Durchschnittliche Auto-Ballereien im schicken Technikgewand.Nachdem Sega bereits den Xbox 360-Launch mit einem Exklusivtitel aus dem Genre der Auto-Kampfspiele belieferte, erscheint die Fortsetzung Full Auto 2 exklusiv auf Sonys PlayStation 3. Obwohl der erste Teil nicht gerade mit guten Wertungen überschüttet wurde, hält man am Konzept flotter und extrem arcadiger Autoballereien fest. Ob das Konzept abermals scheitert oder man aus den Fehlern des ersten Teils gelernt hat, deckt wie immer unser
Master-Review auf.
Anarchie in Meridian-CityDie Hintergrundgeschichte zu den bleihaltigen Rennen ist genauso schnell erzählt wie belanglos. Eine anarchistische Organisation welche sich selbst die
Ascendants nennt hat die Kontrolle über die fiktive
» Die Effekte können sich sehen lassen. |
Stadt
Meridian-City übernommen und trägt aller Ortens
illegale Straßenrennen aus. Die Aufgabe des Spielers ist es nun, diese Veranstaltungen zu infiltrieren und unter den Anführern der Gangs aufzuräumen. Dazu stehen einem diverse Fahrzeuge bereit, welche mit Waffen ausgerüstet und verbessert werden können. Anfangs nur auf ein paar Exemplare beschränkt, zieht man später mit
raketenbestückten Supertrucks gegen die Schurken ins Feld.
Prinzipiell gibt es zwei verschiedene Spielmodi:
Rennen und Arenakämpfe. Wie nicht anders zu erwarten gilt es in den Rennen einen möglichst guten Platz zu erreichen, während es in den Arenakämpfen nur um Abschüsse geht. Um etwas Abwechslung in das Geschehen zu bringen, verfügt jede Mission der rund zehn Stunden umfassenden Kampagne
verschiedene Primär- und Sekundärziele wie "Töte den Anführer" oder "Schließe das Rennen in 2:30 Minuten ab". Neben der Kampagne gibt es noch einen Arcade-Modus, welcher schnelle Spiele gegen die CPU ermöglicht, sowie einen
Mehrspieler-Modus. Dieser bietet die Möglichkeit, entweder Online gegen bis zu sieben andere Spieler anzutreten oder im Split-Screen mit einem Mitspieler zu kämpfen.
Schnell, chaotisch, unfairDas Gameplay ist
rasend schnell und oft chaotisch. Man muss sich das Ganze als Burnout mit Ballern und noch arcadelastigerer Steuerung vorstellen – natürlich unnötig zu erwähnen, dass bei dermaßen halsbrecherischen
Geschwindigkeiten das Zielen schwer fällt. Auch wirkt die Bedienung überladen. Verschiedene Waffen, Gas geben, bremsen, Boost, lenken und dabei noch manuell zielen kriegen selbst Personen mit sehr guten Multitasking-Fähigkeiten nur schwer gleichzeitig auf die Reihe. Des Weiteren sind vor allem die
Arenakämpfe zu schwer ausgefallen. Hier werden oft dermaßen viele Kontrahenten gleichzeitig auf den Spieler gehetzt, dass Überleben zur reinen Glückssache avanciert.
Technisch hingegen liefert
Full Auto 2: Battlelines eine gute Show. Die Grafik kann sich mit ihren detaillierten Strecken und Wagen sowie
satten Zerstörungs- und Waffeneffekten wirklich sehen lassen und verwöhnt das Auge. Die Umgebungen sind demolierbar, so dass während der wilden Schießer- und Raserein ständig was zu Bruch geht. Beim Sound greift man auf einschlägig bekannte Rockbands wie
Wolfmother und
Megadeth zurück, was im Zusammenspiel mit den guten Soundeffekten für eine
ordentliche Klangkulisse sorgt.