Sehr gelungene Arcade-Action und Highscore-Jagden aus der Third-Person-Perspektive.
Willkommen im ClubDer Club: eine Geheimorganisation, die extremen Persönlichkeiten die Möglichkeit gibt, sich extremen Kampf-Herausforderungen zu stellen. Ähnlich wie der aus dem gleichnahmigen Film bekannte Fight Club - nur mit Waffen,
» Harte Kerle in harter Action. |
ohne Abklatschen wenn man genug hat und garantiert tödlich für die Verlierer. Kein Wunder also, dass nur die härtesten und abgebrühtesten Kerle der Welt hier ihr Glück versuchen. Insgesamt stehen
acht Charaktere aus aller Herren Länder zur Auswahl, von denen zwei allerdings erst freigespielt werden müssen.
Vom pfiffigen Zocker Finn über den finsteren Russen Drakov bis hin zum mysteriösen Kaputzenmann Nemo hat jeder seine ganz eigene Motivation, an den Fights teilzunehmen. Viel
mehr Storysubstanz gibt es jedoch nicht. Nach dem schicken Render-Intro und einer schnellen Video-Einführung ins Gameplay steht man auch schon am Beginn des ersten Levels und fängt an, sich in bester Third-Person-Shooter-Manier anrückenden Gegnerhorden zu erwehren.
Run, kill, run, kill, kill, kill!Wer jetzt jedoch einen weiteren
Gears of War-Klon erhofft, der sollte schleunigst seine Erwartungshaltung ändern.
The Club geht ganz neue Wege im Genre und hebt sich wohltuend vom Shooter-Einerlei ab. So steht hier
» 3rd-Person- Arcade-Action. |
nicht etwa behutsames oder gar taktischen Vorgehen in brachial inszenierten Schlachten im Vordergrund, sondern Geschwindigkeit, Zielgenauigkeit und Orientierungsvermögen. Genau genommen muss man in den verschiedenen Stages der insgesamt
acht Welten möglichst schnell möglichst viele Feinde um die Ecke bringen und dabei den Levelausgang finden oder überleben, bis die Zeit abgelaufen ist.
Jeder getötete Feind gibt Punkte. Kopfschüsse und Kills über weite Distanzen erhöhen die Belohnung. Abgeschossene Gegner treiben zudem den
Kombo-Multiplikator in die Höhe. Landet man mehrere Sekunden lang keinen Abschuss, sinkt der Multiplikator wieder. Ziel einer jeden Stage ist das Erreichen einer
möglichst hohen Punktzahl. Dadurch schaltet man im Tournament-Mode nach dem Erreichen vorgegebene Punktegrenzen neue Stages frei oder misst sich im Single-Action-Mode anhand von Onlineranglisten mit menschlichen Spieler.
Waffen, Arenen und Spiel-ModiDie Stages sind dabei abwechslungsreich gestaltet. Weite, offene Flächen mit vielen Feinden findet man ebenso wie lange, düstere Gänge mit wenigen Kontrahenten.
17 unterschiedliche Waffen – von der Pistole bis
» Die Effekte können sich sehen lassen! |
zum Raketenwerfer – bieten sich also je nach Situation besser oder schlechter an. Herumstehende Explosivfässer dienen ebenfalls zum schnellen Ausschalten größerer Feindansammlungen. Neben Gegnern gibt es noch versteckte Totenkopfsymbole in den Levels, welche nach Beschuss nicht nur einen satten Punktebonus einbringen sondern ebenfalls den Multiplikator nach oben treiben.
Für zusätzliche Abwechslung sorgen
Variationen der Spielmodi. So gibt es Stages, in denen man unter Zeitdruck den Ausgang erreichen muss, während der Time Attack-Modus vom Spieler erfordert, mehrere Runden mit respawnenden Feinden in einem Parcours zu absolvieren. Darüber hinaus spendierten die Entwickler dem Game einen vollwertigen Mehrspieler-Modus. Neben gängigen Spiel-Modi wie Deathmatch, Team-Deathmatch oder Erobere die Basis sind es vor allem die weniger verbreiteten Spielarten, die für enormen Spaß sorgen.
Online-TreffenIm Hunter Hunted-Modus jagen beispielsweise alle Spieler einen anderen. Solange dieser überlebt füllt sich sein Punktekonto. Wird er erschossen, mutiert der Todesschütze selbst zum Gejagten. Besonders spaßig ist der
Team-Siege-Modus – eine Art Völkerball mit Waffen. Ein Team steht eingepfercht in der Mitte des Levels, während das andere versucht möglichst schnell alle umzubringen. Anschließend wechseln die Rollen. Wer das Kontrahenten-Team schneller ausschalten gewinnt. Im Splitscreen darf übrigens auch gespielt werden.
Die Steuerung geht dabei übrigens sauber von der Hand und hält sich an gängige Standards. Lediglich der
Nahkampf ist etwas fummelig geraten, so dass Schläge gerne mal im Leeren landen. Grafisch bietet
The Club schöne, optisch abwechslungsreiche Levels (vom Schwarzwald bis zum Gefängnis), gute Charaktermodelle und fetzige Effekte. Die Akustik hätte allerdings etwas knalliger ausfallen können. So sind vor allem die Waffensounds etwas lasch und die 08/15-Hintergrundmusik zu unauffällig. Dank
vier verschiedener Schwierigkeitsgrade werden übrigens sämtliche Spielertypen entsprechend bedient.