The champ is here! Konkurrenzlos gutes Wrestlingspektakel auf der Xbox 360.Halbnackte, schwitzende Männer, die sich umarmen und am Boden umherrollen ...
Dead or Alive Xtreme 2 für Frauen?? Mitnichten, handelt es sich doch hierbei um professionelles Wrestling – feinste Sportunterhaltung für das männliche Geschlecht. Mit
Smackdown vs. Raw 2007 feiert das Roster der WWE seinen ersten Auftritt auf einer Next-Gen Konsole. Was sich zum direkten Vorgänger alles geändert hat und inwiefern die Power der Xbox 360 ausgenutzt wird, erläutert euch unser Master-Review.
For the thousands in attendance ... Wie bei Sportspielen üblich gibt es bei einen neuen Teil erstmal ein Update des Rosters – auch
Smackdown vs. Raw 2007 ist hierbei keine Ausnahme. Grob um den Zeitpunkt des letzten
Wrestlemania-Events festgelegt, präsentiert sich das aktuelle
» Hulkmania is running wild! |
Kader mit Superstars wie
Triple H,
Edge,
John Cena oder
Batista. Auch ältere, immer noch aktive Wrestler wie der legendäre
Undertaker oder
Ric Flair gesellen sich zu den
WWE Diven oder den freischaltbaren Legenden wie
Bam Bam Bigelow,
Hulk Hogan und – verdienterweise – der vor noch nicht all zu langer Zeit verstorbene
Eddie Guerrero. Dieses Jahr schaffte es allerdings
nur eine einzige neue Matchart ins Spiel – das
Money in the Bank. Dies ist eigentlich ein Sechs-Mann-Leitermatch, bei dem anstelle eines Gürtels ein Koffer über dem Ring hängt. In Real-Life beinhaltet dieser einen Blanko-Vertrag für einen Titleshot, den der Gewinner jederzeit einlösen kann.
Die wohl auffälligste Neuerung im aktuellen Titel ist die
erweiterte, analoge Steuerung, die in drei sehr gut gemachten Tutorial-Videos erklärt wird. Zum Greifen der Gegners benötigt man keine Taste mehr, sondern benutzt den rechten Analogstick. Bewegt man ihn in eine Richtung – nur oben, unten, links und rechts gelten – ergreift der Recke seinen Kontrahenten mit einen von vier sogenannten
Quick-Grapples. Hält man beim Betätigen des Analogsticks zusätzlich die RB-Taste gedrückt, vollführt die Spielfigur einen von vier verschiedenen
Strong-Grapples.
... let's get ready to suck it! Dieses System macht einerseits mehr Spaß als "nur" Knöpfe zu drücken, andererseits ermöglicht dieses auch ein natürlicheres "Ineinanderfließen" der einzelnen Moves,
» Die Hotspots ermöglichen coole Aktionen. |
so dass die Bewegungen um einiges realistischer wirken. Ein weiteres, sehr ansprechendes Feature der neuen Steuerung sind die sogenannten
Ultimate Control Moves. Ausgelöst durch Klicken des Sticks in einer
Strong Grapple-Position, ermöglicht diese Funktion viel mehr Einfluss auf die Ausführung eines Moves. Obwohl nicht für jede Bewegung im Arsenal verfügbar, erlaubt einem das Feature, die Geschwindigkeit und die Frequenz bestimmter
Powerslams,
DDTs,
Powerbombs oder
Suplex' zu steuern.
Möglicherweise die unterhaltsamste neue Eigenschaft ist die Einbeziehung der Umgebung an sogenannten
Hotspots und die Möglichkeit, im Publikum zu kämpfen. Diese Zusatzfeatures geben wirklich das Gefühl der brutaleren WWE–Kämpfe wieder und machen vor allem enorm Spaß. Die Interaktionen erlauben einem nicht nur, Konkurrenten in Lautsprecher zu werfen oder sie mit Schnüren zu würgen, sondern lassen einen auch auch Köpfe in Ringtreppen hämmern, das Plakat eines Zuschauers ergreifen oder einen Gegner durch den Kommentatorentisch zu schmeißen. Doch nicht nur dem Gameplay an sich wurde eine Generalüberholung verpasst, auch so manche Matchart bekam eine Frischzellenkur. Die
Table Matches wurden überarbeitet, so dass mittlerweile jeder Wrestler auch seinen "Finisher" durch einen Tisch zeigen kann.
