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Master-Review:   » drucken    » versenden

Micro Machines v4

» Autor: Christian Krammer
» Datum: 27.07.2006
» Gesamtwertung:
/5
2/5: Für Fans des Genres
bietet nichts Besonderes.
Wie wir bewerten
Frustrierender Fun-Racer ohne viel Abwechslung, den nur der Multiplayer-Modus rettet.

Viele werden sie kennen: die Micro Machines, winzig kleine Miniaturflitzer in allen nur erdenklichen Formen und Farben. Von Autos über Panzer bis hin zu Helikoptern war in den späten 80ern alles vertreten, was Kinderherzen (und wohl nicht nur die) höher schlagen ließ. Findige Entwickler nutzen die Chance und machten sich schnell an ein gleichnamiges Videospiel, das 1991 für den NES erschien. Viele Jahre und unzählige Versionen später ist die Serie im Jahre 2006 bei Micro Machines V4 angelangt, das wir uns in folgendem Master-Review angesehen haben.

Die Qual der Wahl
Wer es gern übersichtlich hat, wird sich mit Micro Machines V4 schnell anfreunden. Nach dem obligatorischen Anlegen eines Profils stehen im Hauptmenü lediglich zwei Modi zur Verfügung: Testfahrt und Micro-Turniere. Ersterer ist wie geschaffen dafür,
» Vorsicht, heiß!
das Geschehen bei Einzelrennen gegen die Uhr oder KI-Gegner in Augenschein zu nehmen. Richtig zur Sache geht es aber erst bei den Micro-Turnieren, wobei man hier auch sehr schnell die etwas eigenwillige Kamera kennen lernt. Diese lässt das eigentliche Geschehen nur all zu gerne im Verborgenen.

Immerhin ist die Steuerung im Gegensatz zur PSP-Version durchaus gelungen, wenn auch noch immer etwas zu feinfühlig. Die verwinkelten und meist sehr schmalen Kursen sorgen somit auch hier dafür, dass man öfters hängen bleibt oder gar in die Tiefe stürzt. Was man bei den Rennen gegen die Uhr noch verschmerzen kann, führt bei den überwiegenden Duellen gegen die computergesteuerten Autos schnell zu viel Frust. Um sich abzusetzen bleibt oft nur die Möglichkeit, auf ihre Fehler zu warten. Zudem sind eine gute Kenntnis der Kurse sowie eine gesunde Portion Können nötig, um als Erster über die Ziellinie zu brettern. Voraussetzungen, die sich mit einem Fun-Racer nicht sehr gut vertragen.

Abwechslung Fehlanzeige
Nur bedingt Abhilfe können hier die einsammelbaren Power-Ups schaffen. Diese rüsten die Flitzer kurzzeitig mit Waffen wie Plasmakanonen, MGs sowie Bomben aus oder regenerieren die Gesundheit. Da jedoch auch die Konkurrenten häufigen
» Eine Fahrt ins Blaue.
Gebrauch davon machen, ist der eigene Vorteil schnell dahin. Insgesamt stellt Micro Machines V4 somit selbst auf dem leichtesten der drei Schwierigkeitsgrade eine große Herausforderung dar, mit der es wohl nur die Wenigsten aufnehmen werden. Falls doch, stehen insgesamt vier Klassen mit mehreren Pokalen, ihrerseits jeweils in eine Handvoll Rennen unterteilt, zur Verfügung.

Ein kleines Highlight sind immerhin die zahlreichen, sehr schön modellierten Strecken, welche eher untypische Umgebungen wie Frisiersalons, Küchen oder Abwasserkanälen bieten. Das täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass sich jedes Rennen irgendwie gleich spielt, wie das vorhergehende. Den Retter in der Not stellt der Multiplayer-Modus dar. Andere Titel bieten zwar besseres, aber in Duellen gegen Freunde macht die Raserei durchaus Spaß. Audiovisuell wird bestenfalls Standardkost geboten, Highlights sucht man leider vergebens. Ein kleiner Anreiz sollte eigentlich das Sammeln von insgesamt 750 Flitzern sein. Da sich aber alle sehr ähnlich steuern, ist die Motivation dazu nicht wirklich hoch.
Pro
Solider Multiplayer-Modus
Viele detaillierte Strecken
Contra
Hoher Schwierigkeits-
grad
Feinfühlige Steuerung
Kamera nicht optimal
Kurse zu verwinkelt
Zu wenig Abwechslung
Fazit
Es gibt Spiele, bei denen die Grafikqualität nicht optimal ist. Es gibt aber auch Spiele, die eine uninteressante Story haben. Alles nicht so schlimm, denn die größte Spaßbremse stellt noch immer ein zu hoher Schwierigkeitsgrad dar, so wie auch im Fall von Micro Machines V4. Vor allem wird dieser durch die nicht immer optimale Kamera ausgelöst. Auch die Steuerung ist etwas zu feinfühlig. In Kombination mit den verwinkelten und meist schmalen Strecken kommt es immer wieder zu Abstürzen, die einen Sieg in weite Ferne rücken lassen. Zudem hängt der eigene Erfolg größtenteils davon ab, wie gut die computergesteuerten Gegner fahren und ob sie Fehler machen. Der Zufall spielt somit eine nicht zu unterschätzende Rolle. Doch auch wer Abwechslung sucht, ist bei Micro Machines V4 nicht unbedingt richtig. Irgendwie spielen sich alle Rennen gleich und die Motivation nimmt ziemlich schnell ab. Immerhin gibt es noch einen soliden Multiplayer-Modus, bei dem durchaus Spaß aufkommt. Kann man jedoch darauf verzichten und verspürt keinen unbändigen Drang nach den kleinen Flitzern, dann sollte von einem Kauf besser abgesehen werden.
Infos
Erhältlich für
Genre
Jump'n'Run
Publisher
Codemasters
Entwickler
Supersonic Soft...
Website
www.codemasters...
Release
30. Juni 2006
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User-Bewertung
45
1 Bewertung
0 Reviews
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