Nintendo verbindet moderne Technik mit klassischem Gameplay – und weiß damit zu begeistern."It's a me, Mario!" Mit diesem Spruch gelang Mario vor rund zehn Jahren auf dem Nintendo 64 der Sprung in die dritte Dimension. Seitdem war
Nintendos Aushängeschild in Sachen Hüpfspiele nur mehr dreidimensional unterwegs - das letzte 2D-Jump'n'Run von Mario ist bereits 14 Jahre her (
Super Mario Land 2 auf dem GameBoy). Nun kehrt der italienische Klempner auf dem Nintendo DS zurück zu seinen Wurzeln, denn
New Super Mario Bros. bietet das klassische 2D-Gameplay der NES-Kulttitel - gepaart mit zeitgemäßer Optik. Ob der Titel hält was er verspricht, erläutert euch unser Master-Review.
Altbewährtes neu verpackt Der Titel
New Super Mario Bros. ist Programm: Größtenteils enthält das Spiel Gameplay-Elemente aus dem Original
Super Mario Bros. für den NES. Ihr steuert den alten
» Natürlich gibt es auch Unterwasserlevel. |
Haudegen durch
zweidimensionale Levels, hüpft auf Gegner wie Gumbas oder Schildkröten, findet geheime Passagen, sammelt nützliche Items und springt am Ende eines Levels möglichst hoch an eine Fahnenstange, um Punkte abzuräumen. Erreicht ihr gar die Spitze dieser, gibt es zur Belohnung ein Extra-Leben. Ziel des Ganzen ist natürlich
die Rettung von Prinzessin Peach, welche von Bowsers Spross entführt wurde.
Doch nicht nur aus Marios allererstem Hüpfabenteuer bediente sich
Nintendo – ihr begegnet im neuesten Teil vielem, das ihr auch in anderen Vorgängerspielen finden konntet. So bewegt ihr euch in
New Super Mario Bros. wieder auf einer Weltkarte von Level zu Level – ganz wie früher in
Super Mario Bros. 3 oder
Super Mario World. Ebenso können, wie im letztgenannten Klassiker,
Items in einem Extrakasten für spätere Verwendung aufbewahrt werden. Auch die Gegnerschar stellt quasi eine AllStars-Mannschaft der vorhergegangenen Jump'n'Runs dar. Doch was wäre ein Mario-Spiel ohne ein paar fette Endgegner? Ganz klassisch befinden sich in jeder Welt mehrere Burgen, an deren Ende jeweils ein übelgelaunter Bösewicht wartet. Um diese zu bekämpfen, muss unser Held alle Register seines
Bewegungs-Repertoires ziehen.
Was ist neu? Im Gegensatz zum Original von 1985 ist die Auswahl an Moves nämlich ein wenig angewachsen: Neben Sprüngen und dem Verschießen von Feuerbällen kann Mario
Stampfattacken einsetzen, um seinen Gegnern den
» Mit dem Stern wird Mario unverwundbar. |
Garaus zu machen. Auch könnt ihr mit eurem Helden einen
Wandsprung ausführen und so ansonsten nicht zugängliche Stellen erreichen.
Neue Items gibt es auch: Neben den altbekanntem Superpilz, der Feuerblume und dem Stern existiert unter anderem ein
Megapilz, welcher Mario auf Bildschirmgröße anwachsen lässt.
Als Riese könnt ihr dann ungehindert durch Gegnerscharen, Wände sowie Rohre wandern und eine Spur der Verwüstung hinterlassen - wenn man besonders viel verwüstet, wird dies sogar mit Extraleben belohnt. Genau umgekehrt funktioniert der
Minipilz - nach dem Benutzen ist Mario nur mehr eine Hand voll Pixel groß. So klein kann unser Held dann an bestimme Stellen gelangen oder sogar über's Wasser laufen. Ein weiteres neues Item ist der
blaue Schildkrötenpanzer, mit dem ihr euch, vor gegnerischen Attacken geschützt, den Feinden entgegen werfen könnt.
1 Up, 1 Up, 1 Up ... Wie in
Super Mario Bros. 3 gibt es auf der Weltkarte wieder orangene
Pilzhäuser, in denen ihr Items abstauben könnt. Neu sind die grünen Exemplare, in denen es Extraleben einzuheimsen gibt. Hier läßt sich auch ein kleiner Schwachpunkt des
» Die Gegnerschar ist vielfältig. |
Spiels anschneiden: Ihr braucht euch keine Sorgen um ein "Game Over" zu machen, denn in
New Super Mario Bros. sind Extraleben alles andere als Mangelware. Gepaart mit dem Fakt, dass man als erfahrener Spieler in mehr oder weniger sieben Stunden den Abspann sehen kann, läßt sich
New Super Mario Bros. somit als ein wenig
zu leicht deklarieren.
Allerdings brauchen Mario-Veteranen jetzt nicht zu verzweifeln: Selbst wenn ihr das Spiel durchrennt, ist nach dem Abspann noch nicht alles vorbei. Denn wie in
Super Mario World bietet der Titel alternative Routen und zweite Ausgänge in verschiedenen Levels, welche den Weg zu neuen Welten eröffnen.
Zudem gibt es in jeder Stage
drei große, goldene Münzen zu sammeln – diese dienen dazu, bestimmte Pfade freizukaufen. Da diese nicht immer sehr leicht zu finden sind, ist man eine Weile damitbeschäftigt, will man alles im Spiel erkunden. Jedesmal wenn ihr eine Burg beendet oder einen Pfad öffnet, lässt euch das Spiel den Fortschritt speichern. Dazu stehen auf dem Modul
drei Speicherslots zur Verfügung.
Dada-da-dada-da-dum!Der Touchscreen des Nintendo DS wird lediglich zum Aktivieren der Extra-Items sowie zur Darstellung einer kleinen Levelmap genutzt. Ansonsten profitiert der Titel von den Features des Nintendo DS eher im Mehrspielermodus: Hier kann man sich
» Der Megapilz ist eines der neuen Items. |
mit bis zu vier Spielern in 24 Touchscreen-Minigames gegenseitig eins auf die Mütze geben. Zum größten Teil sind die Minispiele aber aus
Super Mario 64 DS bekannt.
Ein weiterer, witziger Modus für Mehrspieler besteht darin, zwei Spieler in ein Level zu stecken, wo sie dann um Sterne kämpfen – wer zuerst alle einsammelt, hat gewonnen. Dies macht eine Menge Spaß, wird jedoch leider durch die geringe Anzahl von nur fünf Stages getrübt.
Grafisch profitiert der Titel natürlich von der Technik des DS: Obwohl in einer 2D-Pespektive spielbar, wird das Geschehen mit einer
3D-Engine dargestellt. Alle Figuren und Objekte bestehen demnach aus Polygonen, was den Animationen aber keinen Abbruch tut, im Gegenteil: Alles wird durch
flüssige, detaillierte Bewegungen zum einem interaktiven Cartoon und wirkt trotz 3D wie aus einem Guss. "Dazu kommen kleine Details: Zum Beispiel schlägt es kleine Wellen, wenn Mario ins Wasser hüpft. Gepaart mit flüssigem Parallax-Scrolling weiß
New Super Mario Bros. auch in technischer Hinsicht sehr zu gefallen. Und die netten (teils bekannten) Melodien als harmoniernde Soundunterlage, welche sich zudem mit schönen Soundeffekten und sauberen Sprachsamples zu einem wohltuenden Klangteppich entwickeln, tun ihr übriges.