Let the bodies hit the floor! Doch auch die
Ladder Matches wurden erweitert – so kann man nun unter anderem eine Leiter quer an eine bereits aufgestellte legen und daran hochsprinten. Auch lassen sich "Finisher" von dieser aus durchführen. Das Spiel beinhaltet weiterhin
» From this angle ... you suck! |
eine imposante Mischung aus Wrestling, dem Erzählen von Geschichten und editierbarem Content. Im
Season Modus, der bis auf kleine Detailänderungen und neuen Geschichten dem des Vorgängers entspricht, kann man den Superstar seiner Wahl durch eine ganze Saison voller Intrigen, Fehden und witzigen Momenten begleiten. Wer lieber mit einer eigenen Kreation in den Ring steigt, darf sich im Editor austoben, mit dem sich Wrestler, Entrancesequenzen, Titel, Move-Sets und sogar Gruppierungen erstellen und verändern lassen. Erstellte Wrestler und Titel sind auch im
Onlinemodus verwendbar.
Der Umfang und die Möglichkeiten sind wie bei 2006er-Version wiedermal enorm – vor allem der
Create an Entrance-Modus wurde verbessert und bietet einem mehr Möglichkeiten als bisher. Der im Vorgänger eingeführte
General Manager Modus wurde auch sehr erweitert: So kann man neben seiner Hauptshow,
Raw oder
Smackdown, auch die jeweils zur Marke gehörende Houseshow managen.
Wie im Fernsehen Besonders verbessert wurde das
Rivalitäten-System, bei dem man nun echte Storylines auswählen kann und das Spiel auch zwischen "clean" und "dirty", also guten und bösen Wrestlern, unterscheidet. Um gute Storylines für Fehden zu bekommen,
muss man allerdings erst
Storywriter engagieren – je besser die Geschichte, umso mehr darf der Manager dafür bezahlen. Wie letztes Jahr wird der Modus nach einiger Zeit recht langatmig, kann aber durch einen leicht entschärften Schwierigkeitsgrad und die erweiterten Möglichkeiten länger begeistern als noch bei
WWE SmackDown! vs. RAW 2006.
Die Grafik auf der Xbox 360 lässt sich nicht mit dem Wort "Next-Gen" beschreiben, was zum Großteil daran liegt, dass lediglich die PS2-Engine portiert und aufpoliert wurde und keine Next-Gen-Engine zur Anwendung kommt". Trotzdem ist der Titel das bislang grafisch imposanteste Wrestlingspiel.
Holla if you hear me! Die Charaktere sehen sehr gut aus und besitzen einen enorm hohen Wiedererkennungswert, die Licht- und Pyroeffekte sind sehr ansehnlich. Dazu gesellen sich nette Details wie realistisch wirkende Schweißbildung, tropfendes Blut
und eine besser aussehende Publikumskulisse. Auch die "Entrances" - und das ist für Wrestlingfans sehr wichtig – wurden super umgesetzt.
Mister Kennedy hält seine bekannte Ansage,
Eddie kommt im Low-Rider zum Ring und der
Boogeyman haut sich wie im Fernsehen seinen Wecker auf die Stirn.
In Sachen Sound überzeugt der Titel mit (meist) originalen
Entrance-Themes, brachialen Soundeffekten, netten "Crowd-Chants" und den original Kommentatoren. Bei letzterem gibt es allerdings einen negativen Aspekt zu beachten: Leider sind über 80% der Kommentatorsprüche 1:1 aus dem Vorgänger übernommen wurden – dies ist wirklich schade. Auch haben sich die
Ladezeiten im Vergleich zum letzten Jahr nur leicht verbessert und sind immer noch viel zu lange.