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Spielinfos Bewertungen (8) User-Reviews (2) Screenshots (7) Spiel bewerten

570. LEGO Star Wars

PS2
» Grafik: 80
» Sound: 84
» Spielspaß Solo: 80
» Spielspaß Multi: 85
» Gesamtwertung:
82
» Anzahl Bewertungen: 8     » alle zeigen
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» Gesamtwertung: 3 /5
» Durchschnittswertung: -
» Anzahl Bewertungen: 0     » alle zeigen
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Infos
» Von: Evoli
» Am: 28.05.2005
» Spielzeit: 10 h
» Grafik: 84
» Sound: 82
» Spielspaß Solo: 80
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 82
Pro
Witzige Klötzchenoptik
Sammelwut
Einsteigerfreundliches Gameplay
Kooperativer Zweispielermodus
Drei Episoden Star Wars-Flair
Contra
Meistens schon etwas zu leicht
Kurze Spieldauer
Keine Sprachausgabe
Fehlende Bewegungsfreiheit in Weltraum-Levels
Kameraperspektiven nicht immer optimal
Qualität
» bewertet mit: 10
„Stirb, Plastikhirn!“ „Wen nennst du hier Plastikhirn, du glattpolierter Haufen Kunststoffmüll. Schau dich doch mal an - Du hast ja noch nichtmal Finger!“ „Selber!“ ... Weitere wüste Beschimpfungen folgen, das unverwechselbare Geräusch von durch die Luft sausenden Lichtschwertern ist zu hören, Waffen prallen aufeinander.
Ein seltsames Gespräch? Das kann man wohl sagen! Mit einem niedlichen Quietschlaut zerfällt der Besiegte in lauter bunte Einzelteile. Willkommen bei LEGO Star Wars, dem etwas anderen Krieg der Sterne.
Gleich alle drei „neuen“ Episoden wurden von Traveller´s Tales auf Basis der dänischen Traditionssteinchen nachgebaut. Schon vor dem Filmstart konnte man also sogar einen ersten Blick auf interaktive Schlüsselszenen aus Die Rache der Sith erhaschen. Ein regelrechtes Fest, nicht nur für Kinder, fanatische Star Wars-Anhänger oder Sammler der dazugehörigen Modelle...

Die Rückkehr der Legoritter

Ausnahmen von der Action Adventure-Regel bilden im Spiel zum einen Anakin Skywalkers halsbrecherisches Podrennen auf Tatooine, zum anderen zwei Weltraumshooter-Einlagen in den späteren Episoden. Gerade der letzte dieser Abschnitte gaukelt dem Spieler durch 3D-Grafik eine gewisse Bewegungsfreiheit vor, lässt ihn jedoch trotzdem auf festgelegten Bahnen durchs All düsen. Zwischen den Raumstationen und Asteroiden kann man sich also kaum verirren.
Deutlich mehr zu entdecken gibt es in den restlichen vierzehn Kapiteln. Dort ist man stets mit mindestens einem, gelegentlich aber bis zu fünf verbündeten Charakteren unterwegs. Soll ein anderer Held die Führung übernehmen, wird er einfach „abgeklatscht“, das heißt man läuft in seine Nähe und drückt die passende Taste. Diese Funktion ist überall sehr wichtig, egal ob man z.B. gerade mit Qui-Gon Jinn und seinem Padawan Obi-Wan Kenobi das erste Raumschiff erforscht, inmitten aufgeregter Gungans durchs Unterholz von Naboo streift, als Amidala samt Captain Panaka den Palast verteidigt oder in der Rolle von Kampfzwerg Yoda dem ollen Count Dooku eins überzieht. Jeder Figurentyp hat nämlich wichtige Spezialfähigkeiten, ohne die seine Gruppe mancherorts nicht weiterkommt.

Wer sein duse denn?

