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Heihachi und Co. starten einen Eroberungsversuch auf Sonys Kleinste – mit Erfolg?
Gut portiert ist halb gewonnen Auf der Playstation 2 tobt der Kampf um den Titel King of Iron Fist schon seit geraumer Zeit in der bereits fünften Runde. Nun kommen auch PSP-Besitzer in den Genuss eines der wohl bekanntesten Beat’m’Ups aller Zeiten, denn Namco Bandai liefert mit Tekken: Dark Resurrection eine Portierung von Tekken 5 für den Multimedia-Handheld aus dem Hause Sony. Grund zum Jubeln, oder geht es mit der Serie den Bach hinunter? Das beantworten wir in dem folgenden Review. Wie bereits erwähnt ist Tekken: Dark Resurrection eine Kopie von Tekken 5, wobei es das Wort „Kopie“ nicht genau trifft. In der Handheld-Variante dürft ihr nämlich zusätzlich auf die zwei neuen Charaktere Dragunov und Lili zurückgreifen, von denen jeder eine eigene Geschichte hat und über ein eigenes Repertoire an Moves verfügt. Die Entwickler haben es aber nicht nur bei zwei neuen Kontrahenten und frischen Manövern belassen, sondern auch noch neue Stages und einen neuen Modus namens Dojo eingebaut, auf den wir später noch genauer eingehen. Durch den begrenzten Speicherplatz der UMD muss man allerdings auf die vorherigen Tekken-Teile und den Devil-Within-Modus verzichten, was aber nicht sonderlich schmerzt. Tekken hat eine Story? Für all die mitgelieferten Modi, die ihr teilweise freischalten müsst, stehen euch gleich von Beginn an alle Kämpfer zur Verfügung. Ihr könnt euch also direkt nach dem Starten des Spiels mit einem x-beliebigen Charakter ins Turnier stürzen. Jede der Spielfiguren hat hierbei seine eigene Geschichte spendiert bekommen, die es im Story-Modus herauszufinden gilt. Durch das abschließen dieses Modus’ werden einem schicke Videosequenzen vorgeführt, die man dann nach Belieben in einer Video-Galerie erneut ansehen kann. Habt ihr alle Videos freigespielt, euch also mit jedem der 34 Charaktere durch den Story-Modus gekämpft und so die Beweggründe für die Teilnahme am Turnier erfahren, könnt ihr im Schnellkampf-Modus Einzel- oder Teamkämpfe absolvieren. Habt ihr auch davon genug, oder wollt einfach etwas anderes ausprobieren, ist der Trainings-Modus genau das Richtige. Dort könnt ihr die zahlreichen Kombos erlernen und üben. Hat man nun den einen oder anderen Trick drauf, möchte man sich vielleicht im neuen Dojo-Modus versuchen. In jedem Dojo kann man nun an kleineren Turnieren teilnehmen, um in speziellen Ranglisten nach oben zu klettern und auch neue Moves freizuschalten. Doch das ist noch nicht alles, denn es gibt noch andere Modi, wie zum Beispiel Goldrausch, in dem ihr je nach zugefügtem Schaden Gold kassiert. Dieses Gold könnt ihr in das Aussehen eurer Kämpfer investieren, oder Videos damit kaufen, wenn ihr euch nicht durch den Story-Modus drücken wollt. Die Geschichte von den kaputten Knöpfen Das Gameplay wurde perfekt umgesetzt und die Steuerung fühlt sich wie auf den großen Konsolen an. Man glaubt sich sofort in die Zeit zurückversetzt, in der Tekken noch das Maß aller Dinge im Bereich Beat’m’Ups war – was es nun auf der PSP auch wieder ist. Die schier unendlich vielen Kombinationen sind, dank der Befehlsliste und dem Trainings-Modus, zumindest zum Teil schnell erlernbar und notfalls hilft auch das gute alte Button-Mashing (= wildes und chaotisches Auf-die-Knöpfe-drücken) weiter. Durch die Internetverbindung besteht die Möglichkeit, so genannte Ghosts hoch- und runterzuladen, mit denen man gegen Bewegungen aus früheren Kämpfen antreten kann. Obwohl Tekken: Dark Resurrection fünf Schwierigkeitsgrade bietet, die von leicht bis knackig reichen, darf natürlich ein Multiplayer-Modus nicht fehlen. Über das Netzwerk kann man sich mit einem Gegenspieler duellieren, wobei das Spiel Game Sharing unterstützt und so nur einer der zwei Spieler die UMD benötigt. Traumhaft schön Die Playstation Portable braucht sich in grafischer Hinsicht nicht hinter dem größeren Bruder mit der Zwei im Namen zu verstecken, schon gar nicht mit Tekken: Dark Resurrection. Hübsche und detaillierte Charaktermodelle, stimmungsvolle Arenen und nette Effekte gestalten das Spiel auch optisch schön und abwechslungsreich. Die Animationen der Kontrahenten werden stets flüssig dargestellt und lassen das Kampfgeschehen „authentischer“ wirken, während man vergebens nach Framrate-Einbrüchen auf dem Bildschirm sucht. Ebenso wie die Grafik, ist auch der Sound gelungen und wird Fans der Serie sicher sofort ein Gefühl der Vertrautheit vermitteln. Atmosphärische Hintergrundstücke (die man sich übrigens im Hauptmenü auf Wunsch anhören kann), eine gelungene Synchronisation und passende Sounds nehmen dem Spieler die letzten Zweifel an der Portierung und sind der finale Schliff, an den ohnehin schon hervorragenden Fights. Mit Tekken: Dark Resurrection liefern die Jungs und Mädels von Namco Bandai eine wirklich erstklassige Portierung ab. Kaum gestartet, fesselt einen das Spiel sicher für einige Tage und Nächte an den kleinen 16:9er der PSP. Man will ja nur noch „den Kombo probieren“…und meistern, denn schnell wird eines klar: simples Knopfdrücken ist zwar einfach und verschafft Siege auf den unteren Schwierigkeitsgraden, doch ohne Kombos stellen sich die Erfolgserlebnisse gegen stärkere Gegner bald ein. Um Spaß zu haben braucht man dennoch keine 10-Hit-Kombos auswendig lernen, sondern bleibt bei der einfacheren Variante. Anfänger und Profis sind so gleichermaßen bedient und können sich in massenweise Modi und mit vielen Charakteren austoben, was das Spiel noch einmal positiv hervorhebt. Hier wurde erstklassige Arbeit verrichtet, die jeder Besitzer von Sonys tragbarer Konsole und Beat’m’Up-Fan nach einmaligem Spielen zu würdigen weiß. |
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