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Master-Review:   » drucken    » versenden

WWE SmackDown! vs. RAW 2007

» Autor: Sacha Galgon
» Datum: 12.11.2006
» Gesamtwertung:
/5
5/5: Pflichtkauf
uneingeschränkte Empfehlung.
Wie wir bewerten
The champ is here! Konkurrenzlos gutes Wrestlingspektakel auf der Xbox 360.

Halbnackte, schwitzende Männer, die sich umarmen und am Boden umherrollen ... Dead or Alive Xtreme 2 für Frauen?? Mitnichten, handelt es sich doch hierbei um professionelles Wrestling – feinste Sportunterhaltung für das männliche Geschlecht. Mit Smackdown vs. Raw 2007 feiert das Roster der WWE seinen ersten Auftritt auf einer Next-Gen Konsole. Was sich zum direkten Vorgänger alles geändert hat und inwiefern die Power der Xbox 360 ausgenutzt wird, erläutert euch unser Master-Review.

For the thousands in attendance ...
Wie bei Sportspielen üblich gibt es bei einen neuen Teil erstmal ein Update des Rosters – auch Smackdown vs. Raw 2007 ist hierbei keine Ausnahme. Grob um den Zeitpunkt des letzten Wrestlemania-Events festgelegt, präsentiert sich das aktuelle
» Hulkmania is running wild!
Kader mit Superstars wie Triple H, Edge, John Cena oder Batista. Auch ältere, immer noch aktive Wrestler wie der legendäre Undertaker oder Ric Flair gesellen sich zu den WWE Diven oder den freischaltbaren Legenden wie Bam Bam Bigelow, Hulk Hogan und – verdienterweise – der vor noch nicht all zu langer Zeit verstorbene Eddie Guerrero. Dieses Jahr schaffte es allerdings nur eine einzige neue Matchart ins Spiel – das Money in the Bank. Dies ist eigentlich ein Sechs-Mann-Leitermatch, bei dem anstelle eines Gürtels ein Koffer über dem Ring hängt. In Real-Life beinhaltet dieser einen Blanko-Vertrag für einen Titleshot, den der Gewinner jederzeit einlösen kann.

Die wohl auffälligste Neuerung im aktuellen Titel ist die erweiterte, analoge Steuerung, die in drei sehr gut gemachten Tutorial-Videos erklärt wird. Zum Greifen der Gegners benötigt man keine Taste mehr, sondern benutzt den rechten Analogstick. Bewegt man ihn in eine Richtung – nur oben, unten, links und rechts gelten – ergreift der Recke seinen Kontrahenten mit einen von vier sogenannten Quick-Grapples. Hält man beim Betätigen des Analogsticks zusätzlich die RB-Taste gedrückt, vollführt die Spielfigur einen von vier verschiedenen Strong-Grapples.

... let's get ready to suck it!
Dieses System macht einerseits mehr Spaß als "nur" Knöpfe zu drücken, andererseits ermöglicht dieses auch ein natürlicheres "Ineinanderfließen" der einzelnen Moves,
» Die Hotspots ermöglichen coole Aktionen.
so dass die Bewegungen um einiges realistischer wirken. Ein weiteres, sehr ansprechendes Feature der neuen Steuerung sind die sogenannten Ultimate Control Moves. Ausgelöst durch Klicken des Sticks in einer Strong Grapple-Position, ermöglicht diese Funktion viel mehr Einfluss auf die Ausführung eines Moves. Obwohl nicht für jede Bewegung im Arsenal verfügbar, erlaubt einem das Feature, die Geschwindigkeit und die Frequenz bestimmter Powerslams, DDTs, Powerbombs oder Suplex' zu steuern.

Möglicherweise die unterhaltsamste neue Eigenschaft ist die Einbeziehung der Umgebung an sogenannten Hotspots und die Möglichkeit, im Publikum zu kämpfen. Diese Zusatzfeatures geben wirklich das Gefühl der brutaleren WWE–Kämpfe wieder und machen vor allem enorm Spaß. Die Interaktionen erlauben einem nicht nur, Konkurrenten in Lautsprecher zu werfen oder sie mit Schnüren zu würgen, sondern lassen einen auch auch Köpfe in Ringtreppen hämmern, das Plakat eines Zuschauers ergreifen oder einen Gegner durch den Kommentatorentisch zu schmeißen. Doch nicht nur dem Gameplay an sich wurde eine Generalüberholung verpasst, auch so manche Matchart bekam eine Frischzellenkur. Die Table Matches wurden überarbeitet, so dass mittlerweile jeder Wrestler auch seinen "Finisher" durch einen Tisch zeigen kann.

Let the bodies hit the floor!
Doch auch die Ladder Matches wurden erweitert – so kann man nun unter anderem eine Leiter quer an eine bereits aufgestellte legen und daran hochsprinten. Auch lassen sich "Finisher" von dieser aus durchführen. Das Spiel beinhaltet weiterhin
» From this angle ... you suck!
eine imposante Mischung aus Wrestling, dem Erzählen von Geschichten und editierbarem Content. Im Season Modus, der bis auf kleine Detailänderungen und neuen Geschichten dem des Vorgängers entspricht, kann man den Superstar seiner Wahl durch eine ganze Saison voller Intrigen, Fehden und witzigen Momenten begleiten. Wer lieber mit einer eigenen Kreation in den Ring steigt, darf sich im Editor austoben, mit dem sich Wrestler, Entrancesequenzen, Titel, Move-Sets und sogar Gruppierungen erstellen und verändern lassen. Erstellte Wrestler und Titel sind auch im Onlinemodus verwendbar.