Besonders beeindruckend sind natürlich mal wieder die guten alten Jediritter, denn abgesehen vom durch Lichtschwerter angerichteten massiven Schaden und der Möglichkeit, mit den Waffen Geschosse abzublocken, profitieren sie von den Vorzügen ihrer Macht. Ein deutliches Leuchten kennzeichnet beim Vorbeilaufen manipulierbare Objekte. Durch bloße Gedankenkraft lassen sich etwa Kampfdroiden gegen die nächstbeste Wand klatschen, Treppen reparieren, große Klötzchentürme aufschichten, störende Raumschiffwracks zum Explodieren bringen oder bunte Pflänzchen kräftig durchschütteln. Bei sämtlichen Aktionen dieser Art kommen (wie auch bei anderen Zerstörungsorgien) haufenweise Legoteile angepurzelt, deren Nutzen ich später erläutern werde.
Auch nicht zu verachten sind Blasterschützen wie zum Beispiel Padmé oder ihr treuer Leibwächter. Diese können sich nämlich an bestimmten Stellen per Enterhaken auf höhergelegene Plattformen hieven oder spezielle Zielscheiben-Schalter abknallen.
Als wahre Technikexperten entpuppen sich wie nicht anders zu erwarten die schlösserknackenden Droiden. Unser aller Lieblingsrobo R2-D2 kann außerdem ein ganzes Stück durch die Luft schweben. Nervensäge Jar Jar Binks ist diesmal erstaunlich wortkarg (was wahrscheinlich für viele Episode I-Kenner eine Erleichterung sein dürfte) und konzentriert sich dafür eher auf seine extrahohen Doppelsprünge. Eine weitere Sonderrolle übernimmt Anakin als Dreikäsehoch, welcher als einzige Figur in enge Luftschächte zu schlüpfen vermag.
Nach jedem Abschnitt werden der persönlichen Sammlung weitere Charaktere hinzugefügt. Oft handelt es sich um Varianten wie z.B. Padmé mit dem Zusatz „zerkratzt“ – blutige Striemen auf ihrem Rücken zeugen von der Begegnung mit dem Monster im Zuge der vereitelten Hinrichtung aus Episode II.
Die neuen Püppchen füllen nicht nur als Statussymbole den imaginären Spielzeugschrank, sondern dürfen auch ausgiebig angetestet werden:

Das Freie Spiel

Jedes geschaffte Kapitel darf anschließend beliebig oft wiederholt werden und es ist in diesem Fall möglich, jederzeit per Tastendruck zur gewünschten Figur durchzuschalten. Man will Darth Mauls tödliche Doppelklinge schwingen? Kein Problem! Der stark geschminkte Sith spielt sich zwar prinzipiell kaum anders als ein „gewöhnlicher“ Jedi, sieht aber selbstverständlich unglaublich cool aus ;)
Der eigentliche Sinn des Freien Spiels besteht vor allem darin, mit neuer Verstärkung alles einzusacken, was beim ersten Durchgang noch unerreichbar war. Ist jeder versteckte Winkel erforscht und das gesamte Levelinventar zerlegt, sollte man im Idealfall auch alle zehn Bauteilbehälter des Bereichs in den gebogenen Patschehänden halten. Die daraus entstehenden Vehikel stehen fortan zwecks späterer Bewunderung auf einem kleinen „Parkplatz“ bereit, wo sich übrigens auch die freigespielten Figuren während ihrer Frühstückspause herumtreiben.
Noch mehr tolle Sachen kauft man zwischendurch bei Dexter (hier kommen die oben erwähnten Steine zum Zug): Der geschäftstüchtige Cantina-Besitzer bietet neben hilfreichen Hinweisen und witzigen Cheats eine ganze Reihe weiterer Figuren feil. Stinknormale Billigdroiden aus Massenproduktion bekommt man fast nachgeschmissen, für bitterböse Sith-Lords oder andere zentrale Gestalten muss der Spieler aber z.B. schon tief in die Legosteinchen-Tasche greifen.

