Jetzt mitmachen!
Alle Spiele anzeigen
Nur PlayStation 2-Spiele anzeigen
Nur Xbox-Spiele anzeigen
Nur Gamecube-Spiele anzeigen
Nur PSP-Spiele anzeigen
Nur DS-Spiele anzeigen
Nur Xbox 360-Spiele anzeigen
Nur PS3-Spiele anzeigen
Nur Wii-Spiele anzeigen
Spiele: » Releases | » Alle Spiele | » Neue Spiele | » Was ist neu?
 Go  
Magazin: » News | » Kommentare | » Forum | » Editorials | » User-Liste | » Über uns | » RSS
Master-Review:   » drucken    » versenden

Marvel: Ultimate Alliance

» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 28.11.2006
» Gesamtwertung:
/5
4/5: Empfehlenswert
mit zahlreichen Stärken.
Wie wir bewerten
Sehr gelungene Fortsetzung der X-Men Legends-Reihe mit noch mehr Superhelden!

Superhelden sind - vor allem in Amerika - beliebter denn je. Comic-Verfilmungen wie Spider-Man, X-Men, Hulk oder The Punisher ziehen Millionen Kinobesucher in ihren Bann und die Welle an Nachschub reißt nicht ab: Ghostrider, Spider-Man 3, 300, The Punisher 2 sowie eigene Filme für Wolverine und Magneto sind bereits in der Mache. Mit Marvel: Ultimate Alliance hat Raven Software seine Vorzeige-Superhelden-Games X-Men Legends 1+2 nun auf das gesamte Marvel-Universum ausgeweitet und lässt den Spieler auf einen beachtlichen Pool an Superhelden zurückgreifen. Ob die hohe Qualität der Vorgänger gehalten wird, deckt unser Master-Review auf.

Strumpfhose vs. Blechkopf
Es ist Nacht und der Himmel über London brennt. Seltsam maskierte Gestalten kämpfen in mehreren hundert Meter Höhe auf einem Luftschiff gegen angreifende Roboter in Mini-Jets. Explosionen erhellen das dunkle Firmament
» Gemeinsam sind wir stark.
und schnell wird klar: Hier kämpft die Superhelden-Allianz gegen die Kräfte des bösen Doctor Dooms. Spider-Man, Wolverine, Captain America und Thor teilen unter dem Kommando von Nick Fury kräftig aus. Vom aufwändigen Renderintro aus geht es dann auch direkt in die Action. Wie in X-Men Legends 1 + 2 übernimmt man aus der Vogelperspektive in bester Hack'n'Slay-Manier die Kontrolle über vier Superhelden, von denen man einen direkt steuern kann. Die restlichen Verbündeten werden von der soliden KI gelenkt oder lassen sich jederzeit von anderen Spielern übernehmen.

Fortan schlägt, tritt und schießt man sich seinen Weg mit etlichen Kombos, Superattacken und Waffen durch fünf große Kapitel und trifft dabei nicht nur auf über zwanzig spielbare Superhelden wie Daredevil, Blade, Iceman, Silver Surver oder die fantastischen Vier, sondern auch auf etliche Superbösewichte und deren treuen Untergebenen. Dementsprechend häufig trifft der Spieler auch auf Zwischen- und Endgegner, welche besonders hartnäckig sind. Hochgradig demolierbare Umgebungen unterstreichen bei diesen wilden Gefechten die immense Zerstörungskraft der Superhelden und -schurken.

Gewohntes Gameplay aufgemotzt
Die Steuerung geht dabei leicht von der Hand und ermöglicht das intuitive Einsetzen von normalen Angriffen und Spezialattacken. Neu hinzu gekommen sind Minigames a lá God of War, in denen man auf größere Gegner klettert
» Human Torch heizt seinen Feinden ein.
und diese mittels vorgegebener Tasteneingabe entwaffnet oder niederstreckt. Ein einfaches HUD hält stets Informationen über die Lebensenergie- und Heldenkraft-Reserven der Mitstreiter bereit. Diese werden ürigens nicht wie in den Vorgängern und genreverwandten Titeln wie Baldur's Gate: Dark Alliance durch rote und blaue Tränke aufgefüllt, sondern durch von besiegten Gegnern freigelassene Energiekugeln.

Neben neuer Power hinterlassen die Feinde noch Helden-Münzen und Erfahrungspunkte. Durch beides können die Spielerfiguren aufgerüstet werden, um so stärker, ausdauernder oder energiereicher zu werden oder aber neue Spezialfertigkeiten zu erlernen. Weniger komfortabel gestalten sich leider die Menüs, um diese Werte und Zahlungseinheiten zu verteilen. Man muss schon genau in die Legende schauen, um zu wissen, welche Taste nun welche Funktion übernimmt, was das Ganze nicht intuitiv sondern umständlich gestaltet.

