Online-Mehrspieler aufgepasst: Hier gibt's flotte Arcade-Flugaction zum günstigen Preis.
Der Falke ist gelandet 1995 sorgte auf der gerade erst erschienenen Sony PlayStation ein kleines aber von der Fangemeinde heiß geliebtes Spiel für Furore. Die Rede ist natürlich von
Warhawk. Die
Sony-Entwickler schufen eine flotte Flugballerei,
» Grade nochmal der Rakete ausgewichen. |
die vor allem durch gute Steuerbarkeit und viel Action überzeugte. Zwölf Jahre später besann sich Entwickler
Incognito auf diese Stärken zurück. Diesmal geht es aber neben den Luftkämpfen auch auf dem Boden mit Fahrzeugen und zu Fuß zur Sache. Radikal hat man auch das Grunddesign des Gameplays überarbeitet: Auf eine Solo-Kampagne wurde komplett verzichtet -
Warhawk stellt ein reines
Mehrspieler-Spektakel für bis zu 32 Spieler dar.
Warhawk ist dabei der ganz große Hoffnungsträger für
Sony, soll der Titel doch beweisen, dass der
Sixaxis-Controller dank der Bewegungssensoren ein völlig neues Spielgefühl vermittelt. Auch für das von jedermann
gratis nutzbare PlayStation Network stellt es ein Novum dar. Erstmals erschien ein PS3-Titel sowohl als Verkaufsversion (ca. 60 Euro inkl. Headset) sowie gleichzeitig als 900MB-Download (ca. 30 Euro). Damit unterstreicht Sony weiter die
starke Online-Lastigkeit des Titels. Auf eine Story oder gar schmückendes Beiwerk in Form von Cutscenes wurde komplett verzichtet. Wer sich einmal einen Weg durch das schlichte Menü gebahnt hat, landet direkt im Spielgeschehen.
Mehr Ballern geht kaum Sollte mal gerade kein geeigneten Internet-Zugang zur Verfügung stehen, so darf auch auf
lokale Splitscreen-Partien zu viert zurück gegriffen werden. So richtig zur Sache geht's aber natürlich nur im
» Geschütze sind für Flugzeuge eine große Gefahr. |
Online-Modus. Man steigt entweder per Server-Liste in ein zufällig zusammen gewürfeltes Spiel ein oder stellt sich eine Partie (z.B. nur gegen die eigenen Freunde) zusammen. Damit die ersten Geh-, Fahr- und Flugversuche nicht zu nervig ausfallen, wirft
Warhawk während der ersten Online-Sessions immer Anfänger mit ählicher Erfahrung/Stärke zusammen.
Der eigene Protagonist wird in der Third-Person-Perspektive mittels der Analog-Sticks durch die Gegend gelotst. Damit alles fair bleibt, sind grundsätzlich
alle Spieler gleichwertig. Erst die gefundenen Waffen und Gegenstände machen den persönlichen Touch aus. Je nach Vorliebe darf man sich zwischen Faustfeuer-, diversen Automatikwaffen oder auch größeren Kalibern wie Flammenwerfer oder Panzerfaust entscheiden. Sniper-Waffen sowie Granaten/Raketen runden das Arsenal zusätzlich ab. Per Steuerkreuz kann die aktuelle Waffen schnell und effizient gegen eine andere ausgetauscht werden.
Warhawk dürfte somit für jede Spielernatur unabhängig ob Neuling oder alter Hase etwas bieten.
König der Lüfte Die Steuerung zu Fuß ist einfach gehalten und orientiert sich an bewährten Shooter-Vorbildern: Neben den tragbaren Waffen stehen auch stationäre Geschütze zur Auswahl. Die Fahrzeugkontrolle der Jeeps/Panzer
» Auch Fahrzeuge sind mit von der Partie. |
erinnert entfernt an die
Halo-Reihe: Beifahrer sowie eine Person am Maschinengewehr auf der Ladefläche dürfen nach Herzenslust losballern. Richtig zur Sache geht es aber in der Luft: Die fantasievollen Fluggeräte pflügen in
halsbrecherischer Geschwindigkeit durch den Pixel-Himmel. Die
Sixaxis-Steuerung ist eingängig und spätestens nach einigen Minuten hat man den Dreh raus - oder schaltet auf eine klassischere Steuerungsvariante zurück.
Technisch überzeugt
Warhawk in den Bereichen, auf die es für einen Arcade-Shooter wichtig ist:
Flüssige Framerate und gute Weitsicht. Die Texturen (vor allem auf Standard-TVs) hingegen hätten bessere Auflösungen verdient. Alles in allem geht die Grafik aber voll in Ordnung. Zum Sound braucht man nicht viele Worte verlieren: Zweckmäßige Geräuschkulisse (Waffenfeuer, Explosionen usw.) sowie pompöser und mitreißender Soundtrack passen gut zum Spielgeschehen. Wer zur Vollversion (auf BD-Disc) greift, bekommt überdies ein Headset dazu, welches angenehm zu tragen ist und gute Sprachqualität bietet.
Showcase für das PlayStation Network Sehr positiv fällt die Programmierung des Herzstücks, der Online-Anbindung, aus. Möchte man ein Match hosten, so ermittelt
Warhawk die maximale Spieleranzahl für den Internet-Anschluss. Einen leistungsfähigen Server
» Sieht doch gleich besser aus. |
in der Nähe mit guten Pingzeiten vorausgesetzt, können theoretisch
bis zu 32 Spieler an einer Partie teilnehmen. Die vier Spielmodi reichen von
Deathmatch (alle gegen alle),
Team-Deathmatch (Gruppe gegen Gruppe) über
Capture The Flag (Erobern von Items) bis hin zu
Zones (Erobern und Verteidigen von Territorien) und sorgen für ausreichend Abwechslung.
Zwar gibt es
nur fünf Maps, diese sind jedoch umfangreich (große Levels inkl. Varianten) ausgefallen und es spricht ja nichts dagegen, dass
in Zukunft noch weitere Karten auf PSN veröffentlicht werden. Online-Fans dürfen sich über zweckmäßige Clan-Funktionalität sowie aufschlussreiche Statistiken freuen. Das einzige Feature, welches Mehrspieler missen müssen, sind Bots, diese haben es nicht in den PS3-Titel geschafft. Als kleines Trostpflaster kann man dafür Charaktere durch z.B. freispielbare Skins optisch anpassen.