Der Umfang und die Möglichkeiten sind wie bei 2006er-Version wiedermal enorm – vor allem der Create an Entrance-Modus wurde verbessert und bietet einem mehr Möglichkeiten als bisher. Der im Vorgänger eingeführte General Manager Modus wurde auch sehr erweitert: So kann man neben seiner Hauptshow, Raw oder Smackdown, auch die jeweils zur Marke gehörende Houseshow managen.

Wie im Fernsehen
Besonders verbessert wurde das Rivalitäten-System, bei dem man nun echte Storylines auswählen kann und das Spiel auch zwischen "clean" und "dirty", also guten und bösen Wrestlern, unterscheidet. Um gute Storylines für Fehden zu bekommen,
» The Rated-R Superstar!
muss man allerdings erst Storywriter engagieren – je besser die Geschichte, umso mehr darf der Manager dafür bezahlen. Wie letztes Jahr wird der Modus nach einiger Zeit recht langatmig, kann aber durch einen leicht entschärften Schwierigkeitsgrad und die erweiterten Möglichkeiten länger begeistern als noch bei WWE SmackDown! vs. RAW 2006.

Die Grafik auf der Xbox 360 lässt sich nicht mit dem Wort "Next-Gen" beschreiben, was zum Großteil daran liegt, dass lediglich die PS2-Engine portiert und aufpoliert wurde und keine Next-Gen-Engine zur Anwendung kommt". Trotzdem ist der Titel das bislang grafisch imposanteste Wrestlingspiel.

Holla if you hear me!
Die Charaktere sehen sehr gut aus und besitzen einen enorm hohen Wiedererkennungswert, die Licht- und Pyroeffekte sind sehr ansehnlich. Dazu gesellen sich nette Details wie realistisch wirkende Schweißbildung, tropfendes Blut
» Das wird weh tun ...
und eine besser aussehende Publikumskulisse. Auch die "Entrances" - und das ist für Wrestlingfans sehr wichtig – wurden super umgesetzt. Mister Kennedy hält seine bekannte Ansage, Eddie kommt im Low-Rider zum Ring und der Boogeyman haut sich wie im Fernsehen seinen Wecker auf die Stirn.

In Sachen Sound überzeugt der Titel mit (meist) originalen Entrance-Themes, brachialen Soundeffekten, netten "Crowd-Chants" und den original Kommentatoren. Bei letzterem gibt es allerdings einen negativen Aspekt zu beachten: Leider sind über 80% der Kommentatorsprüche 1:1 aus dem Vorgänger übernommen wurden – dies ist wirklich schade. Auch haben sich die Ladezeiten im Vergleich zum letzten Jahr nur leicht verbessert und sind immer noch viel zu lange.
Pro
Riesiger Umfang
Verbesserter GM-Modus
Realistische Präsentation
Durchdachte, innovative Gameplayänderungen
Viel Abwechslung
Erweiterte Editier-Modi
Hohe Langzeitmotivation
Contra
Grafisch kann die Xbox 360 mehr
Kommentator-Samples aus dem Vorgänger
Nur zwei Backstage-Bereiche
Lange Ladezeiten
Fazit
Wie letztes Jahr reicht ein Review alleine nicht aus, um sämtliche Features dieses Titels anzupreisen. Für Wrestlingfans ist Smackdown vs. Raw 2007 momentan plattformübergreifend ganz klar die Referenz. Die gute Präsentation mit den realistischen Entrances, die innovative, neue Steuerung inklusive der Hotspots und Kämpfen im Publikum so wie viele, kleine, neue Details erfreuen das Fanherz. Trotzdem wird manchem WWE-Anhänger und Fan der Videospielereihe verschiedenes sauer aufstoßen: Warum hat Rob van Dam nicht seine Originalmusik? Warum gibt es die DX als Stable inklusive Entrance im Spiel, aber keine DX-Ringattire? Warum gibt es wiedermal nur zwei Backstage-Bereiche? Und weshalb nur eine neue Matchart? Dies sind jedoch Kleinigkeiten, die nur leicht am glänzenden Lack des Titels kratzen können. Das abwechslungsreiche Gameplay und die vielen Spielmodi trösten gekonnt darüber hinweg, dass der Titel zwar sehr hübsch aussieht, aber trotzdem keine echte Next-Gen-Optik ausweisen kann. Wer noch nie ein Wrestlingspiel sein Eigen genannt hat, bekommt mit dem vorliegendem Titel eine sehr gute Möglichkeit, in die Materie einzusteigen. In Sachen Umfang, Abwechslung und Features reicht kein Wrestlingspiel an das vorliegende heran.
Infos
Erhältlich für
Genre
Fighting
Publisher
THQ
Entwickler
JAKKS Pacific I...
Website
www.svr2007.com
Release
10. November 2006
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