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Master-Review:   » drucken    » versenden

Battlestations: Midway

» Autor: Markus Gursch
» Datum: 12.03.2007
» Gesamtwertung:
/5
3/5: Unterhaltsam
mit diversen Glanzpunkten.
Wie wir bewerten
NextGen-Schlachten auf hoher See mit grafischer Durchschnittskost.

Der Zweite Weltkrieg war mittlerweile schon so oft Teil des Handlungsstranges eines Konsolenspiels, dass sämtliche Spannung verloren gegangen scheint. Die Entwickler von Battlestations: Midway bedienen sich zwar desselben Themas, sie produzierten jedoch keinen Shooter, sondern ein Strategiespiel, in dem ihr sämtliche Aktionen auch aus der Ich-Perspektive ausführen könnt. Ob das ungarische Team von Eidos dadurch der Zweiten Weltkrieg Thematik neue Impulse verleiht, könnt ihr in unserem Master-Review lesen.

Pearl Harbor – das kennen wir doch
Falls jemand von euch im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst haben sollte, so erfahrt ihr nun die schaurige Wahrheit: Am 7. Dezember 1941 wurde Pearl Harbor, ein Hafen auf Hawaii, von den japanischen Streitkräften angegriffen und
» Das Geschehen auf Hoher See ist sehr fordernd
2704 amerikanische Soldaten verloren ihr Leben. Dies war auch das entscheidende Ereignis, dass die Amerikaner sich endgültig am Weltkrieg beteiligten. Genau zu dieser Begebenheit startet das Spiel und begleitet Henry Walker auf insgesamt elf packenden Abschnitten. Allerdings schlüpft ihr nicht direkt in seine Rolle, sondern erlebt, wie er schließlich zum großen Held aufsteigt.

Die Missionen von Battlestations: Midway finden auf drei Arten statt: auf hoher See, unter Wasser und in der Luft. Die einzelnen Aufgaben bestehen etwa darin, dass der Spieler eine Meerenge durchquert, feindliche Flugzeuge vom Himmel holt oder möglichst lange unentdeckt mit einem U-Boot japanische Schiffe torpedieren muss. Das Spannende daran ist, dass ihr mittels taktischer Karte die Einsätze leiten oder per Tastendruck selbst in die jeweiligen Einheiten schlüpfen könnt, um die Befehle auszuführen.

Japaner aufgepasst
Die Kampagne wird den Japanern eher nicht gefallen, denn dort geht es ihnen an den Kragen. Je nach Mission müsst ihr eine Kriegsflotte kommandieren, mit der die vorgegebenen
» Flugzeuge spielen eine große Rolle
Ziele erreicht werden sollten. Insgesamt sind drei Schwierigkeitsgrade anwählbar, wobei der leichteste noch relativ viele Fehler verzeiht, doch auf dem höchsten sind durchdachte taktische Vorgehensweisen gefragt und ihr werdet sicher einige Versuche brauchen, um zu bestehen. Im Grunde genommen handelt es sich bei Battlestations: Midway um ein Actionspiel mit taktischen Elementen: Sitzt ihr zum Beispiel hinter dem Steuerknüppel eines Kampfflugzeuges, so spielt es sich wie eine Mischung aus Blazing Angels und Crimson Skies. Ihr nehmt hier an Dogfights teil und wechselt die einzelnen Flieger durch, um von den unterschiedlichen Waffen Gebrauch zu machen.

An Board eines Bootes müssen, neben dem Abfeuern von Torpedos, Einstellungen, wie die Zahl der Besatzungsmitglieder für Reparaturen, getroffen werden. Taktischer Tiefgang kommt besonders durch die Flugzeugträger ins Spiel. Als Steuermann eines solchen schwimmenden Ungetüms befehligt der Spieler den Start und die Landung der stationierten Flugzeuge und bestimmt die jeweilige Bewaffnung. Sobald in einem etwas tristen Menü die Wahl getroffen wurde, dürft ihr über den Umweg der strategischen Karte sofort direkt ins Cockpit der gerade gestarteten Flugzeuge springen.

