grafik.Erstmals bietet sich auch für Besitzer der PlayStation Portable die Möglichkeit, sich in ein virtuelles Formel Eins-Geschoß zu setzen, um unzählige Runden auf den bekanntesten Parcours der F1-Welt zu drehen. Bereits der Vorgänger
Formel Eins 05 stammte aus dem Hause
Sony Computer Entertainment und kam bei zahlreichen Rennbegeisterten hervorragend an. Hauptsächlich wegen den vielen Lizenzen, die sich
SCEE sichern konnte, gewann man im Laufe der Zeit unzählige Fans. Ob die portable Version auch mit den großen Brüdern mithalten kann, erfahrt ihr wie immer in unserem
Master-Review.
Mit 360 auf der ZielgeradenWie auch in den Konsolenfassungen stehen dem Spieler
Einzelrennen, Zeitfahrten, Meisterschaft und
Karriere zur Verfügung. Der Hauptmodus von
Formel Eins 2006 ist klarerweise die Karriere, in der man eine
eigene Laufbahn als Rennfahrer bastelt.
» "Stau" in der ersten Kurve. |
Begonnen wird von ganz unten - die Aufgabe besteht natürlich darin, sich bis nach oben vorzuarbeiten, die Konstrukteurs- und Einzel-WM zu gewinnen und bei weltbekannten Teams wie
Ferrari oder
McLaren anzuheuern. Als "No-Name" startet der Spieler im
Karriere-Menü und sieht sich nochmal zu allererst nach einem Team um.
Im Nachrichten-Posteingang empfängt man hauptsächlich E-Mails vom
eigenen Sportagenten, der einem ständig aktuelle News und Details aus der laufenden Meisterschaft zusendet. Zu Beginn werden drei Teams aufgelistet, die auf der Suche nach einem neuen Fahrer sind. Nimmt man beispielsweise das Angebot vom
Super Aguri F1 Team an, muss eine Probefahrt absolviert werden. Beweist der Spieler dort sein Talent und fährt in der vorgegeben Rundenzeit die Strecke ab, so kann man einen
Vertrag für die Formel Eins-Saison 2006 unterschreiben.
Quietschende Reifen und jaulende MotorenFahrphysikalisch kann die PSP-Fassung sogar mit den Vorgängern nicht mithalten. Die Kameraführung, welche sich relativ "verkrampft" darstellt, versetzt der Fahrphysik und dem
Geschwindigkeitsgefühl auf der Strecke einen ordentlichen Dämpfer. So kommt es oft vor, dass man den Radius der Kurve nicht optimal einschätzen kann und diese somit zu schnell passiert wird. Zudem reagiert die Lenkung auch bei den besonders leichten F1-Wagen sehr verzögert, was klarerweise ebenfalls zu einem Unfall führen kann.
Die einzige positive Eigenschaft am ziemlich verpatzten Fahrverhalten aller Autos sind die
sehr hilfreichen Bodenmarkierungen. Diese zeigen die optimale Fahrweise – sprich Ideallinie – an und fordern durch rote Verfärbung zum Bremsen und durch grüne zum Beschleunigen auf. Hält man sich an diese Anzeigen und kann sie auch perfekt umsetzen, so ist eine schnelle Rundenzeit garantiert. Dieser Ablauf kommt nicht nur während der Meisterschaft auf den
insgesamt 18 Strecken, sondern auch beim Zeitfahren und dem einzelnen Rennen zur Anwendung - selbstverständlich nicht nur im Multiplayer-Modus besonders ärgerlich.
Tausende F1-Begeisterte?In punkto Grafik kann
Formel Eins 2006 auch mit den anderen PSP-Games tadellos mithalten. Sämtliche F1-Wagen wurden detailreich gestaltet, sodass sogar alle Werbepartner wie beispielsweise der
» Optimale Grafik für PSP-Verhältnisse. |
Zigarettenhersteller
Lucky Strike auf den Autos von
BAR Honda zu finden sind. Bei den Strecken haben sich die Entwickler sichtlich etwas weniger Mühe gegeben, da auf die restliche Umgebung wie Zuschauertribünen oder ähnliches mehr oder weniger verzichtet wurde; sie sind zwar vorhanden, doch nicht so detailgetreu wie die Renngeschoße.
Der Sound sämtlicher jaulender Motoren wurde wie auch bei den Konsolenversionen beinahe perfekt ins Spiel gebracht, sodass man glauben könnte, dass sich der Spieler live bei einem Rennen befindet. Musikalisch ist der komplette Verlauf zwar nicht wie von Rennspielen gewohnt mit Rock- oder Hiphop-Bands untermalt, sondern
rhythmische Beats, die vom Entwickler selbst komponiert wurden, sind zu hören. Auch der Zuschauerjubel, den man von den vorherigen F1-Titel bereits kannte, bleibt dem Spieler leider nur in Gedanken.