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Master-Review:   » drucken    » versenden

Full Auto 2: Battlelines

» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 09.04.2007
» Gesamtwertung:
/5
2/5: Für Fans des Genres
bietet nichts Besonderes.
Wie wir bewerten
Durchschnittliche Auto-Ballereien im schicken Technikgewand.

Nachdem Sega bereits den Xbox 360-Launch mit einem Exklusivtitel aus dem Genre der Auto-Kampfspiele belieferte, erscheint die Fortsetzung Full Auto 2 exklusiv auf Sonys PlayStation 3. Obwohl der erste Teil nicht gerade mit guten Wertungen überschüttet wurde, hält man am Konzept flotter und extrem arcadiger Autoballereien fest. Ob das Konzept abermals scheitert oder man aus den Fehlern des ersten Teils gelernt hat, deckt wie immer unser Master-Review auf.

Anarchie in Meridian-City
Die Hintergrundgeschichte zu den bleihaltigen Rennen ist genauso schnell erzählt wie belanglos. Eine anarchistische Organisation welche sich selbst die Ascendants nennt hat die Kontrolle über die fiktive
» Die Effekte können sich sehen lassen.
Stadt Meridian-City übernommen und trägt aller Ortens illegale Straßenrennen aus. Die Aufgabe des Spielers ist es nun, diese Veranstaltungen zu infiltrieren und unter den Anführern der Gangs aufzuräumen. Dazu stehen einem diverse Fahrzeuge bereit, welche mit Waffen ausgerüstet und verbessert werden können. Anfangs nur auf ein paar Exemplare beschränkt, zieht man später mit raketenbestückten Supertrucks gegen die Schurken ins Feld.

Prinzipiell gibt es zwei verschiedene Spielmodi: Rennen und Arenakämpfe. Wie nicht anders zu erwarten gilt es in den Rennen einen möglichst guten Platz zu erreichen, während es in den Arenakämpfen nur um Abschüsse geht. Um etwas Abwechslung in das Geschehen zu bringen, verfügt jede Mission der rund zehn Stunden umfassenden Kampagne verschiedene Primär- und Sekundärziele wie "Töte den Anführer" oder "Schließe das Rennen in 2:30 Minuten ab". Neben der Kampagne gibt es noch einen Arcade-Modus, welcher schnelle Spiele gegen die CPU ermöglicht, sowie einen Mehrspieler-Modus. Dieser bietet die Möglichkeit, entweder Online gegen bis zu sieben andere Spieler anzutreten oder im Split-Screen mit einem Mitspieler zu kämpfen.

Schnell, chaotisch, unfair
Das Gameplay ist rasend schnell und oft chaotisch. Man muss sich das Ganze als Burnout mit Ballern und noch arcadelastigerer Steuerung vorstellen – natürlich unnötig zu erwähnen, dass bei dermaßen halsbrecherischen
» Krieg auf der Straße.
Geschwindigkeiten das Zielen schwer fällt. Auch wirkt die Bedienung überladen. Verschiedene Waffen, Gas geben, bremsen, Boost, lenken und dabei noch manuell zielen kriegen selbst Personen mit sehr guten Multitasking-Fähigkeiten nur schwer gleichzeitig auf die Reihe. Des Weiteren sind vor allem die Arenakämpfe zu schwer ausgefallen. Hier werden oft dermaßen viele Kontrahenten gleichzeitig auf den Spieler gehetzt, dass Überleben zur reinen Glückssache avanciert.


Technisch hingegen liefert Full Auto 2: Battlelines eine gute Show. Die Grafik kann sich mit ihren detaillierten Strecken und Wagen sowie satten Zerstörungs- und Waffeneffekten wirklich sehen lassen und verwöhnt das Auge. Die Umgebungen sind demolierbar, so dass während der wilden Schießer- und Raserein ständig was zu Bruch geht. Beim Sound greift man auf einschlägig bekannte Rockbands wie Wolfmother und Megadeth zurück, was im Zusammenspiel mit den guten Soundeffekten für eine ordentliche Klangkulisse sorgt.
Pro
Schicke Optik
Guter Sound
Streckenweise durchaus spaßige Rasereien und Fights
Solider Mehrspieler-Modus
Contra
Chaotisches Gameplay
Überladene Steuerung
Fahrverhalten zu arcadig
Stellenweise unfair und frustrierend
Fazit
Schade, aber Full Auto schafft es auch im zweiten Anlauf nicht aus dem Genre-Durchschnitt heraus zu rasen. Zu hektisch ist das Spielgeschehen, zu unausgeglichen und frusthaltig der Schwierigkeitgrad und zu überladen die Bedienung. Zwar sorgen die wilden Rasereien zuweilen für echten Spielspaß, allerdings wird dieser spätestens in der nächsten Arena durch unausgewogene Feinde und teils zu hoch gesteckte Missionsziele wieder ausgebremst. Auch wäre in punkto Geschwindigkeit in diesem Falle weniger mehr gewesen. Es ist fast unmöglich, bei dermaßen extremen Rasereien noch vernünftig zu zielen, beziehungsweise anderen Fahrzeugen gezielt auszuweichen – die Twisted Metal-Reihe zeigt hier seit Jahren, wie man es deutlich besser macht. Was bleibt ist ein technisch sehr ordentliches Car-Combat-Game für hartgesottene Fans, welche sich nicht von einer überladenen Steuerung, einem chaotischen Gameplay und frustigen Passagen abschrecken lassen. Hoffen wir das Beste für einen eventuellen dritten Teil.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
   Car-Combat
Publisher
Sega
Entwickler
Deep Fried Ente...
Website
www.sega-europe...
Release
23. März 2007
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