Talk to me
Ein besonderes Lob geht an das Leveldesign. Dieses ist abwechslungsreicher und einfallsreicher als in den Vorgängern und sorgt so für stetige Motivation weiterzuspielen, obwohl das zu Grunde liegende Gameplay
» Ins Netz gegangen!
recht monoton ausgefallen ist. So wartet jede Welt mit unterschiedlichen Gegnern und Umgebungen auf, die teils sehr abgefahren sind. Vor allem der Vergnügungspark Murdeworld des verrückten Genies Arcade sticht hier hervor. Des Weiteren kämpft man sich unter anderem noch durch Valhalla, Mephistos Reich und sogar unter Wasser gibt es ordentlich auf die Mütze. Zu den Kämpfen kommen noch einige kleine, aber nicht immer anspruchslose Rätsel hinzu.

Um den Spielablauf zusätzlich aufzulockern, gibt es zwischen den Missionen allerlei Gelegenheiten, Schwätzchen mit verschiedenen Charakteren zu führen, die alles Mögliche über ihr Leben, die Mission oder Freunde und Feinde zu berichten haben. Wie die Vorgänger punktet der Titel hier durch unterhalsame Dialoge und witzige Einlagen. Im Zusammenspiel mit der soliden Superhelden-Story und einigen aufwändigen Rendersequenzen ein echtes Eldorado für Superhelden-Fans.

Grafisch nur Current-Gen
Grafisch sieht man dem Titel leider an allen Ecken und Enden an, dass er eigentlich für Current-Gen-Konsolen programmiert wurde. Optisch schaut Marvel: Ultimate Alliance daher wie ein – immerhin sehr schickes – Xbox-Spiel
» Keilereien satt.
mit besseren Texturen aus. Wirklich gelungen sind die zahlreichen Spezialeffekte, Charaktermodelle aus der Vogelperspektive und insgesamt sehr farbenfrohe Optik. Weniger gelungen sind die Animationen, Nahaufnahmen der Modelle sowie generelle Detailschwäche der Umgebungen. Konstanter der Sound: Zur jeweiligen Stage passende Hintergrundmusiken, wuchtige Effekte und professionielle Sprecher für die Helden.

Auch beim Spielumfang gibt es keinen Grund zum Klagen. Je nachdem, wie ausführlich man sich mit den zumeist optionalen Gesprächen, Neben- und Spezialmissionen der einzelnen Helden beschäftigt, beträgt die Spielzeit rund 15 bis 25 Stunden. Drei Schwierigkeitsgrade sorgen für ein ausgewogenes Spielerlebnis für alle Spielernaturen. Wer nicht alleine zocken möchte, der schließt einfach ein bis drei weitere Controller an seine Xbox 360 an oder sucht sich per Xbox Live Kumpanen für eine Koop-Session.
Pro
Über 20 spielbare Charaktere
Simples, aber sehr spaßiges Gameplay
Viele Dialoge mit den Superhelden
Solide Story
Guter Umfang
Koop-Modus
Contra
Grafik auf Current-Gen-Niveau
Wenig intuitive Menüs
Fazit
Mit Marvel: Ultimate Alliance baut Raven Software souverän die Stärken der beiden inoffiziellen Vorgänger aus und beschert Superhelden-Fans eine echte Perle für die Sammlung. Dieses Mal sind nicht nur die X-Men sondern sehr viele bekannte und auch weniger bekannte Marvel-Superhelden im spaßigen Gameplay vertreten, so dass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Kleine Zusätze im Kampfsystem, wie die God of War-ähnlichen Trigger-Events, sorgen für zusätzlchen Spaß beim munteren Hau-Drauf-Gameplay. Damit das Ganze nicht langweilig wird, haben die Entwickler wieder viel Mühe darauf verwendet, die Hintergründe der Spielfiguren in zahlreichen Dialogen zu verarbeiten. Abseits der Kloppereien sorgt dies für echtes Rollenspiel-Feeling. Ebenfalls nichts zu beanstanden gibt es beim Umfang: Eine lange Storyline, zahlreiche Neben- und Spezialmissionen für einzelne Helden sowie der On- und Offline-Kooperativ-Modus sorgen für stundenlangen Spielspaß. Lediglich die Optik vermag für Xbox 360-Verhältnise nicht zu begeistern, was an den Current-Gen-Wurzeln des Titels liegt. Wer über dieses kleine Manko jedoch hinwegsehen kann und für simple Hack'n'Slay-Spiele sowie Superhelden zu begeistern ist, der muss einfach zugreifen!
Infos
Erhältlich für
Genre
Rollenspiele • Action-RPG
Publisher
Activision
Entwickler
Raven Software
Website
www.marvelultim...
Release
03. November 2006
Spiel kaufen
»  Game World
»  game4game
User-Bewertung
89
1 Bewertung
0 Reviews
Features
userrankings.com    » Werbung | » Impressum/Kontakt | » Hilfe    © 2003 - 2008
RSS News RSS Reviews www.sevenpixel.com  0.0652