Unsterblich

Durch die ganze Sammelei wird der Wiederspielwert enorm gesteigert – zum Glück, denn für den ersten Durchgang benötigt selbst Otto-Normalspieler nur ein paar Stunden. Nicht zuletzt wegen des fast überall wirklich moderaten Schwierigkeitsgrads. Die Helden laufen nur eher selten Gefahr, ihr kleines Legoleben auszuhauchen, die Zahl der Versuche ist unbegrenzt und im Falle eines Missgeschicks werden sie direkt am Ort des Ablebens wieder auf die eckigen Füße gestellt.
Durch diese faire Grundhaltung in Kombination mit der komfortablen, bewusst einfach gehaltenen Steuerung bleibt LEGO Star Wars auch für Nachwuchs- oder Gelegenheitszocker schaffbar, während Fortgeschrittene ihre Herausforderung halt in erster Linie beim fast schon suchterzeugenden Anhäufen sämtlicher Sammelgegenstände finden. Bei der Gelegenheit stößt man dann auch auf ein paar nette Eastereggs – tanzende Stühle sind da nur der witzige Anfang ...
Ebenfalls äußerst motivierend ist übrigens der kooperative Multiplayermode, welcher sowohl innerhalb der Story als auch im freien Spiel verfügbar ist. Um ins laufende Geschehen einzusteigen, genügt für den zweiten Teilnehmer ein kurzes Buttonantippen. Ein menschlicher Mitstreiter kann einem gleich noch viel besser assistieren als die zwar ziemlich gewitzt, aber doch relativ passiv agierenden KI-Kameraden.

Ein Blick sagt mehr als tausend Worte

Technisch ergibt sich durch das Legoszenario natürlich eine außergewöhnliche Atmosphäre. Von simplen Zäunen über zerstörbare Mosaiken an Wänden bis hin zu komplexen Schlachtschiffen – überall finden sich unzählige genoppte Plastikteile, die dank Physikengine sogar recht lebensecht durch die Luft segeln. Ausgewachsene Grafikeffekte wie spiegelnde Oberflächen, feine Rauchwolken und leuchtende Lichtschwertspuren verleihen den auf den ersten Blick ziemlich grob geschnitzten Landschaften einen nicht zu verachtenden Glanz. Einziges Problemchen: Die nicht immer optimal gewählten und zudem fest vorgegebenen Kameraperspektiven.
Neben dem oft interaktiven Levelinventar verdienen vor allem die Charaktere ein dickes Lob. Angesichts ihres einfachen, steifbeinigen Aufbaus mag man es kaum glauben, doch alle Figuren zeichnen sich durch flüssige Animationen und (gerade was die Hauptdarsteller betrifft) eine vielschichtige Mimik aus. Die ausdrucksstarken Gesichter der Kunststoffkrieger sind vor allem in den kurzen Zwischensequenzen von Bedeutung, da man innerhalb dieser häufig humorvollen Szenen komplett auf richtige Dialoge verzichtet hat. Sieht man mal von Mini-Kommentaren wie dem „Roger roger“ der feindlichen Droiden ab, können selbst dramatische Ereignisse der Heldenschar kein Sterbenswörtchen entlocken. Damit des Spielers Ohren trotzdem ordentlich verwöhnt werden, hat man beim Hersteller keine Kosten und Mühen gescheut: Der Original-Soundtrack lässt das Herz jedes Fans wieder einmal höher schlagen. Dazu gibt´s Lichtschwertgesumme und niedliches Droidengepiepse.


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Um Missverständnissen vorzubeugen: Diesen Test gibt´s auch bei GameCaptain.de ;)
Written by me.
Fazit
Wer hätte das gedacht? Schon die Gestaltung der Figuren und interaktiven Umgebungen zeugt von einer Detailverliebtheit, die meilenweit von dem entfernt ist, was man leider von so manch hingeklatschter Filmumsetzung kennt. Auch beim Gameplay haben sich die Leute von Traveller´s Tales ordentlich ins Zeug gelegt und servieren uns ein unterhaltsames Abenteuer mit Rätseleinlagen, gleichermaßen einfachen wie hübsch inszenierten Gefechten, pfiffigem Mehrspielermodus und nicht zu verachtendem Suchtfaktor. So bleibt erfreulicherweise ein durchweg positiver Eindruck, der für erfahrenere Jediritter lediglich durch den arg niedrigen Schwierigkeitsgrad samt verhältnismäßig kurzer Spieldauer getrübt wird. Eine echte Überraschung im lustigen, doch gleichzeitig irgendwie stylishen Gewand.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
Publisher
Eidos
Entwickler
Traveller's Tal...
Website
www.eidos.de
Release
22. April 2005
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