Magere Fortsetzung eines durchschnittlichen Action-Adventures.Bereits vor zwei Jahren versuchte das Sony-interne Entwicklerstudio Sony Japan mit Genji eine echte Konkurrenz zu Capcoms Vorzeigeserie
Onimusha zu schaffen. Ebenfalls als Samurai kämpfte man sich im feudalen Japan durch Dämonenhorden und hinderte finstere Herrscher daran, die Menschen zu unterdrücken. Qualitativ reichte
Genji allerdings nicht annähernd an die Capcom’schen Schwertschwinger heran. Mit
Genji: Days of Blade soll sich dies nun ändern. Wir haben den Titel getestet und verraten im
Master-Review, warum die Sony-Dämonenjäger abermals versagen.
Dämonenkillendes QuartettEigentlich sollte das Land nach
Yoshitsune und Benkeis Erfolg im ersten Teil der Reihe ja längst von Dämonen gesäubert sein. Doch wie das Böse so will, erscheinen finstere Dämone mir nichts, dir nichts einfach wieder
» Spielt sich leider nur mit Yoshitsune flott. |
aus dem Nichts und hüllt das
Land erneut in Chaos. Nicht schwer zu erraten, dass abermals der Spieler die Rolle der Helden übernimmt und abwechselnd als
Yoshitsune oder
Benkei die Verteidigung der Menschen startet. Verstärkung bekommt das kampferprobte Duo von der hübschen Kriegerin
Shizuka sowie einem weiteren mysteriösen Kämpfer. Alle vier Recken sind spielbar – je nach Spielabschnitt jederzeit auswechselbar oder fest vorgegeben - und
unterscheiden sich durch bestimmte Spezialfertigkeiten und den Kampfstil.
Der flinke Yoshitsune kann an Wänden entlang laufen und einen Doppelsprung vollführen, während er sich mit zwei Schwertern durch die Monsterhorden metzelt. Der gemächliche
Benkei besticht durch brachiale Kraft, welche es ihm ermöglicht, einen riesigen Baumstamm als Waffe zu schwingen. Die agile
Shizuka hingegen wirkt sehr gebrechlich, überzeugt allerdings durch die hohe Reichweite ihrer an Seilen geführten Klingen, mit denen sie sich auch über Abgründe schwingen kann. Der mysteriöse vierte Charakter schließlich schwingt einen mächtigen Speer und kann Energiewellen auf Feinde schleudern.
Kämpft er noch oder schläft er schon?Am zu Grunde liegenden Gameplay hat sich gegenüber dem ersten Teil nichts geändert. Immer noch bewegt man seine Spielfigur durch verschiedene Levels,
metzelt Monster, sucht diverse Schlüssel und löst kleinere Rätsel.
» Grafisch muss sich Genji 2 nicht verstecken |
Alle naselang gibt es darüber hinaus Bossfights zu überstehen. Leider spielt sich
Genji: Days of Blade mit allen Charakteren außer
Yoshitsune extrem träge. Die Figuren wirken fast so, als würden sie in Zeitlupe agieren, was die Fights ermüdend und absolut undynamisch macht. Spektakuläre Kombos oder echte Finessen sucht man ebenfalls vergebens.
So beschränken sich die Auseinandersetzungen mit den zahlreichen Gegnertypen auf
langweiliges Buttonmashing und gelegentliche Block- und Ausweichmanöver, welches auf Grund der extra lahm agierenden Helden und
extrem miesen Kamera oft in purem Frust endet. Hinzu kommen die bereits aus dem Vorgänger bekannten, langweiligen Triggerevents. Hat man eine Energieleiste durch das Vermöbeln von Feinden gefüllt, kann man in eine Art Trance-Zustand wechseln, in dem durch das Drücken eingeblendeter Tasten umstehenden Feinden enorme Schäden zugefügt wird. Leider nervt dieses Feature bereits nach kurzer Spielzeit. Da retten auch die teils sehr schöne Optik,
prachtvolle Rendersequenzen und der gelungene, fernöstliche Soundtrack nicht mehr viel.