Technisch: Mittelklasse
Grafisch macht Battlestations: Midway insgesamt einen recht passablen Eindruck. Besonders hervorzuheben sind die detaillierten Modelle der Kriegsmaschinen. Auf den Schiffen laufen Besatzungsmitglieder umher und die Flugzeuge
» Die Modelle sind sehr detailliert
sehen ihren realen Vorbildern sehr ähnlich. Kritikpunkte sind aber die triste Landschaft, die Wasserdarstellung und die Explosionen. Bei der Power der NextGen-Konsole sollte eine etwas detailreichere Umgebung kein Problem für die Entwickler darstellen. Das Meer wurde in einigen anderen Spielen mit Sicherheit auch schon wesentlich schöner nachgebildet - zumindest Wellenanimationen hätten hier zu einem realistischeren Gefühl geführt - und die Explosionen der gegnerischen Maschinen sind auf keinem hohen Niveau.

Sehr unrealistisch wirkt auch das Wetter mit seinem stetig strahlenden Sonnenschein. Besonders für die von Regen geplagten Europäer wirkt dies zwar schön, aber im zweiten Weltkrieg gab es auch Schlachten, die bei Schlechtwetter stattfanden. Ein bisschen Abwechslung hätte hier sicher gut getan. Bei Kämpfen im Himmel kommen euch zumindest gelegentlich einige Wolken entgegen. Der Sound des Spiels befindet sich im guten Mittelfeld, wobei gute Englisch-Kenntnisse vorausgesetzt werden, denn eine deutsche Synchronisation sucht man vergeblich.

Zeigt es euren Freunden
Ein Onlinemodus darf natürlich bei keinem Spiel, das etwas von sich hält, fehlen. So könnt ihr in Battlestations: Midway mit bis zu sieben Freunden online in die Schlacht ziehen.
» Online übernimmt jeder eine Einheit
Als erstes wählt der Spieler eine von derzeit neun verfügbaren Karten aus, welche auch gleich die möglichen Einheiten und das Ziel bestimmt. Einige der Missionen sind nur für Flugzeuge oder Schiffe, andere wiederum sind für beide Klassen gedacht. Es gibt auch die Möglichkeit, an einem bewerteten Spiel teilzunehmen, wobei diese keine Slots für private Spieler hat, weshalb es nicht möglich ist, Plätze für seine Freunde freizuhalten.

Vor dem Spiel trifft man sich in der Lobby, in welcher auch jene Einheit aussucht werden, mit der ihr in die Schlacht zieht. Ist dies geschehen, begeben sich die Spieler zum Briefing und versuchen die Taktik zu besprechen. Es ist natürlich auch möglich die Online-Schlachten zu zweit zu absolvieren, jedoch kommt der Spaß erst mit der vollen Anzahl an Teilnehmern auf, da dort jeder nur mehr seine Einheit lenken muss. Im Menü findet man noch einen Punkt, um Inhalte von Xbox Live herunterzuladen, der aber noch grau unterlegt ist.
Pro
Detaillierte Modelle
Sound
Contra
Umgebungsgrafiken
Keine deutsche Synchronisation
Minutenlanges geradeaus Fliegen
Fazit
Als ich den Titel bekommen habe, wusste ich nicht so ganz, was auf mich wartet. Doch nach kurzem Anspielen konnte er mich aber begeistern. Die sehr detaillierten Kampfmaschinen und die spannende Story tragen viel zur Atmosphäre bei. Leider kann der grafische Gesamteindruck durch die tristen Landschaften und fehlenden Wasseranimationen nicht den hohen Erwartungen standhalten. Die Steuerung wird einem sehr gut erklärt, aber die gesamte Spielmechanik wirkt sehr träge. So kann es schon mal vorkommen, dass ihr minutenlang auf ein Ziel zusteuert. Eine deutsche Synchronisation würde es wesentlich leichter machen, da es in stressigen Situationen unmöglich ist, um sich mit den Untertiteln zu beschäftigen. Durch die gelungenen Online-Schlachten könnt ihr euch auch mit euren Freunden messen und wahrscheinlich werden die Entwickler auch bald neue Karten nachlegen. Empfehlenswert ist der Titel auf jeden Fall für Freunde von taktischen Action-Schlachten. All jene unter euch, die auch ein grafisches Highlight erwarten, sollten sich aber lieber vorher die Demo, welche am Xbox Live-Marktplatz vorhanden ist, genauer anschauen.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action • Taktik-Shooter
Publisher
Eidos
Entwickler
SCi Games
Website
www.battlestati...
Release
09. Februar 2007
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User-Bewertung
76
4 Bewertungen
0 Reviews
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